"Wunsch der Mannschaft"

Paukenschlag beim SC Willingen: Entlassung von Trainer Uwe Schäfer

Willingen. Der Weltcup der Skispringer am nächsten Wochenende ist in aller Munde, für den Paukenschlag sorgten aber die Fußballer des Ski-Clubs Willingen.

Uwe Schäfer wurde am Freitag als Trainer der Verbandsliga-Elf entlassen. Der Nachfolger wird an diesem Sonntag zum Start der Vorbereitung vorgestellt. Abteilungsleiter Matthias Wilke verwendete in einer ersten Stellungnahme die übliche Formulierung „in beiderseitigem Einvernehmen“. Schäfer selbst war zunächst nicht zu einer Aussage bereit, er müsse das erst einmal verdauen.

Eine Verlängerung des Engagements des Bad Arolsers über den Sommer hinaus war schon länger fraglich. Offenbar hatte er nicht mehr den nötigen Rückhalt in der Mannschaft. „Sie hat sich im Training unterfordert gefühlt“, nannte Wilke denn auch als einen Hauptgrund für die Trennung. Die Fußballer sprachen sich in der vergangenen Woche dem Vernehmen nach komplett für eine sofortige Reaktion des Vorstands aus.

„Es war der Wunsch der Mannschaft mit einem neuen Trainer weiterzuarbeiten“, so Wilke. Der Vorbereitungsplan auf die Restrunde sei nicht ausreichend. Schäfer wollte das Team in dreieinhalb Wochen fit machen. Nach Ansicht der Spieler und auch des Vorstands offensichtlich zu wenig, um wieder erfolgreicher zu werden. Als Tabellenzwölfter liegen die Upländer nur einen Zähler vor den Abstiegsplätzen.

Schäfer hatte die Willinger im Sommer 2015 von Bernd Keindl und Ulrich Schwalenstöcker übernommen. Nach einer schwierigen Saison mit viel Verletzungspech und einem Punktabzug wegen fehlender Schiedsrichter wurde der Klassenerhalt geschafft. Die vergangene Saison 16/17 war mit Platz sechs die erfolgreichste der Upländer seit vielen Jahren.

Der von Schäfer angesetzte Trainingsauftakt an diesem Sonntag bleibt bestehen. „Wir stellen den neuen Trainer vor“, erklärte Wilke. Der Nachfolger von Schäfer ist eine Interimslösung bis zum Sommer – den Namen wollte der Abteilungschef vorher nicht nennen.

Rubriklistenbild: © Artur Worobiow

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