Vellmars tolle Serie gerissen

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Sicher gemacht: Vellmars Tolga Yantut (links) schirmt den Ball vor dem heranstürmenden Fliedener Chr istian Bohl, bei der 0:1-Niederlage des OSC, geschickt ab. 

Kleiner Auftakt zum Auftakt der Restrunde in der Verbandsliga

Zum Auftakt in die Restrunde riss im Schlagerspiel der Fußball-Verbandsliga die Erfolgsserie des OSC Vellmar. Nach zehn Spielen ohne Niederlage musste sich die Mannschaft um Trainer Jörg Müller trotz ansprechender Leistung mit 0:1 (0:0) gegen Buchonia Flieden geschlagen geben.

Es dauerte gut 15 Minuten bis die Gastgeber im Spiel waren. Bis dahin aber hätten die routinierten Gäste bereits in Führung liegen können. Zunächst nickte Christian Kress einen Freistoß von Sascha Rumpeltes ins Netz (4.) aus fünf Metern ins Tor, zum Glück für den OSC stand er im Abseits. In der zehnten Minute fiel fast das 0:1, doch erneut waren die Gastgeber im Glück, als Fabian Schaub nach toller Vorarbeit aus 16 Metern nur den Pfosten traf. Jetzt schien die Elf von Trainer Müller im Spiel zu sein und wäre nach einem Eckball von Oliver Scherer fast in Führung gegangen. „Wir hatten vor der Pause große Probleme mit den gefährlichen Standards der Fliedener“, war Müller froh, dass sein Team zur Pause nicht zurücklag. Pech hatten die Gastgeber, dass sich Christopher Löbel, der für den angeschlagenen Dennis Schanze in der Startelf stand, erneut am Knie verletzte und durch Linor Demaj ersetzt werden musste (24.).

Ganze zwei Minuten dauerte es nach Wiederanpfiff, bis die Buchonen in Führung gingen. Zunächst zeigte sich OSC-Torhüter Tobias Schlöffel gegen einen 10-Meter-Knaller von Rumpeltes auf dem Posten und leitet den Gegenangriff ein, der schnell bei Keeper Lukas Hohmann landete. Der Torhüter schlug den Ball bis an die Strafraumgrenze der Gastgeber, wo Schaub Sebastian Wagner düpierte und an Schlöffel vorbei zum 0:1 traf (48.). Nun wurde es ein anderes Spiel: Vellmar zeigte sich keineswegs geschockt, sondern hatte den Gegner zunehmend im Griff. Ein Angriff nach dem anderen rollte auf das Gäste-Tor. Vor allem der laufstarke Egli Milloshaj war es, der sein Team immer wieder nach vorn trieb. Allein Torjäger Serkan Aytemür stand viermal in aussichtsreicher Position vor dem Tor, scheiterte aber entweder am Torhüter oder zeigte sich zu zögerlich im Abschluss. Von den Gästen war im zweiten Abschnitt nicht mehr viel zu sehen, offensichtlich hatten sie konditionelle Probleme. Am Ende der Partie warf der OSC-Coach auch noch den angeschlagenen Schanze ins Gefecht, dessen Schuss wehrte Torhüter Lukas Hohmann in höchster Not in der Nachspielzeit mit dem Fuß ab. Danach war Schluss. Das Glück war an diesem Tag auf dem Kunstrasenplatz dem OSC nicht hold.

„Letztlich kann ich meiner Mannschaft keine Vorwürfe machen. Wir haben es einfach versäumt, unsere guten Möglichkeiten zu nutzen“, hatte sich der Trainer schnell wieder gefasst.

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