„Natürlich sind wir glücklich“

Regionalbeauftragter: Horst Riemenschneider. Foto: Privat

Vor dem endgültigen Aufstieg erleben Kasseler Kicker eine Achterbahnfahrt der Gefühle

Für die SVH Kassel waren die vergangenen Tage eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Seit dem Beschluss des Verbandstags des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV) war eigentlich klar: Die Harleshäuser steigen als Vizemeister der Kreisliga A (Gruppe 1) nicht auf. Der Relegationsgegner VfL Kassel II hatte den besseren Punktequotienten. Plötzlich darf die SVH aber doch noch hoch in die Kreisoberliga. Daher fragen wir: Was ist denn da los?

Nach der Winterpause hatte das Kasseler Team um Trainer Sebastian Knauf das Ziel, hinter dem starken Tabellenführer Anadoluspor Baunatal den zweiten Platz in der A-Liga zu belegen. Der Aufstieg sollte über die Relegation gelingen. Dann kam aber die Corona-Zwangspause und alles wurde anders. Es deutete sich immer mehr an, dass die Saison abgebrochen werden sollte. Der Verein vom Baumhof hoffte aber, als Relegationsteilnehmer aufzusteigen. Dann aber stellte sich heraus, dass die Mannschaften aus den unterschiedlichen Ligen miteinander verglichen werden sollten. Nur der Teilnehmer mit dem besten Punkteschnitt sollte aufsteigen. Dort lag der Vizemeister aus der Gruppe 2, VfL Kassel II, mit einem Quotienten von 2,21 knapp vor der SVH mit 2,12. Da der Verbandstag am vergangenen Samstag dieser HFV-Empfehlung zustimmte, waren alle Harleshäuser Aufstiegshoffnungen begraben. Kurz darauf sagte Trainer Knauf: „Die Entscheidung ist ungerecht, dennoch akzeptieren wir sie.“

Aber auf einmal keimte neue Hoffnung auf: Es war zu hören, dass die Richtzahl in der Kreiosberliga 16 Mannschaften sei, aber bisher standen nur 15 Teams für die neue Saison fest. Außerdem: Der Spielplan hätte sowieso nach einem 16er-Schlüssel mit 30 Spieltagen erstellt werden müssen. Jetzt gab es die Entscheidung zugunsten der SVH. „Nach Rücksprache mit dem HFV wird die SVH Kassel in der kommenden Spielzeit die 16. Mannschaft sein, die in der Kreisoberliga spielt“, sagt der Regionalbeauftragte Horst Riemenschneider.

„Natürlich sind wir glücklich. Das ist das, was wir wollten“, sagt SVH-Abteilungleiter Kujtim Petri: „Nun gilt es schnell, den Kader zusammenzustellen, der den höheren Aufgaben gewachsen ist. Da kommt einiges an Arbeit auf uns zu, denn wir müssen auch berücksichtigen, dass wir in der kommenden Saison ohne zweite Mannschaft an den Start gehen.“

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