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3:1 gegen den SC Willingen: CSC Kassel bleibt der Hallen-Master

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Das Spiel um Platz drei gewann Mengeringhausen 4:0 gegen Bad Wildungen. Das Bild zeigt (v.r.) Lukas Wagner, Tim Sommer (Tuspo), Tobias Leimbach, Max Jakobschak (Tuspo).
Das Spiel um Platz drei gewann Mengeringhausen 4:0 gegen Bad Wildungen. Das Bild zeigt (v.r.) Lukas Wagner, Tim Sommer (Tuspo), Tobias Leimbach, Max Jakobschak (Tuspo). © Artur Schöneburg

Titel verteidigt. Kann man das überhaupt sagen? Schließlich ist es schon drei Jahre her, dass die Fußballer des Verbandsligisten CSC Kassel das Hallenmasters des TuSpo Mengeringhausen gewonnen haben. Dann kam Corona.

Mengeringhausen – Nun ist das Turnier zurück, aber nur mit sechs statt der bisherigen zehn bis zwölf Mannschaften. Da die FSG Weidelsburg auch noch kurzfristig absagte, wurde das Hallenmasters erstmals nach dem Modus „jeder gegen jeden“ ausgetragen.

Neben dem CSC war der SC Willingen als Verbandsligist am Start, der TuSpo Mengeringhausen war einziger Gruppenligist und die drei Kreisoberligisten TuS Bad Arolsen, VfR Volkmarsen und SG Bad Wildungen/Friedrichstein komplettierten das Teilnehmerfeld. Am Ende zogen die „Großen“ ins Endspiel ein: Der CSC gewann das Finale gegen den SC Willingen mit 3:1. Die Upländer hatten das Gruppenspiel gegen den CSC noch mit 1:0 gewonnen.

Gastgeber Mengeringhausen auf Rang drei

Der Gastgeber aus Mengeringhausen gewann das Spiel um Platz drei durch ein 4:0 gegen die SG Bad Wildungen/Friedrichstein. Kassel und Willingen waren jeweils mit vier Siegen und einer Niederlage ins Halbfinale eingezogen. Wer es bis dahin schaffte, hatte schon einen Teil des Preisgelds von 1000 Euro sicher. Dort bezwang der CSC den TuSpo mit 3:1 und die Willinger verwehrten den Wildungern durch ein 3:1 den Weg ins Endspiel.

Unterklassige Teams nehmen auch gern an so einem Turnier teil, um die höherklassigen Gegner ein wenig ärgern. Das klappte diesmal zweimal: Die Wildunger schlugen Mengeringhausen im Eröffnungsspiel mit 1:0 und der TuSpo ließ die Willinger beim 3:0 nicht gut aussehen.

Die Top 3 des Turniers: (v.l.) Die Kasseler Daniel Beyer (bester Torschütze/4 Treffer), Okan Gül (bester Spieler) und der Willinger Florian Bouma (bester Torwart)
Die Top 3 des Turniers: (v.l.) Die Kasseler Daniel Beyer (bester Torschütze/4 Treffer), Okan Gül (bester Spieler) und der Willinger Florian Bouma (bester Torwart) © Artur Schöneburg

Auch die Kasse des TuSpo sah diesmal nicht so gut gefüllt aus, wie in vorherigen Jahren. „Wenn wir Pech haben, legen wir diesmal drauf“, sagte TuSpo-Geschäftsführer Thomas Mertens.

Er macht sich Sorgen um die Zukunft des Hallenfußballs. „Es war diesmal recht schwierig, überhaupt Mannschaften für das Hallenmasters zu finden, sogar einige Stammgäste haben uns abgesagt, das war bei dem Turnier mit den Kreisligateams nicht der Fall.“

Mertens: Fußball in der Halle nicht sterben lassen

Mertens vermutet, dass höherklassige Teams die Halle eher meiden, weil sie das Verletzungsrisiko weniger eingehen als Kreisligisten. „Manchmal kann ich das sogar verstehen, wenn ein Verein gute Aufstiegschancen hat“, sagt Mertens. Dennoch appelliert er an alle Vereine, den Fußball in der Halle nicht sterben zu lassen. „Wenn ich sehe, dass keine Jugendhallenkreismeisterschaft und einige traditionsreiche Hallenturniere nicht mehr stattfinden, sollte man sich schon Sorgen machen.“ Deshalb sei er froh, dass der TuSpo diese Turniere wieder veranstaltet habe. Natürlich spiele auch das Warmwasserverbot in den Hallen eine Rolle.

Falls die Lust für den Hallenfußball nicht wieder stärker geweckt werde, sieht der TuSpo-Geschäftsführer natürlich auch die eigenen Turniere in Gefahr. „Die wirtschaftliche Seite spielt für den Veranstalter natürlich auch eine Rolle und wenn es auch im kommenden Jahr nur bei sechs Mannschaften bleiben würde, legen wir dabei drauf. Das kann es nicht sein.“  rsm

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