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Nutzt TuSpo Mengeringhausen seine Chance in Lohre?

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Zurück im Kader: Nico Müller (rechts) – hier im Hinspiel gegen den Felsberger Enes Karasoy – steht nach drei Spielen heute wieder im Aufgebot des TuSpo Mengeringhausen.
Zurück im Kader: Nico Müller (rechts) – hier im Hinspiel gegen den Felsberger Enes Karasoy – steht nach drei Spielen ohne Einsatz heute wieder im Aufgebot des TuSpo Mengeringhausen. © Artur Worobiow

Für Waldecks Fußball-Gruppenligisten steht wieder ein Spieltag mit lauter Auswärtskicks auf dem Plan. Ein „Sechs-Punkte-Spiel“ bestreitet der TuSpo Mengeringhausen heute in Lohre.

Korbach - Die SG Goddelsheim/Münden (Samstag) und die SG Bad Wildungen/Friedrichstein (Sonntag) stellen sich jeweils bei deutlich besser platzierten Teams vor. Und der TSV Altenlotheim? Könnte in Homberg was für die anderen Waldecker tun.

Felsberg/Lohre/N’Vorschütz – Mengeringhausen (Hinspiel 1:3). Der FV 28 Punkte, der TuSpo 27; die Gastgeber 14., ihr Gast einen Platz dahinter – die Zahlen deuten an, was heute Abend in Lohre auf dem Spiel steht. Entschieden wird nichts, für den Verlierer schwinden jedoch schlicht die Möglichkeiten, sich noch nach oben zu arbeiten.

Beide Mannschaften quittierten zuletzt Niederlagen, die im Abstiegskampf weh taten – der FV mit 2:5 in Edermünde, der TuSpo mit 1:2 gegen Homberg. Frust und Enttäuschung wurden durch Resultate von Tabellennachbarn gemildert. „Wir sind drangeblieben“, sagt der Mengeringhäuser Spielertrainer Andre Gutmann und beteuert: „Wir sind in Lohre nicht weniger motiviert als im Spiel gegen Homberg.“

Entspannung im TuSpo-Kader

Im Gegner sieht Gutmann eine „kleine Wundertüte“, die mal überrasche, mal enttäusche. Er nennt den FV unbequem und bekennt, er persönlich habe in Lohre „nie wirklich gerne gespielt“. Diese Sicht wird durch die Heimbilanz des Teams von Oliver Seifert erhärtet: Es hat auf eigenem Platz 22 seiner 28 Zähler geholt.

Gut für die Grün-Weißen: Nach der Rückkehr von Denny Benndorf (Sperre abgelaufen) und Nico Müller, der aus dienstlichen Gründen fehlte, sowie abermals mit Tim Schade ist der Kader so gut besetzt wie selten.

Statistik: Beide Teams sind nicht nur bei den Punkten nah beieinander, sondern auch bei der Tordifferenz (-22/-23). Sie haben in der Rückrunde jeweils 14 Zähler geholt.

Melsungen – Goddelsheim/Münden (2:5). Die Lichtenfelser Minusserie erstreckt sich mittlerweile auf fünf erfolglose Partien. Ob sie am Samstag an der Freundschaftsinsel endet? Gastgeber Melsungen ist seit zehn Spielen ungeschlagen und Tabellendritter. Und doch: SG-Trainer Jens Fresen ist vor dem dritten Auswärtsspiel am Stück ganz guter Dinge. Honig saugt er aus der Niederlage zuletzt in Brunslar (3:4), die in letzter Spielminute besiegelt wurde.

„Die Einstellung der Mannschaft und das Spiel ging in die richtige Richtung“, sagt Fresen. Auch gegen das zweitbeste Team der Rückrunde? „In der Rückrundentabelle steht Brunslar auf Platz drei, warum sollten wir mit der richtigen Einstellung nicht auch in Melsungen mithalten können?“, antwortet Fresen.

Das Hinspiel in Goddelsheim war eine einzige Mirco Grosche-Show, der alle fünf Treffer erzielte. Personell wird sich bei den Gästen nicht viel ändern, denn Nils Grosche und Daniel Butterweck fallen weiterhin aus, hinter Marcel Fernandes und Benjamin Wendel steht noch ein Fragezeichen.

Statistik: Beide Mannschaften sind offensiv etwa gleichstark (52:54 Treffer), die Gegentore machen den Unterschied (34:55). Der letzte Sieg der SG in Melsungen datiert aus der Saison 2017/18 (3:0).

Schwalmstadt – Bad Wildungen/Friedrichstein (2:3). Die Badestädter sind noch immer frustriert, weil sie zuletzt gegen Spitzenreiter Wabern nicht punkten konnten. „Wir waren über 60 Minuten besser, der Knackpunkt war der unglückliche Strafstoß und die Gelb-Rote Karte“, resümiert SG-Trainer Jan Leimbach. Die Leistung (nicht das Spiel) ruft nach Wiederholung: „Jeder weiß, dass wir wieder Vollgas geben und volles Leistungsvermögen zeigen müssen. Dann ist alles möglich, so macht es uns Hoffnung auf unser Restprogramm“, sagt Leimbach.

Leimbach: Anspruchsvolles Auswärtsspiel

In den Gastgebern sieht Leimbach einen grundsätzlich starken Gegner, schränkt jedoch ein: „Je nachdem, ob sie in Bestbesetzung spielen, oder nicht.“ Derzeit ist der Kader des 1. FC ziemlich komplett, der Tabellensiebte hat seine letzten drei Partien gewonnen und den Klassenerhalt so gut wie geschafft. „Wir stellen uns auf ein anspruchsvolles Auswärtsspiel ein“, sagt Leimbach. In seinem Fokus: Kapitän Vedran Jerkovic, der aus dem Spiel genommen werden müsse.

Almedin Zahovic
Fehlt der SG Bad Wildungen in Ziegenhain: Almedin Zahovic. © malafo

Nicht dabei sind am Sonntag der erkrankte Almedin Zahovic und der gesperrte Norayr Jalilyan. Zwar ist der Kader ansonsten komplett, einzelnen Spielern hängt aber eine Coronainfektion nach oder eine Verletzung.

Statistik: Bis zum Hinspiel war der 1. FC eine Art Angstgegner der Bad Wildunger – sie hatten die fünf Partien davor alle verloren. (mn, bb, dv)

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