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Willingen knöpft Bad Soden verdient einen Punkt ab

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Von: Manfred Niemeier

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Jan-Henrik Vogel (am Boden) wird von seinen Teamkollegen zum Treffer des 2:1 beglückwünscht.
Alle auf die 10: Jan-Henrik Vogel (am Boden) wird von seinen Teamkollegen zum Treffer des 2:1 beglückwünscht. © bb

Das Ergebnis deutet auf ein munteres Spiel hin – und das war es auch. Der SC Willingen und die SG Bad Soden trennten sich am drittletzten Verbandsliga-Spieltag leistungsgerecht 3:3 (2:2).

Willingen – „Wir haben mit fußballerischen Mitteln einem Aufstiegskandidaten einen Punkt abgeluchst“, freute sich SCW-Trainer Dardan Kodra nach dem Abpfiff. Den Upländern gelang damit nach dem schwachen Auftritt zwei Tage zuvor gegen Dörnberg (0:2) auch die erhoffte Steigerung.

Dabei hatte Kodra nur zehn Stammspieler zur Verfügung, weil Jan-Niklas Albers Gelb-Rot-gesperrt war und Nick Bärenfänger neben Sean Querl, Justine Kesper sowie Keeper Florian Bouma die zweite Mannschaft im entscheidenden Abstiegsduell der Kreisoberliga verstärkten.

Felix Gierse: Ligadebüt in der Startformation

Felix Gierse aus dem Reserve-Kader feierte so gleich in der Startelf sein Verbandsliga-Debüt. „Er hat seinen Part wirklich gut gemacht“, lobte ihn der Coach. Und zwar nicht nur, weil Gierse schon in der 11. Spielminute nach einem langen Ball SG-Keeper Luca-Gabriel Peetz und Ex-Zweitligaspieler Kevin Pezzoni so unter Druck setzte, dass Florian Heine aus 13 Metern zum 1:0 einschießen konnte. Fynn Butterweck verpasste das nächste Tor, als er nach Vorlage von Max Saure an Peetz scheiterte (18.).

Die Partie hatte schon da einen hohen Unterhaltungswert. Die technisch starken Gäste kombinierten zügig, aber die Willinger verteidigten konzentriert. In der 18. Minute gelang das nicht, prompt verwertete Lukas Ehlert einen Steckpass zwischen die Innenverteidiger Jonah Schilling und Christian Kuhnhenne zum Ausgleich. Kurze Zeit ging etwas die Ordnung verloren, aber Torhüter Yannick Wilke glänzte gegen Ehlert (26.), und Memeti Ilir köpfte aus acht Metern drüber (29.).

Nach einer halben Stunde war die Partie wieder offen. Als Sebastian Müller ein Solo startete und der Ball zu Jan-Henrik Vogel kam, da traf der Kapitän aus 25 Metern abgefälscht links unten ins Eck – 2:1 (36.). Die direkte Antwort verweigerte Wilke mit einem Reflex beim 20-Meter-Schuss von Christian Pospischil. Fast hätte Heine aus 40 Metern Peetz überrascht, umso ärgerlich war der Ausgleich durch den Lupfer von Daniele Fiorentino nach nicht zu verteidigender Vorarbeit von Ehlert (43.).

Latte, Pfosten, kurz vor der Linie geklärt

Mit der Doppelchance durch Vogel per Freistoß und direktem Eckball, die Peetz entschärfte (51.), nahm der zweite Durchgang wieder Fahrt auf. Heine traf nach einem Abwehrfehler aus zehn Meter nur den Pfosten (59.) und Jaroslav Kymlicka stoppte für seinen geschlagenen Torwart den Schuss von Vogel vor der Linie (62.).

Nach 70 Minuten traf Butterweck nach Querpass von Gierse aus 18 Metern nur auf die Latte. Auf der anderen Seite erlaubten die Willinger, angeführt in der Viererkette von den überragenden Leon-Michele Peters und Kuhnhenne sowie Matthias Bott als einzigen Sechser, den favorisierten Bad Sodenern kaum ein vernünftiges Durchkommen.

Entsprechend überraschend fiel das 2:3 durch Fernando Martinez Bizcocho, der völlig frei am langen Pfosten eine scharfe Hereingabe volley verwertete (78.). Der Ärger verflog aber nur 60 Sekunden später, weil Heine seinen Gegenspieler Demuth nach einem langen Diagonalpass von Vogel düpierte und zum erneuten Gleichstand einschob. „Nach vorne war es okay“, meinte Gästetrainer Anton Römmich, „aber die Gegentore haben wir zu einfach kassiert“.

Fast wäre Schilling mit dem Schlusspfiff sogar noch der Lucky Punch gelungen. Der Innenverteidiger stürmte vom eigenen Strafraum los und nur mit einer Glanztat konnte Peetz den Kopfball des Youngsters vom Fünfmetereck entschärfen.

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