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Trainer Gutmann und Schilling verlassen Mengeringhausen im Sommer

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Von: Gerhard Menkel

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Andre Gutmann (rechts) und Marcel Schilling begrüßen einen Sieg.
So viel gute Laune ist gerade nicht die Regel: Andre Gutmann (rechts) und Marcel Schilling begrüßen einen Sieg. Den TuSpo-Dress tragen sie noch bis Saisonende. © Artur Worobiow

Der TuSpo Mengeringhausen steht vor einer personellen Zäsur. Der Spielertrainer des Gruppenliga-Teams, Andre Gutmann, und sein Co. Marcel Schilling lassen ihren Vertrag Ende Juni auslaufen.

Mengeringhausen - Der TuSpo selbst hätte mit beiden gern für die Saison 2022/23 verlängert, wie Thomas Mertens, Geschäftsführer der Abteilung, mitteilte. Er selbst ist ebenfalls Teil der Personalien: Nach 25 Jahren legt er am Ende der Spielzeit sein Amt als Betreuer der Reserve nieder.

Gutmann kam zur Saison 2020/21 an die Hagenstraße, Schilling sprang kurzfristig ein, als Oliver Hintschich im vergangenen August als Coach zurückzog. „Mit der Arbeit beider Trainer waren beziehungsweise sind wir trotz des letzten Tabellenplatzes in der Gruppenliga – unter Einbeziehung aller Begleitumstände – sehr zufrieden“, erklärte Mertens. „Wir bedauern diese Entscheidung zutiefst, gleichwohl wir sie natürlich akzeptieren.“

Gutmann: Abstand vom Fußball

Mertens betonte, die Trennung erfolge nicht im Bösen. „Es ist nichts zwischen Trainer, Mannschaft und Verein vorgefallen“, sagte er. „Es sind persönliche Gründe“, bestätigte Gutmann (34). „Vielleicht tun mir eine Pause und Abstand vom Fußball auch mal ganz gut.“

Schilling will bauen und außerdem promovieren, zusätzlich zum Job. „Das verträgt sich dann nicht mit dem Aufwand, den man für die Gruppenliga oder auch die Kreisoberliga bringen muss“, sagte er. Zumal er Ansprüche an sich selbst stelle. Dass auch Gutmann aufhört, habe ihm den Abschied leichter gemacht.

Die Sparte hoffe, „zeitnah einen neuen Trainer präsentieren zu können, der unabhängig von der Ligazugehörigkeit für die neue Saison seine Zusage gibt“, so Merzens. Die erste Mannschaft ist derzeit Schlusslicht der Staffel 1 der Gruppenliga.

Während sie sich nach wie vor Chancen auf den Klassenerhalt ausrechnet, geht es für die Reserve darum, die Abstiegsrunde der Kreisoberliga ordentlich zu Ende zu bringen. Sie muss in der neuen Saison einen Neuanfang wahrscheinlich in der Kreisliga A starten; Mertens wollte auch eine Klasse tiefer nicht ausschließen.

Mertens: Eine Vielzahl von Gründen

Der 45-Jährige hatte schon vor drei Jahren aufhören wollen. Erst kam ihm ein Unfall und eine Auszeit für eine Saison dazwischen („so wollte ich nicht abtreten“), dann reizte ihn der überraschende KOL-Aufstieg seines Teams nach der ersten Corona-Saison zum Weitermachen.. „Für den TuSpo II war das schon noch mal ein Highlight“, sagte er.

Porträt Thomas Mertens
Thomas Mertens © bb

Mittlerweile ist die Ernüchterung groß, zu wenige Spieler zogen mit. „Dass mich ein Großteil der Jungs auf den Topf setzt und wenig bis gar kein Engagement mehr bringt, hat die Entscheidung beeinflusst“, sagte Mertens. Es gebe aber eine Vielzahl von Argumenten. Nicht zuletzt, befand er, müsse nach 25 Jahren auch mal „neuer Wind rein“. Ihm selbst fehle zu den ganz jungen Spielern allmählich der Bezug-.

Mit Mertens hört im Sommer auch sein Betreuerkollege Sascha Klein auf. Beide wollen weiter im Abteilungsvorstand führend mitarbeiten; Klein ist stellvertretender Geschäftsführer Sport. Für die Betreuung der Reserve soll eine vereinsinterne Lösung her.

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