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Wildunger Zahovic macht im Abstiegsduell den Unterschied

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Maximilian Ziegenbalg (Kircberg/Lohne) will mit der Sohle voran Almedin Zahovic am Abspiel hindern.
Das kann übel ausgehen: Maximilian Ziegenbalg (Kircberg/Lohne) will mit der Sohle voran Almedin Zahovic am Abspiel hindern. Der zweifache Torschütze Zahovic war in Altwildungen Spieler des Tages. © malafo

Also doch: Die SG Bad Wildungen/Friedrichstein kann „Sechs-Punkte-Spiele“. Nach dem 2:1 (1:1) gegen Schlusslicht SG Kirchberg/Lohne/Haddamar hat sie erstmals Abstand zur Abstiegszone der Gruppenliga.

Bad Wildungen - Jan Leimbach reagierte nach dem Erfolg nicht euphorisch, für den Wildunger Trainer zählte der zweite „Dreier“ in Serie. „Am Ende haben wir glücklich gegen einen Konkurrenten gewonnen. Egal, wir hatten schon Spiele, die wir über 70, 80 Minuten bestimmt und dann verloren haben“, sagte er.

Als den Spieler, der den Unterschied ausgemacht habe, identifizierte Leimbach, klar, den zweifachen Torschützen Almedin Zahovic. Der Mittelfeldmann traf schon früh. In der 5. Spielminute landete sein Freistoß aus 20 Metern abgefälscht und unhaltbar für Gästekeeper Christoph Rausch im Netz.l

Der Ausgleich hatte für die Wildunger einen faden Beigeschmack

Für die Partie gab es keinen Schönheitspreis, zu viel stand auf dem Spiel. „Fußballerisch waren nur die ersten 15 Minuten okay“, sagte Leimbach. Die frühe Gelegenheit zum 2:0 vergab Tim Krollpfeiffer (8.). Der Gast, den Spielertrainer Paul Graf zunächst von der Seitenlinie coachte, erzwang bald mehr Spielanteile, ohne wirklich Dominanz zu gewinnen. Beide Torleute bekamen nicht viel zu tun.

Eine strittige Szene führte zum Ausgleich. Marius Ludwig durfte trotz Foul- und Handspiels unter den Augen des Assistenten flanken, am zweiten Pfosten schob Justin Sinning recht freistehend zum 1:1 ein (32.). Erst kurz vor der Pause hatten sich die Badestädter von diesem Rückschlag erholt und taten wieder mehr fürs Angriffsspiel. Erfolglos: Eugen Ruf schoss aus der Drehung Rausch in die Arme, Zahovic scheiterte, von Norayr Jalilyan geschickt, ebenfalls am Torwart.

Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel ein wenig ruppiger, was Schiedsrichter Schwarz aber gut moderierte. Gefahrenlagen hatten Seltenheitswert, Mittelfeldgeplänkel überwog, beide Teams hatten viele Ballverluste.

Schubert belebt das Wildunger Angrifssspiel

Der eingewechselte Waldemar Schubert sorgte für Belebung im Angriff der Badestädter. In der 84. Minute wurde er zentral 25 Meter vor dem Tor gefoult. Zahovic legte sich den Ball zurecht, und ebenso ansatzlos wie unhaltbar schlug die Kugel im oberen rechten Toreck ein. Als in der Nachspielzeit Christian Lecke für den Gast den Ball über den Kasten setzte, war der Wildunger Sieg perfekt.

„Das Spiel spiegelt eigentlich die gesamte Saison wider. Die Niederlage war nicht verdient“, meinte Paul Graf, der in der zweiten Hälfte vergeblich auf dem Platz versucht hatte, die Sache zu wenden. „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, jeder hat sein Bestes gegeben, aber der Fußballgott will anscheinend nicht, dass wir in der Liga bleiben.“ (dv)

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