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Wieder bringt ein später Treffer Willingen um den Sieg

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Von Links: Patrick Herpe (TSV) Jonah Schilling (SC) Lennart Klinge (TSV)
Fußball Verbandsliga: TSV Wabern geg. SC Willingen: Von Links: Patrick herpe (TSV) Jonah Schilling (SC) Lennart Klinge (TSV) © Pressebilder Hahn

Wenn es die Möglichkeit gäbe, würde der SC Willingen jetzt den Antrag stellen, die Nachspielzeit abzuschaffen. Zum dritten Mal hintereinander kostete die Upländer ein Gegentor in der Overtime zwei Punkte.

Wabern - „Es ist wie verhext, egal, was wir machen, reicht es am Ende nicht zum Sieg“, sagte Trainer Dardan Kodra tief enttäuscht zum 2:2 (0:1) im Abstiegsduell der Verbandsliga Nord beim TSV Wabern. Ein Strafstoß in der 92. Minute besiegelte das Remis auf schon fast tragische Weise.

Während der SCW Tabellenletzter bleibt, verbesserten sich die Gastgeber zwar auf den 14. Platz, waren aber auch nicht glücklich. „Das war unsere schlechteste Leistung der letzten Wochen“, fand Spielertrainer Patrick Herpe klare Worte und folgerte: „Wir hatten zwar ein Chancenplus, aber wir können froh sein, dass wir noch einen Punkt geholt haben.“

Dabei begann die Begegnung mit einem Glücksmoment für die Reiherwalder: erster Schuss, erstes Tor. Marius Rohde nutzte seine herausragende Schusstechnik nach feiner Vorarbeit von Fabian Korell und veredelte somit einen Angriff, den er selbst eingeleitet hatte (8.). Fünf Minuten später schloss Rohde zu überhastet ab.

Heines Treffer wird wegen Handspiels abgepfiffen

Dann folgte der Schock auf der Gegenseite. Allerdings nur kurz, weil Florian Heine zwar traf, zuvor jedoch Jonah Schilling Hand gespielt hatte (16.). Als Weckruf für Willingen taugte dies gleichwohl.

Beim zweiten gelungenen TSV-Spielzug ließ Herpe nach Vorarbeit von Korell und Niklas Müller Genauigkeit vermissen (28.). Umso genauer schaute im folgenden Angriff Schiedsrichter-Assistent Hendrik Brand hin und sah den vermeintlichen Torschützen Müller in einer Abseits-Stellung (29.). Mit einer Glanztat verhinderte Keeper Elgaz dann den Treffer von Willingens Müller, Vorname Sebastian (43.).

Das 2:0 lag nach einer Ecke von Jan Luca Schmeer in der Luft, doch Herpe fand in Torwart Florian Bouma seinen Meister (55.). Doppelt bitter für den TSV, weil sich der nimmermüde Fynn Butterweck belohnte und per Freistoß aus 20 Metern abgefälscht zum Ausgleich erfolgreich war (62.).

Die direkte Antwort verpasste Korell denkbar knapp (63.). Noch dichter dran am zweiten Waberner Treffer war Müller, Vorname Niklas. Der wurde mustergültig von Korell und Herpe in Szene gesetzt, traf aber den Innenpfosten (70.).

Und wer in einem Kellerduell derartigen Chancenwucher betreibt, der wird bestraft. Zu Pechvögeln avancierten Torwart Elgaz und Luca Wendel, deren Abwehrversuch einen Fall von Florian Heine nebst Strafstoß zur Folge hatte. Der eingewechselte Christian Kuhnhenne blieb eiskalt und brachte den Ski-Club in Vorlage (82.).

Albrecht bringt Wendel zu Fall und Herpe verwandelt

Waberns Reaktion? Aus dem Verteidiger Wendel wurde ein Stürmer. Ein cleverer dazu, denn er zog gegen Tim Albrecht einen Elfmeter. Ein Fall für Patrick Herpe. Der Spielertrainer markierte den Treffer zum Endstand (90.+2) – und schickte die Gäste traurig auf den Heimweg.

„Ich kann den Jungs nichts vorwerfen, das ist das Schlimme“, meinte Kodra. In der zweiten Halbzeit, als sie ihre fußballerischen Mittel eingesetzt habe, habe sich seine Mannschaft auf schwerem Boden zurückgekämpft und die Partie dominiert – um doch wieder einen späten Nackenschlag zu bekommen. „Es ist sehr, sehr bitter“, sagte Kodra. „Wir haben vieles richtig gemacht, die Moral hat gestimmt. Aber wie dann das 2:2 zustande kommt, das passt einfach ins Bild der letzten Wochen.“  sbs/mn

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