Gruppenliga: 2:2 gegen Edermünde

Mirco Grosche sichert Goddelsheim/ Münden Punkt

Spieler rempelt gegenspieler vor Zuschauern von hinten an.
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Angerempelt: Mirco Grosche, zweifacher Torschütze der SG Goddelsheim/Münden, kriegt einen Schubser von Edermündes Max Germeroth (links) mit.

Ein Punkt für jeden, Zufriedenheit für keinen: Das 2:2 (1:0) zwischen der SG Goddelsheim/Münden und dem SC Edermünde zum Saisonstart der Gruppenliga 1 hinterließ bei beiden Mannschaften schale Gefühl.

Goddelsheim – SCE-Trainer Björn Kördel bescheinigte seinem Team die reifere Spielanlage. Der Gegner habe ja nur „mit langen Bällen operiert“. Klar, die seien gefährlich gewesen, aber Kördel knabberte halt am späten Ausgleich in der vorletzten Minute: „Das muss man über die Zeit bringen.“

Auch SG-Trainer Jens Fresen fand Gründe von einer Punkteteilung zu sprechen, die weh tue. „Wir waren gut im Spiel, doch zwei Fehler haben uns ins Hintertreffen gebracht“, sagte er. Ihm gefiel die Moral der Seinen und dass sie nach Rückstand noch einmal ins Spiel zurückgekommen seien.

Die Lichtenfels verbuchten am Anfang der Partie leichte Vorteile. Die erste Chance besaß der stark beginnende Michael Kuhnhenne, seinen Heber lenkte Gästekeeper Tobias Ebert gerade noch über die Latte (12.). Auf der Gegenseite musste kurze Zeit später Manuel Mitze gegen Stanislaw Trailing im Spurt klären. Danach ließen es beide Teams ruhiger angehen – bis zu dieser Szene:

Nach klasse Zuspiel von Kuhnhenne ging Mirco Gosche auf links auf und davon, sein Schuss landete zum 1:0 im langen Eck (30.). Sechs Minuten später musste wieder Torhüter Mitze im Herauslaufen gegen Trailing klären.

Nach Wiederbeginn kamen die Gäste wacher aufs Feld und machten gleich Betrieb. Zum Ausgleich in der 48. Minute benötigte sie freilich die Hilfe von Marcel Fernandes: Von seinem Körper prallte ein von Gästespieler Christopher Linke scharf getretener Eckball am kurzen Pfosten zum 1:1 ins Netz. Fresen machte dem Spieler keinen Vorwurf: So ein Eigentor könne „immer passieren“.

Umstrittene Entscheidungen des Schiedsrichters

Die Gastgeber versuchten schnell zu antworten, doch Schlusmann Ebert hielt einen Kopfball von Kevin Vesper nach zweimaligem Nachfassen fest. Dann der große Aufreger: Raoul Mitze wurde im SCE-Strafraum heftig von den Beinen geholt, doch Schiedsrichter Goronzy erkannte kein Foul (55.). „Das war ein ganz klarer Elfmeter“, ereiferte sich Fresen.

Zwei Minuten später rief eine Eckball-Entscheidung gegen die SG abermals wütende Proteste der Lichtenfelser hervor. Vergeblich. Zu allem Überfluss segelte der Eckball von Linke direkt ins Tor – 1:2. Fresen reagierte und brachte drei neue Offensivkräfte. Und doch schien die Niederlage besiegelt, als zwei Gästespieler frei vor Manuel Mitze auftauchten. Der Tormann parierte aber bravourös Schuss und Nachschuss von Julian Bachmann (83.).

Die Tat gewann an Gewicht, als in der 89. Minute Mirco Grosche das 2:2 gelang. Er erlief einen langen Ball aus der eigenen Abwehr und schob ihn cool an Ebert vorbei ein. Grosche bekam sogar noch die Gelegenheit zum Lucky Punch, doch Keeper Ebnert hielt.  bb

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