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SC Willingen verliert in Lehnerz das Spiel und zwei Spieler

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Barockstadts Kapitän Keanu Banh (links) wird vom Willinger Max-Till Saure im Vorwärtsdrang gestört
Früher Treffer: Barockstadts Kapitän Keanu Banh (links) brachte sein Team in Führung, hier stört der Willinger Max-Till Saure seinen Vorwärtsdrang. © Ralph Görlich

Der SC Willingen hat sich für eine zumindest im zweiten Abschnitt sehr ordentliche Leistung wieder ganz gute Kritiken verdient. Die Schatulle bleibt nach dem 1:3 (0:2) bei der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz II aber wieder leer.

Lehnerz - „Punktetechnisch helfen die guten Kritiken uns leider kein bisschen weiter“, sagte SCW-Trainer Dardan Kodra nach der nun sechsten verlorenen Partie in Serie. Seine Mannschaft klebt mit ihren vier Zählern weiter auf dem vorletzten Tabellenplatz der Verbandsliga Nord fest.

Rückschläge könnte die Partie in Lehnerz auch auf der Personalseite verursacht haben: Erst musste Torwart Michael Schirk mit Verdacht auf Zerrung ausgewechselt werden (30.) – für ihn kam Florian Bouma. Dann erwischte es Eric Kroll mit dem gleichen Problem (65.), ausgerechnet bei seinem Saisondebüt in der „Ersten“, in das er ohnehin nicht völlig fit gegangen war.

Willinger Konzept der Fünferkette geht schon früh nicht auf

Weil sowieso mehr als ein halbes Dutzend Stammspieler fehlte, hatte Kodra alles Spiel am Anfang taktisch der Torsicherung untergeordnet und der Startelf eine Fünferkette verpasst. Doch die guten Absichten kollidierten mit der durch die Regionalliga-Reserve geschaffene Wirklichkeit. Beim ersten guten Angriff der SG bekamen die Willinger den Ball nicht weg, und Keanu Banh köpfte eine Flanke von Tobias Göbel gegen die Laufrichtung von Schirk zum 1:0 ins Netz.

Das war die 7. Spielminute. Kurz darauf hieß es 2:0. Jonah Schilling köpfte einen Ball beim Abwehrversuch im Flug vor die Füße von Jonas Jakob, der sich aus 16 Metern nicht bitten ließ (14.). Die nächste Möglichkeit der SG vereitelte Schirk, als er den Schuss von Yunus-Emre Kocak aus dem Winkel holte (18.). „Wir hatten Glück, dass wir nicht mit einem 0:3 in die Pause gehen“, sagte Kodra.

Mit Viererkette und mehr Aggressivität hält SCW gut dagegen

Die Barockstädter verfielen bald in eine Art frühen Verwaltungsmodus. Der reichte, um die Upländer in Schach zu halten, aber nicht, um das Tor des SCW ständig im Fokus zu halten. Bis auf einen Weitschuss von Jakob am langen Pfosten vorbei (31.), bot die Heimelf nichts sehr Torgefährliches. Umgekehrt kam der SCW lediglich zu einem – harmlosen – Abschluss durch Justin Kesper (40.).

Nach der Pause kehrte das Trainerteam zur Viererkette zurück. „Wir haben den Gegner jetzt auch höher angelaufen und klar und deutlich kommuniziert, dass wir hier die Absicht haben, alles rauszuhauen“, sagte Kodra. Der Ertrag blieb nicht weg. Eher ein Zufallsprodukt war die Chance für Schilling, mit seinem Volleyversuch traf er frei den Ball nicht (60.). Sechs Minuten später fiel der Anschluss: Fynn Butterwecks Freistoß beförderte Schilling als Bogenlampe zum 1:2 ins Netz.

Auch die große Gelegenheit zum Ausgleich kam. Jan-Henrik Vogel fand mit seinem Pass auf rechts Sebastian Müller, der frei vor Keeper Jannis Maul denselben ausspielen wollte statt zu schießen – und hängenblieb (75.). „Bei einem 2:2 „kann das Ding kippen“, fand Kodra und verwies auf die Gastgeber: „Das ist eine junge Truppe, die mental vielleicht noch nicht so stabil ist.“

Die Belastungsprobe konnten die Willinger nicht starten. Sie öffneten gegen Ende die Abwehr, leisteten sich einen Fehlpass im Mittelfeld und bekamen in der 89. Minute das dritte Tor. Maurice Weitzel verwertete den Konter mit etwas Glück zum 3:1-Endstand. (mn)

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