Verbandsliga: Dritter Auswärtserfolg

SC Willingen siegt 4:1 bei SG Barockstadt II

Sebastian Müller (SC Willingen) mit Ball.
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Zweifacher Torschütze des SCW in Lehnerz: Sebastian Müller.

Dritter Auswärtssieg für den SC Willingen: Mit dem 4:1 (2:1) bei der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz II setzten sich die Upländer erst mal auf Platz sieben der Verbandsliga Nord ab.

Lehnerz - Trainer Dardan Kodra schien nach dem Abpfiff beinahe schon euphorisiert zu sein. Jedenfalls fand er, die Mannschaft habe ihre „modifizierte DNA“ auf den Platz gebracht, der „neue Weg des SCW“ sei zu sehen gewesen. Kurzum: „Wir haben uns von einer sehr guten fußballerischen Seite gezeigt.“ Doppeltorschütze war Sebastian Müller, außerdem trafen Eric Kroll und Florian Heine.

Allerdings: Die junge Hessenliga-Reserve war nur bedingt ein Prüfstein. In Nöte brachte sie ihren Gast selten. Die Upländer taten das Ihre dazu. „Wir haben relativ aggressiv gegen den Ball gearbeitet“, sagt Kodra. Er und Rainer Schramme hatten in der Abwehr umgestellt, Nick Bärenfänger begann rechts in der Kette, neben ihm spielte Sören Vogel als Partner von Jan-Niklas Albers in der Innenverteidigung.

Die Abwehr begann konzentriert und bot Barockstadt wenig Ansätze, torgefährlich zu werden. Die SG spielte nach vorn mit vielen langen Bällen, allerdings oft ungenau und ohne Wumms. Die einzige nennenswerte Szene in der 12. Spielminute, als Maurice Weitzel zum Abschluss kam, Torhüter Yannick Wilke den harmlosen Schuss der Fuldaer Spitze aber locker festhielt.

Mit Doppelschlag zur Führung

Die Willinger hatten da schon mehr zu bieten. Sie zwangen den Gegner immer wieder zu Fehlern und setzten schnelle Konter. Gleich ihre ersten beiden guten Aktionen saßen. Die Führung in der 22. Minute: Sebastian Müller startete im Mittelfeld ein unwiderstehliches Solo, das er mit einem unhaltbaren Schuss aus zwölf Metern ins kurze Eck abschloss.

Eine Minute später das 2:0 für den SCW: Jan-Henrik Vogel erkämpfte sich mit Mittelfeld den Ball, setzte Eric Kroll ein, der zentral aus zwölf Metern traf. Die Upländer ließen es nun etwas lockerer angehen, sie setzten nicht nach und bekamen die Quittung. Anto Vinojcic verwandelte eine Ecke flach und direkt zum Anschlusstreffer für die SG (32.).

Ein Tor wie aus dem Nichts, und fortan war die Heimelf etwas besser im Spiel. Aber nicht lange. Mit dem 3:1 durch Müllers zweiten Treffer war das Ding durch. Vogel hatte erneut den Ball im Mittelfeld erobert und die SCW-Spitze eingesetzt, Müller zog aus 16 Metern ab (57.).

Die Upländer hatten mit ihrem fortwährenden Pressing die Partie weiter im Griff. Zweimal allerdings musste Keeper Wilke trotzdem glänzen. Nachdem Albers bei einer Flanke von rechts über den Ball getreten hatte, parierte Wilke mit der Fußspitze klasse gegen den Schuss von Tobias Göbel aus fünf, sechs Metern (58.). Beim Flachschuss von Felix Schütz aus dem Gewühl heraus war er blitzschnell unten und wehrte zur Ecke ab (73.).

Die besseren Torgelegenheiten besaß der SCW mit seiner Nadelstichtaktik. In der 61. Minute wurde der einschussbereite Kroll zur Ecke geblockt. Zwei Minuten später zog Heine den Ball nach Zuspiel von Müller den Ball am langen Winkel vorbei, dann traf er, wieder auf Müllers Vorlage, das Außennetz (76.) .

Zwei Minuten danach klappte es, als Heine am Strafraum den Ball erhielt, seinen Gegenmann ausspielte und trocken abschloss. 4.1 für den SCW, genau wie im Pokal am Mittwoch. „So langsam“, sagte Dardan Kodra, „werden wir für unseren Aufwand belohnt.“

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