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SC Willingen macht aus halbem Dutzend Chancen ein 2:0 gegen SG Hombressen

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Von: Manfred Niemeier

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Fynn Butterweck bejubelt sein 1:0, Jan Henrik Vogel freut sich mit ihm.
Das erste Verbandsliga-Tor: Fynn Butterweck ist nach dem 1:0 aus dem Häuschen, Jan Henrik Vogel freut sich mit ihm . © bb

Die Erleichterung war groß: Mit dem 2:0 gegen die SG Hombressen/Udenhausen hat Verbandsligist SC Willingen, so Trainer Dardan Kodra, „einen Riesenschritt Richtung Klassenerhalt gemacht“.

Willingen – Es war keine fußballerische Glanzleistung, eher etwas aus der Kategorie mühsamer Arbeitssieg. Mit Wohlwollen kommt man auf Seiten der Upländer nur auf ein halbes Dutzend Chancen, die beiden Treffer inklusive.

„Heute haben nur die drei Punkte gezählt“, war das Kodra aber mit Blick auf die kräftezehrenden Wochen egal. Bedeutsamer als die Darbietung war ihm auch, dass nach den zuletzt vielen Gegentoren endlich wieder einmal die Null stand. „Das ist ganz wichtig für den Kopf.“

Zwei der gefährlichen Aktionen gingen früh auf das Konto von Florian Heine, der aber erst knapp am langen Pfosten vorbeizielte (4.) und dann über die Grundlinie aus spitzem Winkel verfehlte (7.). Danach war redliches Bemühen angesagt, aber ohne das nötige Tempo und oft zu komplizierten Pässen waren die zwei Viererketten der personell gebeutelten Gäste nicht zu beeindrucken.

Gäste mit Feldspieler im Tor

„Wir wollten nach den letzten Auftritten eine gewisse Haltung zeigen“, erklärte SG-Trainer Jonas Spengler, „und das trotz Leuten aus der ,Zweiten‘ und einem Torwart als Feldspieler ist uns das gelungen“.

Fast wäre seiner mit langen Diagonalbällen operierenden Elf die Führung gelungen, aber Lucas Hecker scheiterte am kurzen Pfosten erst an Torwart Yannick Wilke und dann klärte Leon-Michele Peters zur Ecke (27.). „Das ist zu wenig“, schimpfte Co-Trainer Rainer Schramme an der Linie. Bezeichnend das Solo von Michel Hecker durch vier Willinger, die nur Spalier standen, zu deren Glück stand Noah Winter knapp im Abseits (33.).

Drei Minuten später ging es dann auf Seiten der Hausherren endlich mal schnell, Jan-Henrik Vogel leitete geschickt auf der linken Seite auf Tom Friedrich durch und dessen Hereingabe verwertete Fynn Butterweck zu seinem langersehnten ersten Verbandsliga-Treffer (36.).

Nach der ereignislosen Restzeit im ersten Durchgang hatte wieder Heine nach Abschlag von Wilke die erste Gelegenheit, kurz danach verpasste Sebastian Müller die Vorlage von Matthias Bott (47.). Fünf Minuten später war die Partie praktisch schon gelaufen, Friedrich, von Vogel geschickt, tankte sich auf die Grundlinie durch und Heine verwertete sein Zuspiel aus zwölf Metern flach zum 2:0.

Nach dem Abpfiff die kollektive Erleichterung

Nach der kurzen Druckphase mit der beruhigenden Führung verfielen die Willinger wieder nach rund einer Stunde zurück ins alte Muster: Immer tiefer stehen und die eigenen Angriffe nicht vernünftig ausspielen.

Die Vereinigten drückten, kamen aber nur noch zu einer Halbchance durch Dominik Lohne (74.). Auf der anderen Seite versuchte es Heine aus gut 40 Metern (85.) und prüfte Matthias Bott Torwart Chris Maurice Lubitz aus 20 Metern (90.).

Den Willingern fiel beim Abpfiff von Schiedsrichter Steffen Rabe eine große Last von den Schultern. Kodra gab den Startschuss für die Sause: „Leute, heute können wir es richtig krachen lassen.“ (ni)

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