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Korbacher Frauen gewinnen Verbandsliga-Derby in Landau

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Korbach feiert das 2:0 von Carolina Martins (4. v. rechts). Dana Nebel (links) und Berit Müller von der SG Landau sind eher bedient.
Oh wie schön ist Derbysieg: Korbach feiert das 2:0 von Carolina Martins (4. v. rechts). Dana Nebel (links) und Berit Müller von der SG Landau sind eher bedient. © Artur Schöneburg

Derbys können die Fußballfrauen des TSV Korbach. Nach dem 1:0 beim SV Anraff holten sie auch bei der SG Landau/Wolfhagen einen „Dreier“ und sind plötzliches bestes Waldecker Team in der Verbandsliga Nord.

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Korbach - Die Anrafferinnen zogen sich bei ihrer 0:2-Niederlage gegen Spitzenreiter Jahn Calden II sehr gut aus der Affäre. In der Gruppenliga war nur der TSV Flechtdorf im Einsatz. Die Kahl-Elf hatte Pech mit Schiedsrichter-Entscheidungen und fühlte sich beim 1:1 bei der FSG Gudensberg um zwei Punkte gebracht.

Verbandsliga
Landau/Wolfhagen – Korbach 0:2 (0:1). Die Gastgeberinnen erwischten erneut einen gebrauchten Tag, der Sieg der Kreisstädterinnen ist insgesamt verdient. Pech für die Gastgeberinnen: Mit Alisa Klüppel und Franzi Klug schieden wiederum zwei Spielerinnen verletzt aus.

In der Anfangsphase war die SG noch etwas besser, Berit Müller (6.) und Isabell Fingerhut (7.) vergaben gute Möglichkeiten. Der erste Treffer fiel auf der anderen Seite: Carina Jesinghausen bestrafte einen Fehler in der SG-Defensive – 0:1 (8.).

Danach übernahm wieder die Spielgemeinschaft das Kommando, Korbach brauchte etwas Glück, die Heimelf vergab Chancen beinahe im Minutentakt.

Nach dem Pausentee wurde Korbach stärker, Caro Martins vergab aber einen Foulelfmeter (69.). Auch die Gastgeberinnen hatten weiter ihre Chancen, allein Franzi Klug vergab dreimal aus aussichtsreicher Position.

Trainer Marquardt: Wenn du die Tore nicht machst, wirst du bestraft

Die Entscheidung fiel dann in der 83. Minute: SG-Stürmerin Klug wurde im Korbacher Strafraum nach Ansicht der SG gleich dreimal regelwidrig von den Beinen geholt, ein Pfiff blieb jedoch aus. Die Forth-Elf blieb wach, setzte zum Konter an und kam durch Caro Martins zum 0:2.

Sichtlich enttäuscht zeigte sich SG-Coach Hagen Marquardt: „Wenn du die Tore nicht machst, wirst du hinten bestraft. So ist Fußball.“ Ganz anders dagegen war die Stimmung bei seinem Gegenüber Lutz Forth: „Wir sind mega glücklich. Ein Derbysieg ist fast noch ein bisschen schöner als andere Siege.“

Anraff – Calden II 0:2 (0:2). Die Gastgeberinnen boten dem Spitzenreiter über 90 Minuten Paroli, die beiden einzigen Treffer fielen bereits im ersten Durchgang: Chiara Wagner (23.) und Miriam Stueer (45.) bestraften zwei Unachtsamkeiten in der SV-Defensive.

„Spielerisch waren die schon besser. Aber wir haben wirklich viel weg verteidigt“, zollte SV-Coach Stefan Bischof Respekt. Dennoch war der Trainer zufrieden: „Die Einstellung hat gestimmt. Mit ein bisschen mehr Glück hätten wir sogar was mitnehmen können.“ Eine überragende Leistung aufseiten des SV bot Torhüterin Leonie Neuhaus.

Gruppenliga
Gudensberg – Flechtdorf 1:1 (0:1). Die Gäste aus Flechtdorf zeigten erneut eine starke Leistung, haderten nach dem Spiel aber mit mehreren zweifelhaften Entscheidungen des Unparteiischen. „Ich bin immer noch sprachlos. So etwas haben die Mädels nicht verdient“, zeigte sich TSV-Trainer Michael Kahl auch weit nach dem Spiel noch enttäuscht.

Der TSV führte lange durch den Treffer von Carina Bangert (25.), der Ausgleich der Heimelf von Trainer Sebastian Stahl fiel kurz vor Schluss durch einen aus Flechtdorfer Sicht mehr als zweifelhaften Elfmeter (88.). (Raphael Menkel)

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