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Krasser Einbruch des TuSpo beim 0:5 gegen Wolfhagen

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Von: Gerhard Menkel

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Timo Wiegand (rechts) jagt dem Ball hinterher, der Mengeringhäuser Yannic Weiss macht mit; hinten Dennis Jakob.
Attacke: Doppel-Torschütze Timo Wiegand (rechts) jagt dem Ball hinterher, der Mengeringhäuser Yannic Weiss macht mit; hinten Dennis Jakob. © Artur Schöneburg

Eine Halbzeit lang hat der TuSpo Mengeringhausen dem FSV Wolfhagen brillant widerstanden. Am Ende der Gruppenliga-Partie am Donnerstag Abend in Bründersen stand dennoch eine heftige 0:5 (0:0)-Pleite.

Bründersen – Es war die erste Niederlage der Saison auswärts für das Team von Patrick Gries, die zweite insgesamt. Die Sieger kehrten mit ihrem sechsten Sieg an die Tabellenspitze zurück.

Die Niederlage des TuSpo an sich ist kein unerwartetes Ereignis. Ärgerlich macht sie die Art und Weise ihrer Entstehung. Die Gäste veränderten nach der Pause Körpersprache, Spannung, Disziplin und Zweikampfstärke zum Schlechteren. „Unerklärlich“, fand Trainer Gries den krassen Abfall.

Der FSV hatte vom Anpfiff an Betrieb gemacht; dabei fehlte Torjäger Tjarde Bandowski, der arbeiten musste. Sein Bruder Malte lenkte von der Sechser-Position aus das Spiel des Favoriten., der mit schnellem Direktspiel Druck auf die TuSpo-Abwehr auszuüben suchte.

Die Gäste hielten konsequent dagegen. Sie standen kompakt, gewannen viele Zweikämpfe, und in der Innenverteidigung räumte Nico Müller auch dank guten Stellungsspiels fast alles ab.

Ein Außenristschuss von Demetrio D"Agostino, der in der TuSpo-Abwehr hängenblieb, löste erstes Raunen unter den etwa 200 Zuschauern aus (16.). Fünf Minuten später zog der prima freigespielte Oliver Schweitzer ab, Torwart Moritz Föll parierte stark. Das war"s mit Wolfhager Gelegenheiten. Selbst ein früher Doppelwechsel von FSV-Trainer Valentin Plavcic brachte zunächst nichts.

Zur Pause schien vieles für den TuSpo möglich

Umgekehrt kamen die Gäste mit ihrer Nadelstich-Taktik im Angriff einmal durch, als Pascal Löhndorf Keeper Sebastian Schmidt prüfte (29.). Mit dem Pausenpfiff dachte man: Das kann eine Überraschung werden.

Vier Minuten nach Wiederanpfiff lag dieses Gedankengebäude in Trümmern. Mit einem abgefälschten Schuss in einer harmlosen Situation brachte der eingewechselte Julius Knatz den FSV nach vorn.

Seine Spieler hätten schon am Ende der ersten Halbzeit angefangen, nach „Fehlpässen rumzukritteln und nicht mehr so als Mannschaft aufzutreten, wie sie es 43 Minuten lang sehr gut gemacht haben“, sagte Gries und fand: „Nach dem 1:0 sind wir als Mannschaft völlig auseinandergebrochen. So kann man in der Gruppenliga kein Spiel gewinnen, schon gar nicht gegen einen solchen Gegner, der wirklich gut war.“

Vier weitere Treffer des FSV innerhalb von 20 Minuten

Das 2:0, wieder durch Knatz, wieder von halblinks, fiel nach einem Konter, den der FSV nach einem Abschlag Fölls flott nach vorne trug (56.). Nach dem Ballverlust von Yannic Weiss spielte Bandowski sofort Timo Wiegand frei, der überlegt zum 3:0 abschloss (62.).

Das 4:0 erzielte Bandowski mit einem herrlichen Heber selbst (72.), das 5:0, wieder von Wiegand, fiel nach einer Balleroberung und blitzschnellem Vorstoß (75.). Der TuSpo gewann kaum noch Zweikämpfe, fand im Angriff nur noch einmal statt: Als der eingewechselte Felix Piechulek die Hereingabe von Giulian Braun knapp verfehlte (81.).

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