plötzlich war der Willi weg

Bilanz: Fußball-Hessenligist FSC Lohfelden überwintert auf Abstiegsplatz

+
Zum Schreien: Schmerzliche Erlebnisse gab es für Nasuf Zukorlic (vorn, hier gegen Alzenaus Torhüter Ioannis Takidis) und den FSC Lohfelden häufiger. 

Die Mannschaft mit wechselhaften Leistungen auf Schlingerkurs und zur Winterpause in Abstiegsgefahr, der langjährige Vorsitzende Willi Becker nicht mehr an Bord - beim FSC Lohfelden lief nicht alles nach Wunsch. 

Die sportliche Situation

20 von 32 Hessenliga-Partien hat der FSC Lohfelden bereits absolviert. Zufrieden mit der Ausbeute von 21 Punkten sind Mannschaft und Verantwortliche nicht. Zumal der Klub als 13. auf dem möglichen ersten Abstiegsplatz steht. Wo es für die Lohfeldener in den verbleibenden Begegnungen ab dem 23. Februar anzusetzen gilt, ist Alfons Noja klar. „Wir haben tolle Spiele gegen die Klubs aus dem oberen Drittel gemacht und dabei auch gepunktet, aber gegen zu viele Teams von unten nicht gewonnen. Das müssen wir uns vorwerfen, das haben wir selbst verschuldet“, sagt der Trainer und ergänzt: „Da müssen wir im Frühjahr unsere Hausaufgaben machen.“ Gelingt dies, sollten die Lohfeldener die Abstiegssorgen verscheuchen können. Von Rang acht trennen sie nur ganze drei Punkte.

Zwei Monate ohne Becker

Sein Abgang riss eine Lücke: Willi Becker. 

Einigen Wirbel löste Anfang Oktober der Rücktritt des Vorsitzenden Willi Becker aus. Mit ihm ging aus privaten Gründen die treibende Kraft im Verein von Bord. An Beckers Stelle fungiert nun zumindest vorerst der bisherige zweite Vorsitzende Megdi Tafoski. „Bis spätestens Ende März wollen wir einen neuen Vorstand wählen. Wir haben keinen Druck und lassen uns Zeit, das passende Team zusammenzustellen“, sagt Tafoski. Eine Personalentscheidung ist bereits gefallen. Goce Malinov, langjähriger früherer Kapitän des FSC, ist neuer Sportlicher Leiter. Wie schwer Beckers Abgang den FSC trifft, muss sich erweisen.

Die Spieler

Mit Dominik Schneider, Janik Szczygiel, Nasuf Zukorlic und Enis Salkovic standen vier Spieler in allen 20 Partien auf dem Feld. Wegen langwieriger Verletzungen kamen Serdar Bayrak und der aus Sand gekommene Christian Guthof nicht ein einziges Mal zum Einsatz. Hütete anfangs Tobias Orth das Tor, so stand in den letzten Wochen Maximilian Zunker im Kasten. „Die Wachablösung ist das aber nicht, es hat sich so ergeben. Tobi war teils angeschlagen, teils verhindert und hat daher manchmal von sich aus verzichtet. Und Maximilian hat seine Sache gut gemacht“, sagt Noja.

Der Trainer

Sorgenvoll: Trainer Alfons Noja.  

Positiv bewertet Alfons Noja sein erstes Jahr in der Hessenliga. Der 30-Jährige hatte zuvor Kreisoberligist SV Kaufungen und die U 19 des KSV Hessen in der Hessenliga trainiert. Wie hat er den großen Sprung gemeistert? „Ich sehe das sehr positiv. Auch wenn es für mich wegen unseres Saisonstarts mit den Schlagerspielen gegen den KSV Hessen und Barockstadt ziemlich schnell von 0 auf 100 ging“, sagt der Trainer. „Aber ich wusste ja, worauf ich mich einlasse. Glücklicherweise ist in Lohfelden ruhiges, sachliches Arbeiten möglich.“ Was dann schließlich mit dem Klassenerhalt gekrönt werden soll.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.