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Bad Wildungen sieht klassisches Kellerduell

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Der Blick des Mengeringhäusers Dominik Lüdtke im Spiel in Goddelsheim verrät Entschlossenheit. Sein Teamkollege Marlon Paul strauchelt gegen Nils Grosche.
Wo geht"s hier zu den Punkten? Der Blick des Mengeringhäusers Dominik Lüdtke im Spiel in Goddelsheim verrät Entschlossenheit. Sein Teamkollege Marlon Paul strauchelt gegen Nils Grosche. Am Samstag geht‘s für alle drei weiter. © bb

Die drei Waldecker Gruppenligisten, die mehr oder weniger um den Ligaerhalt ringen, können in Heimspielen am Samstag vorankommen – auf allen Plätzen gastiert direkte Konkurrenz.

Korbach - Die Saison ist etwa zu drei Vierteln geschafft, Gewissheiten im Auf- und Abstiegskampf wird es auch zum Abschluss der „Englischen Woche“ nicht geben. Die Partien des Samstags sind aber Trendverstärker..

Goddelsheim/Münden – Homberg (Hinspiel 0:1). Drei Tage nach dem enttäuschenden 2:4 gegen Mengeringhausen schlägt in Goddelsheim der nächste Abstiegskandidat auf. Homberg (23 Zähler) liegt als Rang-14. bei zwei Spielen weniger zehn Punkte hinter den Lichtenfelsern, ist also nicht sehr weit weg. Einen Schub gab das 3:1 über das neue Schlusslicht Kirchberg/Lohne.

„Für Homberg ist es natürlich ein Spiel, in dem sie punkten sollten, da das Saisonfinale näher rückt“, sagt SG-Trainer Jens Fresen. Die Gäste stehen unter dem gleichen Druck wie Mengeringhausen, doch Fresen will eine weitere böse Überraschung nicht erleben; Warnung sollte das Hinspiel sein. „Auch hier müssen wir erst mal mit aller Macht dagegen halten, um unser Heimspiel zu gewinnen. Wir brauchen ja schließlich auch noch ein paar Punkte“, sagt der Coach. Außerdem würde man sich in Wildungen und Mengeringhausen über Unterstützung freuen.

Bestbesetzung hat er nicht. Zwar steht Daniel Butterweck wieder im Kader, doch auf der Kippe stehen Fabian Thomas sowie Benjamin Wendel, der nach einem Zusammenprall im Derby mit „Brummschädel“ ausgewechselt werden musste. Schwer wiegt auch der Corona-bedingte Ausfall von Torjäger Mirco Grosche.

Statistik: Die Lichtenfelser bestreiten morgen ihr achtes Punktspiel im April. Die Ausbeute bisher: neun Punkte. Homberg holte in vier April-Kicks vier Zähler; am Mittwoch endete eine Sieglosserie von sieben Spielen. Vor eigenem Publikum trat die SG zuletzt im Oktober 2020 gegen den FCH an (4:4).

Mengeringhausen – Schwalmstadt (1:1). Für Marcel Schilling war der 4:2-Erfolg des TuSpo in Goddelsheim nicht gar so sehr eine Überraschung. „Wir hatten uns schon was ausgerechnet“, sagt der Co-Trainer, der Spielertrainer Andre Gutmann (erkrankt) auch am Samstag vertritt. Dabei zeigten die Grün-Weißen ihr bestes Gesicht. „Es war alles da, was wir uns gewünscht hatten“, so Schilling: Leidenschaft, Einsatzbereitschaft und Kreativität, für die besonders Dominik Lüdtke und Giulian Braun standen. Gegen Schwalmstadt werden diese Tugenden kein bisschen weniger gefordert sein.

Der 1. FC hatte am Mittwoch Primus Wabern am Rande eines Punktverlusts. Man muss sehen, wie der Tabellenzehnte, der mit 30 Punkten nicht aus dem Schneider ist, das 1:2 und die Gelb-Rote Karte gegen Leonhard Freund wegsteckt. Schilling warnt vor den starken Einzelspielern im Team von Marco Schwab, vor allem vor Vedran Jerkovic. „Wir müssen es schaffen, die Räume eng zu machen“, sagt er. Sein Ziel: zumindest einen Punkt behalten und eine „kleine Serie starten“. Mit einem Sieg hätten die grün-Weißen sogar den 1. FC in Reichweite.

Jan Leimbach: Zeigen, dass wir nachlegen wollen

Dabei fehlt neben Andre Gutmann der zuverlässige Außenverteidiger Denny Benndorf (berufliche Gründe). Nico Müller musste am Mittwoch nach Zusammenprall mit Benni Wendel ausgewechselt werden; Schilling hofft dennoch auf ihn. Fraglich ist ein Einsatz von Simon Schwechel und Henry Hosse.

Statistik: Die Ligabilanz gegen den früheren Hessenligisten ist für den TuSpo (zwei Niederlagen, ein Remis) negativ. Immerhin: Auswärts gewinnt der 1. FC (neun Punkte aus elf Partien) eher selten.

Bad Wildungen/Friedrichstein – Kirchberg/Lohne/H. (1:4). Nach dem „Bonus-3:1“ von Brunslar nun wieder ein Druckspiel für die Badestädter. Jan Leimbach ist ganz klar in dem, was er erwartet. „Jetzt müssen wir zeigen, dass wir nachlegen wollen und können“, sagt der Wilduner Trainer. „Wir haben gesehen, dass es nur geht, wenn jeder alles gibt. 80 Prozent reichen nicht.“

Der „Dreier“ vom Mittwoch war bitter nötig, ohne ihn fänden sich die Gastgeber (27 Punkte) auf einem Abstiegsplatz wieder. Der Gegner (21) war mit dem 1:3 in Homberg der große Verlierer des Spieltags. Seine Mannschaft sei in der ersten Hälfte zu passiv gewesen, so der 2. Vorsitzende Karsten Scherb.

Umgekehrt bescheinigte Vorstand Michael Neuhaus den Wildungern ihre beste Saisonleistung. „Daran wollen wir anknüpfen. Ich hoffe, dass die Leichtigkeit vor dem Tor durch den Sieg zurückkehren wird. Wir wollen das Spiel gewinnen“, sagt Leimbach. Dabei werden Jan Kramer, Janis Schuldt und Tom Windhausen fehlen.

Statistik: Nach 13 Auswärtsniederlagen bei 11:41-Toren reisen die Gäste zu relativ heimschwachen Gastgebern, die auf eigenem Platz fünf von elf Partien abgaben. Kirchberg/Lohne ist mit erst vier Zählern gegenüber zwölf der Wildunger schlechtestes Rückrundenteam. (bb, mn, dv)

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