Vor Heimspiel gegen Hombressen/Udenhausen

Werner startet bei Fußball-Verbandsligist CSC 03 Kassel durch

+
Schneller Antritt: Maximilian Werner (in Rot) vom CSC 03, hier gegen Sandershausens Felix Stengele, will seinen Gegnern auch am Samstag davonlaufen. 

Trotz vieler prominenter Verstärkungen, die sich zu dieser Serie dem CSC 03 Kassel anschlossen, behaupteten sich auch Spieler, von denen man das so nicht unbedingt erwarten konnte. Bestes Beispiel ist Maximilian Werner. Auch am Samstag gegen die SG Hombressen/Udenhausen (14.30 Uhr, Jahnkampfbahn) ist der Angreifer gesetzt.

In 16 von 17 Spielen der Rothosen stand Werner in der Startelf, einmal fehlte er leicht angeschlagen. Mit acht Treffern ist er zudem erfolgreichster Schütze der 03er. Zum engsten Stamm zählte er auch in der Runde zuvor, musste sich aber damals nicht gegen so hochkarätige Rivalen behaupten wie diesmal. Was aber macht ihn diesmal so stark? „Ich spiele jetzt meistens da, wo ich mich am wohlsten fühle, in der Spitze, nicht auf dem Flügel. Und das eine oder andere Tor kommt ja auch hinzu“, sagt Werner und denkt nicht zuletzt an die beiden am vorigen Wochenende beim 2:2-Remis in Johannesberg.

Doch der 24-Jährige nennt noch einen Grund für die gute Form: „Rein sportlich gesteigert habe ich mich gar nicht so sehr. Aber in meinem Leben und meinem Umfeld stimmt momentan alles. Der Kopf ist frei, und ich kann befreit aufspielen.“

Das war nicht immer so. Denn nachdem er vom TSV Rothwesten zum KSV Baunatal gewechselt war, lief es nicht nach Wunsch. In zwei Spielzeiten brachte es Werner auf 25 Hessenliga-Einsätze. Etablieren konnte er sich, auch wegen einer langwierigen Schambeinentzündung, nicht. Nachdem er ein halbes Jahr lang vereinslos war, holte ihn Trainer Lothar Alexi zur Jahnkampfbahn. „Das hat gepasst und war die richtige Entscheidung. Ich bin dankbar für die Chance und das Vertrauen“, sagt Werner.

Werner absolviert ein Duales Studium und setzt damit neben dem Fußball einen weiteren Schwerpunkt. „Zumal ich ja nie gedacht habe, im Fußball besonders weit kommen zu können. Hoffnungen wie jeder andere hatte ich natürlich schon, habe mir aber immer realistische Ziele gesetzt. Geplatzte Träume gibt es daher bei mir nicht“, sagt der Stürmer.

Dass die Rothosen als Achter nicht ganz oben mitspielen, wie es ihnen zugetraut worden war, bedauert Werner. Aber auch wenn die Mannschaft fünfmal ohne Niederlage blieb und sich immer geschlossener präsentiert, schaut er nicht zu weit nach oben.

„Wir kennen die Realitäten. Der Abstand zur Spitze ist zu groß“, sagt er vor dem Duell mit Hombressen/Udenhausen. Die Kasseler sind Favorit und wollen ihre Serie ausbauen. Und auch wenn es mit dem Aufstieg diesmal vermutlich nicht klappt, hätte Werner nichts dagegen, noch einmal in der Hessenliga aufzulaufen. „Mit 03, das wäre schon gut.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.