5:2-Sieg im Finale über SG Bad Wildungen/Friedrichstein

TSV Altenlotheim neuer Kreispokalsieger

Jubelnde Fußballer des TSV Altenlotheim
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Jubel nach dem Ausgleich: Die Fußballer des TSV Altenlotheim feiern das 2:2 von Patrick Wissemann (vorn links).

+ + + Aktualisiert + + + Der TSV Altenlotheim ist neuer Waldecker Kreispokalsieger. Im Endspiel bezwangen die Gastgeber die SG Friedrichstein/Bad Wildungen mit 5:2 und wurden Nachfolger des SC Willingen.

Altenlotheim - 300 Euro, Bierprämie des Wettbewerbs-Sponsors (Bitburger) und vielleicht ein attraktiver Gegner im Hessenpokal: Das sind, neben dem sportlichen Ruhm, die Prämien für den TSV Altenlotheim, seit Samstag Waldecker Kreispokalsieger der Saison 2020/21.

Das interessante und gutklassige Endspiel hatte mehr als die knapp 150 Zuschauer verdient – der zu Beginn der Partie einsetzende Regen schreckte wahrscheinlich manchen Fan ab. Den besseren Start auf nassem Rasen legten die Gäste hin. Schon nach acht Minuten erzielte Waldemar Schubert nach einem groben Abwehrfehler des TSV die Führung. Altenlotheim zeigte sich unbeeindruckt, und schon zwei Minuten später verpasste Christian Schmid mit einem Lattenkracher den Ausgleich.

Versäumtes holte Schmid rasch nach: Nach einem leichten Tritt von Johannes Süring im Strafraum gegen den Altenlotheimer Spielertrainer Robin Wissemann zeigte Schiedsrichter Peer Ehringhausen sofort auf den Punkt. Schmid verwandelte den Strafstoß zum 1:1 (14.).

Beim 1:2 Julian Schneider im Pech

Der Ausgleich tat dem Spiel des TSV gut. „Danach haben wir uns kurzzeitig gefangen und ordentlich gespielt“, fand Robin Wissemann. Bis zum 1:2. Es entsprang einer unglücklichen Situation. Die Wildunger hatten erfolgreich nachgesetzt, ein Schrägschuss prallte an den Innenpfosten und von dort ans Knie von Julian Schneider, vor zwei Jahren noch im Trikot der SG (33.).

„Danach haben wir nicht mehr das gespielt, was wir uns vorgenommen haben, und somit die Linie verloren“, so Wissemann. In der 43. Minute besaß Schubert die Möglichkeit zum Wildunger 3:1, doch Torwart Dennis Mattersberger klärte per Fußabwehr.

Mit dem Pausenstand war Frank Vester nur bedingt zufrieden, „Es war eine offene erste Halbzeit. Mit etwas Glück hätten wir mehr herausholen können, doch wir haben zu viele Bälle einfach nicht gut zu Ende gespielt“, sagte der Trainer der Wildunger Reserve, die im Vorjahr hauptsächlich im Kreispokal gespielt hatte.

Vester als fairer Verlierer

Nach der Pause traten die Gastgeber viel druckvoller auf. „Wir haben in der Kabine klar angesprochen, was unserem Spiel fehlte“, verriet Wissemann. Die nun spielbestimmende Mannschaft drehte die Partie Innerhalb von nur vier Minuten.

Vor dem Ausgleich bekam die Gästeabwehr den Ball nicht aus der Gefahrenzone und Patrick Wissemann schob aus acht Metern zum 2:2 ein (49.). zum 3:2 köpfte Nils Backhaus einen Eckball unbedrängt ein (53.). „Altenlotheim hat in dieser Phase die Standards vorbildlich genutzt. Nach hinten heraus hatte der TSV den längeren Atmen und absolut verdient gewonnen“, zeigte sich Frank Vester als fairer Verlierer. Sein Team lobte er gleichwohl: „Wir haben in dieser Besetzung ein richtig gutes Spiel geliefert.“

Altenlotheim gab die Partie nun nicht mehr her, und nach dem 4:2 durch Kapitän Sascha von Drach, der einen schnellen Angriff überlegt abschloss, war die Sache entschieden. Der letzte Treffer fiel in der 85. Minute; die Frage, ob er ein Eigentor von Keeper Köhler war oder Marc-André Garthe zugerechnet werden muss, war unter dem Strich egal. Kai Bremmer hatte eine Eck scharf hereingetreten, Köhler den Ball nicht festhalten können – Garthe stocherte nach, vor oder hinter der Linie.

Flugeinlage: Christian Schmid, Altenlotheims Nummer 20, kommt im Zweikampf mit dem Wildunger Kai Döhring zu Fall. Sein Kollege Manuel Neuschäfer scheint zu protestieren, links im Hintergrund Florian Bruder.

Noch eine spektakuläre Aktion bekamen die Zuschauer zu sehen: TSV-Keeper Dennis Mattersberger klärte einen Kopfball aus fünf Metern von Tom Windhausen. Danach feierten die Gewinner, und Robin Wissemann nannte sein Wunschlos für die erste Runde: „Natürlich Hessen Kassel. Wenn das nicht klappt, dann natürlich der FC Ederbergland.“ Sein Ex-Verein; Reginalligist Hessen Kasel ist in der ersten Runde noch nicht im Lostopf..

Einen besonderen Abschied bekam der Wildunger Carsten Laun in seiner letzten Partie für die SG: Beide Mannschaften standen beim Betreten des Platzes Spalier für den künftigen Trainer der SG-Reserve. Kurz vor dem Abpfiff verließ er unter großem Applaus das Spielfeld. Ein Vorbild sagt tschüss. ( bb)

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