Enttäuschendes 1:1 des Verbandsligisten

SC Willingen verschenkt den Sieg in Thalau

Porträt Florian Heine
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Erst starker Vorbereiter, dann Pechvogel am Punkt: Florian Heine.

Enttäuschendes Unentschieden für den SC Willingen beim FSV Thalau: Der heimische Fußball-Verbandsligist vergab eine Fülle von Torchancen und verschoss sogar einen Strafstoß. Die Quittung: ein 1:1.

Thalau - Die Stimmung bei Spielern und Offiziellen der Upländer bewegte sich nach dem Abpfiff irgendwo zwischen fassungslos und deprimiert. „Es fühlt sich wie eine Niederlage an“, sagte Trainer Dardan Kodra, und er sagte auch, warum: „Aufgrund der zahlreichen Torchancen und der spielerischen Dominanz musst du das Spiel gewinnen.“

Der SCW hatte Dauerballbesitz, kontrollierte die Partie von Anfang bis Ende und hielt Thalau mit frühem Pressing beständig vom eigenen Tor fern. Mit einer Ausnahme. In der 69. Minute verlor Außenverteidiger Jonah Schilling an der Außenlinie den Ball gegen Florian Storch, dessen Hereingabe verwertete Ahmed Emre Aydogan mit Hilfe des Innenpfostens vom Strafraumeck aus zum 1:1. Glücklicher kann ein Ausgleich kaum sein, er entsprang der einzigen Tormöglichkeit des FSV im kompletten Spiel.

„Das darf uns nicht passieren, dadurch haben wir uns um den Lohn gebracht“, sagte Kodra. Allerdings hätte Thalaus Tor keineswegs den Punktverlust besiegeln müssen. Die Upländer besaßen weitere Chancen, auf 2:1 zu stellen. In der 71. Minute scheiterte Jan-Niklas Albers an FSV-Torwart Markus Herber, der kurz vor Schluss dann die Willinger endgültig auf nahe den Gefrierpunkt abkühlte.

Heine scheiterte mit Handelfmeter am Torwart

Florian Heines Schuss landete am Arm des Thalauer Abwehrspielers Daniel Zimmer, den fälligen Elfmeter trat er selbst - und Herber parierte Heines halbhoch geschossenen Versuch (87.). „So passt dann halt alles zusammen und du fährst nur mit einem Punkt nach Hause“, stellte Trainer Kodra fest.

Die Upländer hatten den Ball schon in der 6. Spielminute das erste Mal im Netz untergebracht. Heine traf aus 16 Metern mit einem Heber über Herber, doch Schiedsrichterin Wiebke Schneider pfiff ab - sie wertete einen Körperkontakt Heines mit einem Gegenspieler als Foul.

Das Tor fiel sieben Minuten später, Heine fand sich nun in der Rolle des Wegbereiters. Sein klasse Ball in die Schnittstelle erreichte auf links Jonathan Vach, der Herber ausspielte und locker ins lange Eck abschloss. Der erste Verbandsliga-Treffer des Neuzugangs aus Goddelsheim.

Thalau hielt den Gegner dann längere Zeit von gefährlichen Aktionen ab, hatte selbst gegen die SCW-Abwehr mit seinen langen Bällen jedoch nichts zu melden. In der letzten Phase der ersten Halbzeit dann schien Willingen das 2:0 nachlegen zu wollen. Heines Vorstoß endete mit Bodenkontakt am Strafraum (39.), der Schoss von Eric Kroll flog am Winkel vorbei (40.), und Sebastian Butz hieb nach Hereingabe von Sean Querl über den Ball (43.).

Willinger „Einbahnstraßenfußball“

Die Großmöglichkeit schlechthin ließ Vach aus. Nachdem Butz von links in die Mitte geflankt hatte, drehte sich der Neuzugang schön um die eigenen Achse, hatte freie Bahn aus neun, zehn Metern - traf aber das Spielgerät nicht wie gewollt (44.).

Nach der Pause ging es so ähnlich weiter. „Einbahnstraßenfußball“, konstatierte Teammanager Andreas Penzenstadler. Vach nach einem schnellen Vorstoß mit einem zu ungenauen Abschluss (53.), Heine Schuss aus spitzem Winkel am langen Pfosten vorbei (55.) und der Ball von Jan-Henrik Vogel aufs kurze Eck, wo Herber parierte (66.) - eine Auswahl an guten Aktionen, die nichts einbrachten.

Dardan Kodra sinnierte danach, seine Mannschaft habe fast alles richtig gemacht. Das 2:0, das habe halt gefehlt. Es brauche jetzt wohl ein, zwei Tage, um das Ergebnis zu verdauen. Der Trainer wollte nicht alles schlecht sehen und meinte, es gelte, die positiven Dinge, „die ja auch da waren“, aus der Partie zu ziehen.

„Wir müssen sehen, dass wir uns zeitnah belohnen für unseren Aufwand.“ Gelegenheit gibt es am Freitag im Heimspiel gegen den SSV Sand, der sein Heimspiel gegen die SG Ehrenberg mit 5:0 gewann.

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