Fußball ohne Kopfball

Wiederaufnahme des Trainings: Fragen und Antworten zu den HFV-Regeln

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Sehnsucht nach dem Sportplatz: Noch sind die Plätze wie hier das Stadion am Vellmarer Schwimmbad leer. Aber schon bald könnten die Fußballer darauf zumindest wieder trainieren.

Die Hoffnung der Fußballer ist groß, dass sie bald auf den Trainingsplatz zurückkehren. Nach den Lockerungen der Corona-Beschränkungen des Landes Hessen ist es eventuell schon in der kommenden Woche soweit. Der Hessische Fußball-Verband (HFV) hat Regeln zur Wiederaufnahme des Trainings aufgestellt.

Wir beantworten die wichtigsten Fragen zu den prägnantesten Punkten.

Was sind die grundsätzlichen Voraussetzungen?

Es ist nicht verwunderlich, dass die alltäglichen Grundregeln in der Corona-Pandemie auch auf dem Trainingsplatz eingehalten werden sollen. Das heißt: Mindestabstand 1,5 bis zwei Meter. Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen müssen auf dem Sportgelände eingehalten werden. Und es muss kontaktfrei ablaufen. Zweikämpfe sind verboten. Die Umkleidekabinen und Gastronomiebereiche bleiben geschlossen. Wer eine Toilette benutzt, muss diese danach desinfizieren. Es darf keine Zuschauer bei den Einheiten geben. Und auch für Hin- sowie Rückfahrt zum Training gibt es Vorstellungen: „Die Spieler reisen möglichst zu Fuß, mit dem Fahrrad oder in privaten PKW einzeln in Sportkleidung an.“ Fahrgemeinschaften seien nicht zulässig. Den Öffentlichen Nahverkehr darf ein Spieler bei der Abreise nur nutzen, wenn er die Kleidung gewechselt hat.

Welche Verbote fallen besonders auf?

Eines sticht sofort ins Auge: Kopfbälle sind nicht erlaubt. Auch auf Einwürfe muss verzichtet werden. Außerdem ist jeglicher Körperkontakt wie Handshake oder Abklatschen verboten. Na klar, das verstößt gegen das Abstandsgebot.

Welche Vorgaben gibt es für das Training?

Keine Frage, der Aufwand wird größer. Eine kleine Auswahl: Die Spieler sollen sich vor dem Beginn die Hände waschen. Die Trainer sollen Anwesenheitslisten und Checklisten zur Abfrage von Symptomen führen. Nur das nötigste Trainingsmaterial soll verwendet, Bälle und Markierungshütchen vor und nach der Trainingseinheit desinfiziert werden. Die Leibchen gehören entweder einem Spieler selbst oder werden danach „unter Verwendung von Einmalhandschuhen eingesammelt und bei 60 Grad gewaschen“. Und ein weiterer Punkt: „Die Spieler bewegen die Bälle auf dem Platz ausschließlich mit dem Fuß.“

Und was müssen Torhüter beachten?

Klare Anweisung an die Torhüter: Ihre Handschuhe müssen während des Trainings wiederholt desinfiziert werden. Außerdem sollen die Keeper ihre Gesichter mit diesen möglichst nicht berühren. Und ganz wichtig: „Die Handschuhe keinesfalls mit Speichel befeuchten“, heißt es in der HFV-Mitteilung.

Wie groß sollen die Gruppen laut HFV sein?

Der Verband empfiehlt „kleine, übersichtliche Trainingsgruppen“. Ein Trainer sei für maximal zehn Spieler zuständig. Auf dem Sportplatz sollen nicht mehr als 20 Spieler sein. Faustregel: Zehn Akteure pro Hälfte.

Wie sehen die Vorgaben für den Nachwuchs aus?

Zunächst soll das Training für die Teams U12 und älter wieder losgehen. Die Empfehlung des HFV: „Wiederaufnahme des Trainings für U11 und jünger, wenn Spieler Erfahrungen im Umgang mit den Hygiene- und Abstandsregeln in Schule oder Kita gemacht haben. Ein Zeitraum von zwei Wochen Schulerfahrung scheint angemessen.“

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