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TuSpo vergibt ganz spät den Sieg gegen Schwalmstadt

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Von: Gerhard Menkel

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Porträt Pascal Löhndorf
Brachte den TuSpo Mengeringhausen in Führung: Pascal Löhndorf traf satt von halbrechts. © Bauschmann

Nicht mal zwei Minuten haben dem TuSpo Mengeringhausen zum zweiten Heimsieg der Saison gefehlt. In der Nachspielzeit fing sich der Gruppenliga-Drittletzte das Tor zum 2:2 (1:0)-Endstand gegen den Rangdritten 1. FC Schwalmstadt.

Mengeringhausen - Das Ergebnis fühlte sich nicht nur wegen des späten Ausgleichs an wie eine Niederlage. Mindestens ebenso ins Gewicht fiel die Fülle an vergebenen Torchancen der Grün-Weißen. Dass Trainer Patrick Gries trotzdem nicht maximal enttäuscht auf die Partie sah, lag an der Gesamtvorstellung seiner Mannschaft: Sie lieferte eines ihrer besten Heimspiele dieser Saison ab.

„Wir haben eine Reaktion gezeigt gegenüber Homberg (1:3), wo wir uns ergeben haben. Darüber bin ich froh“, sagte Gries. Das Team habe sein wahres Leistungsniveau abgerufen. „Klar kann man sagen, das 2:2 ist wie eine Niederlage, aber irgendwie auch nicht.“ Vor dem Spiel hätte vermutlich jeder Mengeringhäuser einen Punktgewinn gegen die nahezu in Bestbesetzung angereisten Gäste unterschrieben.

TuSpo kämpferisch und spielerisch auf hohem Niveau

Der Coach hatte Tim Sommer als eine Art hängende Spitze aufgeboten. Der 19-Jährige überzeugte ebenso wie sein Offensivpartner Dominik Lüdtke;; diesem bescheinigte Gries die bisher beste Saisonleistung. Allerdings fiel nicht ein TuSpo-Spieler in einer Mannschaft ab, die nicht nur kämpferisch an ihre Grenzen ging, sondern auch spielerisch immer wieder gute Lösungen fand.

Auch Vedran Jerkovic, Kopf des 1. FC, kam im ersten Abschnitt nie wirklich dazu, seine überragende Technik entscheidend einzusetzen. Die Gastgeber stellten ihn meist gut zu. Ausnahme: die 9. Minute, als er Serkan Atas einsetzen wollte. Torhüter Daniel Roschanski hatte aufgepasst und war rechtzeitig da - seine wichtigste Tat im ersten Abschnitt.

Mit seinem kontrollierten Pressing und seiner Zweikampfstärke ließ der TuSpo nichts zu. Ein wenig Glück war allerdings im Spiel, als Dennis Jakob kurz vor der Torauslinie Atas zu Fall brachte, Schiedsrichter Niklas Schmalz aber nicht pfiff (32.). „Ein klares Foul“, meinte Gries.

Zu diesem Zeitpunkt führte seine Team mit 1:0. Lüdtke, der kurz vorher genau auf FC-Tormann Laurenz Kuhn abgeschlossen hatte (25.), hatte genau in den Lauf von Pascal Löhndorf gespielt, der von halbrechts in den Strafraum eindrang und den Ball ins lange Eck jagte (30.).

TuSpo lässt fünf Möglichkeiten zum 2:0 aus

Nach Wiederbeginn schienen die Gäste mit zwei frischen Spielern die erwartete Überlegenheit zu entwickeln, doch die Mengeringhäuser Defensive blieb konzentriert und stoppte die Vorstöße rechtzeitig. Umgekehrt lief das Offensivspiel richtig gut an. Lüdtke legte vor für Giulian Braun, der aus recht spitzem Winkel Kuhn anschoss (53.). Eine Minute später jagte Pascal Löhndorf den Ball aus dem Hintergrund satt über den Kasten.

Auch Brauns nächster Abschluss, die Vorlage kam von Marlon Paul, wehrte der Torwart zur Ecke ab (67.). Dann probierte es Sommer nach einer Ecke, seinen Hammer aus acht Metern parierte Kuhn reaktionsschnell mit Fußabwehr (70.) Und eine Minute später verpasste nach Kombination von Lüdtke und Braun erst Sommer gegen Kuhn das 2:0, denn Nachschuss schoss Löhndorf vorbei.

Der eingewechselte Timur Ögretmen meldete die Gäste mit einem Abschluss hoch über das Tor erstmals zurück (72.). Der Ausgleich fiel nach ihrem ersten wirklich guten Angriff: Leon Seitz flankte von rechts auf den langen Pfosten, wo Jerkovic mit Kopfball vollendete (76.).

Lüdtke mit seiner zweiten Torvorlage

Die Gastgeber steckten den Tiefschlag weg wie nichts. In der 82. Minute schickte Lüdtke einen Freistoß aus vielleicht 30 Metern genau auf den Kopf von Nico Müller und der Kapitän traf überlegt zum 2:1. Der eingewechselte Max Jakobschak hätte den Deckel drauf machen können. Nach Marcel Löhndorfs Zuspiel setzte er sich gegen Seitz durch, sein Schuss unter Kuhn hindurch landete am Pfosten (85.).

Umso bitterer der Ausgleich in der zweiten Minute der Nachspielzeit. Nach einem Freistoß auf den rechten Pfosten des TuSpo-Tores köpfte Leandro Knoch den Ball nach innen und Seitz drückte ihn über die Linie. Ein glücklicher Punktgewinn für den 1. FC, wie Trainer Marco Schwab einräumte: „Mengeringhausen hatte mehr vom Spiel.“

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