Peter Gößmann hat Uli Pfisterer abgelöst

Blindenfußball-Nationalteam mit neuem Bundestrainer in Göttingen

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Wieder zu Gast in Göttingen: Die Blindenfußball-Nationalmannschaft, hier in einem früheren Test gegen Argentinien.  

Göttingen. Lange nichts gehört von der deutschen Blindenfußball-Nationalmannschaft, die ihren Stützpunkt in Göttingen hat. Am Samstag (16 Uhr) und Sonntag (10.30 Uhr) trägt sie zwei weitere Testspiele gegen Rumänien im Jahnstadion aus.

Doch es ist Einiges passiert seit dem letzten Auftritt in Göttingen im Mai 2017. Die gravierendste Veränderung ist, dass es mit dem Marburger Lehrer Peter Gößmann (63) einen neuen Bundestrainer gibt, nachdem man sich von Uli Pfisterer getrennt hat.

Pfisterer trat im vergangenen Oktober zurück, was ihm vom Verband wohl auch nahegelegt worden war, berichtet Rolf Husmann, der weiterhin das Bindeglied zu Göttingen ist. Bei der EM im vergangenen Jahr in Berlin verpasste die deutsche Mannschaft durch gegen die Türkei verlorenes Sechsmeterschießen die Qualifikation für die demnächst stattfindende WM in Madrid. Das deutsche Team entschied sich intern gegen Pfisterer, der sich wiederum gegen die Mannschaft und Teammanager Husmann aussprach.

Daraufhin musste Pfisterer gehen und wurde durch Studienrat Gößmann, der bis dahin das Marburger Blindenfußball-Bundesligateam coachte, ersetzt. Als Klubtrainer hat Gößmann inzwischen aufgehört. Er soll dem Nationalteam nun neue Impulse verleihen. Husmann: „Während Pfisterer mehr aus dem Fußballbereich kam, kommt Gößmann mehr aus dem pädagogischen Bereich. Er soll unser Team auf die EM 2019 und die Paralympics vorbereiten. Deshalb gibt es jetzt Lehrgänge und Testspiele wie am Wochenende in Göttingen gegen Rumänien.“

Tests in St. Petersburg

Bereits am Freitag (12 Uhr) spielt die deutsche Mannschaft in Korbach beim Hessentag gegen die Rumänen. Für Gößmann ist es der erste Auftritt als neuer Bundestrainer in Deutschland.

Eine Woche später fliegt Husmann auf Einladung des DFB mit Gößmann und dem Team im Vorfeld der WM im Juni in Russland nach Sankt Petersburg und trifft dort auf Europameister Russland und Belgien. Husmann: „Das Verhältnis zum DFB ist viel besser geworden.“

Die Spiele in Göttingen werden auch in Gedenken an die Rosdorfer Unternehmerin Michaela Hesse-Rettberg ausgetragen, die bei einem Verkehrsunfall verstarb. Sie hatte zu Spenden für die Blindenfußball-Nationalmannschaft aufgerufen, wobei über 20 000 Euro für deren Förderverein zusammenkamen. Vorsitzender dieses Fördervereins ist Rolf Husmann. (haz/gsd-nh)

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