Budenzauber bleibt attraktiv

Hallenfußball: Turniere in der Region weiter gefragt

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Den Ball im Blick: Vellmars Linor Demaj (rechts) nimmt es beim Turnier von Eintracht Baunatal mit Luca Trump (links) und Karim Kouay vom CSC 03 auf. 

Die große Zeit des Hallenfußballs ist Geschichte. Dennoch halten sich einige Turniere hartnäckig. So auch in der Region. Mit den Konkurrenzen des TSV Hertingshausen und des Tuspo Rengershausen endete nun die Saison. Eine Bestandsaufnahme.

„Klar, der große Boom ist vorbei. Aber so lange es funktioniert, die Zuschauer kommen und die Sponsoren sich engagieren, machen wir weiter“, sagt Stefan Morawak, Abteilungsleiter des GSV Eintracht Baunatal. An Möglichkeiten, die Turniere noch attraktiver zu machen, glaubt er nicht: „Die Leute wollen unterhalten werden und Tore sehen. Ein Rahmenprogramm irgendwelcher Art nutzt da wenig.“ Auch Moraweks Bedauern darüber, dass keine Hessenligisten am Start waren, hält sich in Grenzen. „Die wären zwar attraktiv, aber wir sind nicht darauf angewiesen. Trotzdem verfolgen wir unseren Anspruch, Fußball auf hohem Niveau zu bieten“, sagt er.

Den höchsten Zuschauerzuspruch erlebte wieder das Turnier der SG Ahnatal. Im Gegensatz zu manch anderem Veranstalter gibt es dort auch kein Problem, genügend  Teilnehmer zu finden. „Im Gegenteil. Wir sind von zehn Mannschaften schweren Herzens auf acht zurückgegangen, weil zu viele Fans in der Halle waren“, sagt Heiko Meyer. Die Erfolgsgeschichte des zum 38. Mal ausgetragenen Turniers sieht der Abteilungsleiter so begründet: „Das Gesamtpaket passt. Die Halle ist klasse, und nebenan in der Baude können die Leute noch lange zusammensitzen. Was sie vor allem am ersten und vierten Abend tun.“ Auch das Fehlen der Hessenligisten stellt hier kein Problem dar. „Wir hätten sie gern am Start, schauen aber auf kurze Anfahrtswege und Derbys. Die Nähe ist auch für die Zuschauer ein Argument.“, sagt Meyer. Und noch ein Punkt ist ihm wichtig: „Der ganze Ort hilft mit. Die Leute machen das gern, auch weil das Turnier zum guten Ruf der Gemeinde beiträgt.“

„Dass wir keine 300 zahlenden Zuschauer am Tag haben, ist klar. Aber es lohnt sich. Auch deshalb, weil wir in der Winterpause ja keine Eintrittsgelder bekommen und so doch noch Einnahmen haben“, sagt Thomas Otto. Bedauerlich findet der Hertingshäuser Abteilungsleiter zeitliche Überschneidungen. „Die Turniere der Eintracht und in Sand laufen ebenso parallel wie das Rengershäuser und unseres. Wegen der begrenzten Termine geht das wohl nicht anders. Aber wir kommen klar“, sagt er. Mit der Wahl der sympathischsten Mannschaft durch die Zuschauer ließ sich der TSV etwas Neues einfallen. Darüber hinaus sieht Otto wenig Chancen, das Turnier reizvoller zu machen. „Wir haben die Preisgelder erhöht. Aber man hatte den Eindruck, dass es dann auch etwas mehr zur Sache geht. Letztlich kommt es auf die sportliche Attraktivität an.“

So wie Morawek den Termin der Eintracht für 2021 schon gebucht hat, planen auch die Hertingshäuser schon für das nächste Jahr. Die Ahnaler schauen sogar noch weiter voraus. Sie freuen sich schon auf das 40-jährige Turnier-Jubiläum 2022.

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