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Willingen feiert wertvollen Sieg beim direkten Rivalen

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Zweikampf Christian Kuhnhenne (Willingen/links) gegen Artur Radig (Sand)
Starke Leistung im Mittelfeld: Christian Kuhnhenne (links) tat viel für den Willinger Sieg. © Bauschmann

Gelungene Rhön-Tour für den SC Willingen: Zwei Tage nach dem 1:5 in Lehnerz hat der heimische Verbandsligist im Gastspiel bei der SG Ehrenberg mit dem 2:1 (2:0) einen eminent wichtigen Sieg im Abstiegskampf geholt.

Wüstensachsen - Die Bedeutung des Abstiegsduells war an den Aktionen beider Teams abzulesen: Sie waren oft von Nervosität unterlegt. Obwohl die Gäste mehr übers Spielerische kamen, während die Platzherren aggressiv in den Zweikämpfen und meist nur mit langen Bällen operierten, ähnelten sich die Spielweisen.

Auch der SCW suchte den Erfolg über Kampf und Einsatz. „Das haben wir den Jungs bewusst gemacht. Wir wollten ähnlich auftreten wie Ehrenberg und dagegenhalten“, erklärte Co-Trainer Rainer Schramme, der allein verantwortlich war, weil Chefcoach Dardan Kodra im Urlaub ist. Herauskam, so Schramme, „kein schöner Fußball, aber das war auch nicht zu erwarten“. Dafür stand zu viel auf dem Spiel.

Die Platzherren konnten mit ihren weiten Schlägen durchaus gefährlich sein. In der 30. Spielminute erreichte, getragen vom starken Wind, ein langer Ball Niklas Diel. Der Ehrenberger zog ab, bedrängt von Jan-Niklas Albers,, Torwart Yannick Wilke klärte per Fußreflex.

Willingen bekommt den Elfmeter, Ehrenberg nicht

Acht Minuten zuvor hatten die Gastgeber bereits vehement Elfmeter gefordert. Sturmspitze Christoph Neidhardt ging von links in den Strafraum, wackelte Sören Vogel aus und fiel über dessen ausgefahrenes Bein. Zum Glück für die Upländer pfiff Schiedsrichter Malte Sattler nicht. „Da hatten wir Glück“, war Schramme ehrlich, „das war eine 50:50-Situation, da hätte er auch pfeifen können.“

Auf den Punkt zeigte der Referee aus Gießen dann auf der anderen Seite nach 32 Minuten. „Den muss er pfeifen“, war der Strafstoß für Schramme eindeutig. Florian Heine erlief einen langen Ball im eigentlich ungefährlichen Raum neben dem Ehrenberger Gehäuse, aber Keeper Simon Voll schubste den SCW-Torjäger ungeschickt um. Matthias Bott nahm die Einladung an, traf sicher unten rechts ins Eck.

In der zweiten Nachspielminute baute der SCW die Führung sogar aus. Die Platzherren bekamen das Spielgerät nicht aus ihrem Strafraum geklärt und Sebastian Müller drosch es aus sieben Metern volley zum 2:0 für seine Farben in die Maschen.

Schramme: Mannschaft stand recht stabil

Auch nach Wiederbeginn hatten die Gastgeber auf dem holprigen Platz in Wüstensachsen keine überraschenden Ideen parat. Die nun gegen den Wind gestreuten langen Bälle fanden eher zufällig ihre Abnehmer. „Wir haben recht stabil gestanden“, sagte Schramme. Er lobte außer Sechser Matthias Bott auch an den auf der Zehnerposition agierenden, zuletzt mit muskulären Problemen fehlenden Christian Kuhnhenne extra: „Er hat ein klasse Spiel gemacht.“

Fast wäre es gelungen nach gut einer Stunde schon den Deckel draufzumachen. Erst scheiterte Heine per verdecktem Schuss aus 16 Metern an Voll, die anschließende Ecke von Bott fischte der Torwart aus dem hinteren Winkel und bei der erneuten Hereingabe verfehlte ein Ehrenberger Querschläger das eigene Gehäuse (68.).

Auch der Ehrenberger Anschluss fällt vom Punkt

„2:0 ist ein gefährliches Ergebnis, weil wenn der Anschluss gelingt, dann schwimmen oft die Felle noch davon“, wurde es Schramme nach 72 Minuten wohl etwas mulmig. Nach einem der Zufallsschläge der Gastgeber ging Sven Bambey frei durch und konnte von Wilke nur per Foul gestoppt werden; Daniel Heil verwandelte den Strafstoß zum 1:2.

Das Magengrumeln von Willingens Trainer war aber unbegründet, denn bis auf den 18-Meter-Schuss von Niklas Bleuel, der am Winkel vorbeistrich, blieben die Ehrenberger ungefährlich. Auf der Gegenseite verpasste Kuhnhenne nach Kopfball-Ablage von Heine hauchdünn seine starke Leistung zu krönen (82.). (ni)

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