Endlich wieder Stützpunkttraining

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Wieder mit Begeisterung bei der Sache: Spieler des Kasseler DFB-Stützpunkts wie (von links) Kjell Kersten, Efekan Kocabey, Jakob Kuntze und Colin Kniep sowie Trainer Dirk Peter im Auestadion.

Es wird besser. Auch wenn sie nur in Kleingruppen trainieren dürfen. Beim Neustart nach der Corona-Pause zunächst mit vier Kindern, inzwischen mit sechs pro Gruppe.

Wichtig ist, dass sie im Auestadion überhaupt wieder ran dürfen: Nachwuchsfußballer der C- und D-Jugend und ihre vier Trainer des DFB-Stützpunkts Kassel.

„Die Jungs und unsere drei Mädchen haben hoch motiviert mit viel Begeisterung wieder losgelegt. Man schaut in strahlende Kinderaugen“, sagt Benjamin Scherp, einer der Trainer. Mit viel Elan kämen die Teilnehmer auch zu normalen Zeiten, nicht nur jetzt zum Wiederbeginn. „Sie empfinden den Stützpunkt nicht als lästige Pflicht und zusätzliche Belastung zum Vereinstraining, sondern als willkommene Ergänzung.“ Hier könne man sich voll auf die fußballerische Ausbildung sowie die Verbesserung der Basistechniken konzentrieren. Anders als zuweilen in den Vereinen, wo die Trainer häufig unter Ergebnisdruck stehen.

Auch wenn während der Coronapause kein Training möglich war, blieben Trainer und Kicker am Ball. „Wir haben ihnen Aufgaben zum Eigentraining zugeschickt, etwa in einigen Grundtechniken“, sagt Scherp und berichtet von viel Fleiß und Ehrgeiz seiner Schützlinge: „Sie erfüllen die Vorgaben voll und ganz. Viele haben uns sogar Videos von ihrem Training geschickt.“

Reingehauen hat sich zuhause auch Philipp Knorr. „Ich habe so viel getan, dass ich mich bei den sportmotorischen Tests im Dribbeln, Jonglieren und bei den Sprints sogar verbessert habe“, sagt der Elfjährige vom KSV Baunatal. Trotzdem war der Lohfeldener überglücklich, als endlich wieder offiziell trainiert werden durfte: „Wir kamen ja alle von 100 auf Null. Kein Stützpunkt mehr, kein Klubtraining, kein Fußball in der Sportklasse, keine Spiele, keine Turniere, – plötzlich war nichts mehr wie früher.“

Immerhin hielt sich der Nachholbedarf der Teilnehmer beim Wiederbeginn in Grenzen. „Sie hatten ja auch Aufgaben von den Klubs und kamen auf gutem Niveau zurück. Manche haben mit dem Ball sogar Fortschritte gemacht, andere Sachen wie Spielformen müssen sie erst wieder reinbekommen“, sagt Scherp, der zuvor bereits beim KSV Baunatal tätig war und früher in Wabern aktiv war.

Doch ganz so leicht fällt dies nicht, schließlich wird mit Abstand trainiert. Alles läuft nach dem bundeseinheitlichen Hygienekonzept des DFB, strenger als in den hessischen Vereinen. „Wir dürfen uns zum Beispiel noch nicht wie in der Klubmannschaft nahekommen wie in Eins-gegen-eins-Situationen. Aber wir nähern uns der Normalität“, sagt Knorr.

Zudem gibt es Fragebögen zur Gesundheit. Wer Corona-Symptome hat, kann nicht mitmachen. Aber das nehmen alle gern in Kauf. Wie den Wegfall der Sommerferien-Pause. Denn es wäre kontraproduktiv, wenn auf wenige Trainingswochen gleich wieder sechs Wochen ohne Training folgten. Schließlich wollen die ambitionierten Fußballer weiterkommen auf ihrem sportlichen Weg.

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