Kodra: Haben uns selbst geschlagen

SC Willingen führt in Bad Soden und unterliegt trotzdem

Porträt Dardan Kodra
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Beklagt zu viele individuelle Fehler: Trainer Dardan Kodra.

Den Spitzenreiter gefordert, mehr nicht. Trotz Führung kurz nach der Pause unterlag der SC Willingen bei der SG Bad Soden mit 1:4 (0:0) und ist auch nach vier Spielen in der Verbandsliga Nord ohne Sieg.

Bad Soden – „Wir haben uns selbst geschlagen, das muss man klar so sagen“, meinte Trainer Dardan Kodra mit Blick auf die zahlreichen individuellen Fehler, „die der Gegner konsequent bestraft hat“. Danach sah es eine Stunde lang nicht aus, zumal die Upländer die bessere Spielanlage offenbarten. „Wir haben den Gegner sehr weit von unserem Tor weggehalten“, so Kodra.

Die Partie wurde von Beginn an intensiv geführt, daraus resultierten aber in den die ersten 20 Minuten keine nennenswerten Möglichkeiten. Erstmals gefährlich wurden die Gastgeber durch Simon Huhn und Fernando Martinez, aber SCW-Keeper Yannick Wilke entschärfte die Doppelchance (25.).

Auf der Gegenseite parierte Torwart Marco Aulbach einen abgefälschten Freistoß von Jan-Henrik Vogel (27.). Nachdem Erik Kroll aus der Distanz knapp drüber gezielt hatte (34.), ergab sich in der 38. Minute die größte Willinger Chance. Einen 20-Meter-Freistoß von Jonathan Vach konnte der SG-Keeper nur abklatschen, aber Christian Kuhnhenne setzte den Abpraller aus sechs Metern übers Gehäuse.

Heine trifft nach Vorlage von Vach

Florian Heine sorgte für einen gelungenen Start in Hälfte zwei, als er eine Vorarbeit von Vach mit einem herrlichen Schlenzer von der rechten Strafraumkante ins lange Eck vollendete (49.). „Danach waren wir gut im Spiel“, erklärte der Sportliche Leiter Hubertus Albers, „auch kämpferisch hat alles gepasst“.

Lediglich der zweite, Ruhe bringende Treffer, wollte nicht gelingen. „Wir hätten aus den vielen Standards mehr Kapital schlagen müssen“, so Kodra. Sie verpufften ohne Wirkung und das wurde nach 59 Minuten bestraft, als Jan Niklas Rintelmann nach einem Eckball und Gestocher im Fünfmeterraum zum 1:1 eindrückte.

Vier Minuten später war die Partie gedreht, als Simon Huhn nach einem leichtfertigen Willinger Ballverlust in der Vorwärtsbewegung Nils Becker bediente und der mühelos einlochte. „Die machen aus zwei Chancen zwei Tore“, beschrieb Albers die Qualitäten des Spitzenreiters. Die Messe schien gelesen, als Christian Pospischil mit einem klasse Heber von der rechten Strafraumkante den weit vor seinem Kasten stehenden Wilke zum 3:1 überwand (79.).

Vogel scheitert mit Strafstoß am Torwart

Die Gäste steckten aber nie auf und kurz danach bot sich gar die große Chance nochmal zurück ins Spiel zu kommen. Aber Vogel trat den an Heine verursachten Strafstoß zu unplatziert, so dass der gut reagierende Aulbach abwehren konnte (82.). Das war die letzte entscheidende Szene. „Das war die Chance das Momentum noch einmal zurückzuholen“, trauerte Kodra, wollte gleichzeitig seinem Kapitän aber keinen Vorwurf machen. „Aber das passt derzeit ins Bild“.

Auf der anderen Seite setzte der eingewechselte Daniele Fiorentino mit einem Heber fast von der Torauslinie, der sich hinten ins lange Eck senkte, zwei Minuten vor dem Abpfiff für den Schlusspunkt. „Das Ergebnis hört sich schlecht an“, erklärte Albers, „aber das spiegelt den Spielverlauf wirklich nicht wider“. Für Anton Römmich war der Sieg gleichwohl verdient: „Ein Rückstand bringt uns nicht um“, freute sich der SG-Coach, „die Mannschaft hat tolle Moral gezeigt und danach richtig aufgedreht“. (mit rg)

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