Fünf Gründe für Höhenflug des OSC 

Vellmar in Fußball-Verbandsliga die Mannschaft der Stunde

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Obenauf: Für Jannik Ziegler (rechts, gegen Türkgücüs Atakan Özdemir) und den OSC läuft es rund.

Es läuft rund bei Fußball-Verbandsligist OSC Vellmar. Nach schwachem Start blieb  das Team von Trainer Jörg Müller bei fünf Siegen zuletzt achtmal ohne Niederlage. Nach dem 7:1-Heimsieg am Samstag gegen Ehrenberg ist der OSC die Mannschaft der Stunde. Fünf nennen fünf Gründe des Höhenflugs.

1.Die Neuzugänge: Der elfte Tabellenplatz in der vergangenen Saison entsprach nicht den Ansprüchen des Hessenliga-Absteigers. Die Verantwortlichen zogen die richtigen Schlüsse. Die Mannschaft wurde gezielt verstärkt. Die beiden erfahrenen Mittelfeldspieler Dennis Schanze und Egli Milloshaj waren die Königstransfers. Schanze überzeugt mit seinem kämpferischen Einsatz, Milloshaj ist ein filigraner Techniker. Wichtig war aber auch die Verpflichtung von Christopher Löbel. „Er passt gut ins Gefüge“, stellt Kapitän Maik Siebert fest. Der OSC hatte Startschwierigkeiten, aber mittlerweile sind die Neuen gut integriert.

2.Das Personal: Das Gerüst des Teams stand im Prinzip. Die Führungsfigur Enes Glogic ist schon lange in Vellmar. Er fungiert seit dieser Saison als spielender Co-Trainer. Im Tor findet der 26 Jahre alte Tobias Schlöffel, der im Laufe der vorigen Spielzeit wieder beim OSC anheuerte, zunehmend zu alter Stärke zurück. Allerdings waren in der ersten Saisonphase immer wieder Leistungsträger leicht verletzt und fielen aus – so wie Glogic. Jetzt sind aber bis auf Stürmer David Kunz alle Spieler fit – und der OSC hat seinen Rhythmus gefunden.

3. Der Torjäger: Bei dieser Aufzählung darf einer nicht vergessen werden: Serkan Aytemür. Er ist der Robert Lewandowski des OSC. Kaum eine Begegnung ist in dieser Spielzeit vergangen, in dem der 23-Jährige nicht getroffen hat. Nur in vier Spielen zählte Aytemür nicht zu den Torschützen. In der Torjägerliste belegt er hinter Weidenhausens Sören Gonnermann (26 Tore) Rang zwei . Aytemürs Ausbeute: 19 Treffer in 18 Partien.

4.Die Stabilität: Lange Zeit suchte der OSC in dieser Saison nach Konstanz. Auf die 0:8-Klatsche zum Auftakt in Flieden folgte ein 3:1-Erfolg in Ehrenberg. Und auch in den folgenden Wochen wechselten sich Hochs und Tiefs munter ab. Anfang September drückten die Niederlagen in Sandershausen (2:3) und gegen die SG Johannesberg (1:2) noch einmal so richtig aufs Gemüt.

Von da an aber ging es bergauf. Die Vellmarer traten stabiler auf, zeigten nun gute Leistungen über 90 Minuten. Auch von Rückschlägen im Spiel erholt sich der OSC mittlerweile besser. „Wir sind im Vergleich zum vergangenen Jahr eine richtig tolle Gemeinschaft, sonst wäre der Aufschwung so nicht möglich gewesen“, sagt Siebert.

5.Das Spielsystem: Die Vellmarer sind mit ihrem Spielsystem flexibler geworden, sie können auch während der Partie reagieren. „Ohne es großartig trainiert zu haben, sind wir mit unserer Erfahrung inzwischen in der Lage, von Vierer- auf Dreier-Kette und zurück zu wechseln“, sagt der Kapitän. Foto: Wolfgang Bauscher

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