FSC Lohfelden nach dem Neustart

Es muss nicht immer Hessenliga sein

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Auf geht’s: Die FSC-Mannschaft stimmt sich zum Spiel ein. Links Karl-Keinz Wegendt, dahinter Torhüter Maximilian Roß. 

Es läuft. Und das ist keine Selbstverständlichkeit. Denn die Fußballer des FSC Lohfelden standen vor dem Aus. Dann aber fand sich eine bunt zusammengewürfelte Mannschaft. Sie bewährte sich und geht als Siebter der Kreisliga A 1 in die Winterpause. Wie erlebten die Nachfolger des Hessenligisten den Neuanfang?

VON WOLFGANG BAUSCHER

Lohfelden – Es läuft. Und das ist keine Selbstverständlichkeit. Denn die Fußballer des FSC Lohfelden standen vor dem Aus. Dann aber fand sich eine bunt zusammengewürfelte Mannschaft. Die Bedenken waren groß, doch sie bewährte sich und geht als Siebter der Kreisliga A 1 in die Winterpause. Wie erlebten die Nachfolger des Hessenligisten den Neuanfang?

Nach dem Rückzug aus der obersten hessischen Spielklasse drohte zum Ende der vorigen Serie die Einstellung des Spielbetriebs. Aber nach einem Artikel dieser Zeitung meldete sich eine ganze Reihe von Spielern bei den Verantwortlichen, darunter FSC-Urgestein Goce Malinov, und erklärte ihre Bereitschaft, für den FSC zu spielen.

So begann für die Lohfeldener zum Saisonauftakt am 11. August bei der SG Escherode /Uschlag eine neue Zeitrechnung. Die 1:6-Schlappe war leicht zu verschmerzen, wichtig war der Neustart. Drei Tage später folgte schon der erste Sieg. „Nach einigen Anfangsschwierigkeiten, viele der Jungs hatten ja lange nicht gespielt, hat sich alles bei uns toll entwickelt. Wir haben eine super Mannschaft, mit Feras Avakhti einen super Trainer und dazu engagierte ehrenamtliche Helfer wie etwa Teammanager Lukas Gwozdz“, sagt Megdi Tafoski.

Rund 30 Spieler setzte der FSC bisher ein. „Manche sind nach Verletzungen wieder abgesprungen, andere hatten sich das Ganze eher hobbymäßig vorgestellt“, berichtet Tafoski. Andere kamen später hinzu, wie der frühere Hessenligaspieler Yusuf Barak. Inzwischen habe sich alles gefügt. „Es gibt einen guten Kern, die Mischung passt.“

Karl-Heinz Wegendt, 41, früher schon einmal beim FSC und beim OSC Vellmar, ist erfolgreichster Schütze mit sieben Treffern. Mit Markus Meibert spielt ein weiterer Routinier eine wichtige Rolle. „Er hechtet im Tor wie eine Raubkatze, obwohl er schon um die 50 ist“, sagt Tafoski. Meibert teilt sich den Platz zwischen den Pfosten mit dem 19-jährigen Maximilian Roß. Neben diesem bewährten sich aus dem eigenen Nachwuchs auch Henrik Gleim und Fatjon Susuri.

Dass es der FSC mit seiner Vergangenheit nicht leicht haben würde, war den Verantwortlichen klar. „Jeder will dich schlagen, jeder sieht nur den Namen und das Klubemblem. So ist das im Fußball“, betont Tafoski. Wie etwa beim 1:7 im Derby bei der Söhrewald: „Die haben sich gefreut wie die Schneekönige. Das musst du dir dann halt gefallen lassen.“

Nach erfolgreichem Neustart könnte der Verein laut Tafoski bald wieder etwas höhere Ansprüche verfolgen. „Es kann nicht unser Ziel sein, die nächsten fünf Jahre in dieser Klasse zu bleiben. Zumal wir nach dem drohenden Aus neben dem Namen und der tollen Infrastruktur nun wieder eine Basis haben. Und einen Kern von treuen Anhängern: „Das sind rund zehn ältere Jungs, die schon lange dabei sind. Sie kommen nun sogar nach auswärts mit und regen sich genauso auf wie früher in der Hessenliga.“ Foto: FSC Lohfelden/nh

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