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TuSpo erkämpft zu Zehnt ersten Heimsieg der Saison

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Von: Gerhard Menkel

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Porträt Daniel Sinemus
Erzielte zum 1:0 sein erstes Saisontor in der Liga: Daniel Sinemus. © bb

Der TuSpo Mengeringhausen hat gleich zwei Minusserien gestoppt: Mit dem 2:1 (2:0) gegen den TSV Mengsberg gewann der Gruppenligist sein erstes Heimspiel der Spielzeit und gleichzeitig nach vier Pleiten erstmals wieder.

Mengeringhausen - Die Erleichterung nach dem Abpfiff war an vielen Gesten der Grün-Weißen sichtbar. Die Mannschaft stimmte mal wieder ihren Hammer-Song an, Trainer Patrick Gries entfuhr ein ganz langes „Jaa“. Die Reaktion hatte auch mit der Art und Weise dieses Erfolgs zu tun. Er war mindestens mal schwer erkämpft, vielleicht sogar erzittert, denn in den spannenden letzten 15, 20 Minuten übten die Gäste Dauerdruck auf das Mengeringhäuser Tor aus.

„Die drei Punkte sind eklatant wichtig, mir ist ein Stein vom Herzen gefallen“, bekannte Gries. Den Abpfiff hatten nur zehn TuSpo-Spieler auf dem Platz gehört. Yannic Weiss, eine Stütze des TuSpo-Spiels, hatte in der 75. Minute für ein Foul die Gelb-Rote Karte gesehen, was deshalb ärgerlich war, weil er die erste Gelbe wegen Ballwegschlagens kassiert hatte.

Beide TuSpo-Tore fallen kurz vor der Halbzeit

„Wir waren bis dahin die bessere Mannschaft, die auch mehr Leidenschaft und Willen gezeigt hat“, fand Gries. Als ausgesprochen „Dreier“-freundlich erwies sich auch der Zeitpunkt der beiden Treffer in den letzten fünf Minuten vor der Halbzeit.

Bis dahin hatte der TuSpo viel investiert und dem mitunter abgeklärteren Mengsberger Spiel großen Einsatz und eine starke Defensive entgegengesetzt. Bis auf den Schuss von Alexander Fey aus acht Metern am Tor vorbei (13.), ließ die wieder vom kompromisslos agierenden Nico Müller organisierte Defensive nichts zu.

Ihre Angriffe trugen die Gastgeber mal zu hektisch, mal nicht schnell genug vor. Dominik Lüdtke spielte bei allem Bemühen oft unglücklich. Bis zu den Toren war Mengeringhausen genau zweimal gefährlich geworden. Giulian Braun köpfte einen langen Ball an den Außenpfosten (12.), Max Jakobschak schoss nach einem schönen Angriff über Müller aus 18 Metern klar am linken Pfosten vorbei (41.).

Zwei Treffer in gut zwei Minuten

Zwei Minuten später hieß es 1:0. Bei einem Eckball von Braun kam Daniel Sinemus nur wenig bedrängt zum Kopfball und netzte ein. (43.) Ein Verteidiger-Tor. Das zweite folget mit dem Halbzeitpfiff. Weiss fing einen von Mengsberg abgewehrten Eckball aufmerksam ab, passte zu Dennis Jakob, dessen Flanke Müller cool einnickte. Beide Schützen trafen erstmals in dieser Saison.

Aus der Kabine kamen die Gäste mit einer Körpersprache, die sagte: Wir sind hier noch lange nicht fertig. Schon in der 47. Minute besaßen sie ihre bis dahin beste Gelegenheit, als Fey nach einem Steckpass frei zum Schuss kam, Torwart Moritz Föll aber mit Glanzparade hielt. Zwei Minuten später lenkte der Keeper einen Schuss von Andre England auf die Latte.

Der TSV erzielte eine Serie von Eckbällen und immer wieder Freistöße, doch nicht die klaren Chancen. Umgekehrt wurde Braun bei einem satten Schuss, der vielleicht gesessen hätte, noch abgeblockt (59.).

Erst Müller raus, dann Weiss

Kurz darauf musste Müller mit Verdacht auf Zerrung raus (64.); für ihn kam Luca Lüther. Jakob ging zurück in die Kette, die Defensive mit den beiden guten Sechsern Tim Sommer und Marlon Paul hielt bis zur 78.. Minute, dann erzielte Jan-Niklas Brandner nach einer Ecke flach ins rechte Eck den Anschluss für Mengsberg. Der TSV zog ein kleines Powerplay auf, das der TuSpo kaum mal durchbrechen konnte; ein Kopfball von Yannik März war die gefährlichste Aktion (85.).

Nachdem Jakob im Zentrum in der dritten Minute der Nachspielzeit noch einmal geklärt hatte, war der Sieg perfekt. Gries freute sich sichtlich: „Das war eine geschlossene, sehr gute Mannschaftsleistung“, sagte er: „Da müssen wir jetzt weitermachen.“

Auch Kapitän Müller lobte den Auftritt des Teams. Zwar konnte er der Aussage, dass die Abwehr nicht nur wegen der beiden Verteidigertore die Partie gewonnen habe, durchaus was abgewinnen, betonte aber: „Die Jungs haben alles reingeworfen, jeder hat für den anderen gekämpft. Das war endlich mal wieder eine geschlossene Teamleistung.“

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