Fußball-Bezirksliga: Tuspo Gimtes positive Zwischenbilanz mit Schönheitsflecken

Gegen die Großen geglänzt

Bester Schütze: David Sumera traf bis zur Winterpause elfmal. Fotos: Brandenstein

Gimte. Sehr zufrieden kann Fußball-Bezirksligist Tuspo Weser Gimte mit der ersten Halbserie der laufenden Saison sein. 33 Punkte hat der Tabellensechste auf dem Konto und damit nur neuen Zähler weniger als nach der kompletten letzten Serie. „Das ist in erster Linie der Lohn für unsere harte Arbeit“, meint Trainer Matthias Weise, der das Team im Sommer übernommen hat.

Zwar gibt es beim Tuspo noch immer viele Probleme, wenn es um um die regelmäßige Trainingsbeteiligung geht. Doch auf die vielen Schichtarbeiter in der Mannschaft reagierte Weise mit dem Angebot einer dritten Trainingseinheit. „Damit hat eigentlich jeder die Möglichkeit, mindestens zweimal pro Woche mitzumachen“, erklärt der Coach.

„Teamgeist verinnerlicht“

Er sei im Sommer, als er von Landesligist SV Göttingen kam, eigentlich ohne konkrete Erwartungen beim Tuspo angetreten. Was er genau verändert habe, beschreibt er so: „Die Mannschaft die Einstellung verinnerlicht, dass es nur gemeinsam geht. Wir haben den Teamgeist ganz nach vorne gestellt, was natürlich nicht heißt, dass es keine Reibereien gibt. Aber die dürfen halt nicht aus dem Ruder laufen.“

Schön zu sehen für den Trainer war auch die Tatsache, dass Ausfälle problemlos ersetzt werden konnten. So fuchste sich beispielsweise Adrian Griesam auf der Sechserposition ein, als Paul Kroker, der wohl nicht mehr für den Tuspo auflaufen wird, ausfiel. Auch der Weggang des erfahrenen Andreas Mai (ebenfalls aus beruflichen Gründen) war intern aufzufangen.

Somit liegt der Tuspo lediglich drei Punkte hinter dem Tabellenzweiten aus Einbeck. Überhaupt schafften es die Gimter, besonders gegen die „Großen“ der Liga gut auszusehen. Gegen Tabellenführer Grone gab es ein respektables 0:0 am Rehbach, Einbeck wurde mit 5:2 auf die Heimreise geschickt, und der Tabellendritte, Südharz Walkenried, wurde in dessen Stadion mit 4:1 bezwungen. „Die Spiele gegen Einbeck und Südharz waren auch das Beste, was wir in der Halbserie gezeigt haben“, meint Weise. In besonders schlechter Erinnerung wird ihm allerdings das 5:5 am Rattwerder gegen Nörten/Hardenberg bleiben, als der Tuspo das Kunststück fertigbrachte, einen 5:0-Vorsprung nach 40 Spielminuten noch aus der Hand zu geben. „Es war unser prinzipielles Problem, dass wir gegen vermeintlich schwächere Gegner unnötig Punkte verloren haben“, sagt Matthias Weise, „ansonsten hätten wir noch weiter oben stehen können.“

Personell hofft der 42-jährige in der Rückserie auf weitere Alternativen. Astrid Elezi stoße nun definitiv zum Aufgebot, nachdem er wieder fit sei, und auch Ex-Türkgücü-Spieler Bahattin Savran hat Weise trotz zweier Meniskus-Operationen noch keineswegs abgeschrieben.

Beste Torschützen waren bisher David Sumera (11) und Ruslan Wagner (10). Die Saison seines Lebens scheint aber Malte Henrich zu spielen, der auch schon neunmal ins Netz traf.

Die kompletten Torschützen: Sumera 11, Wagner 10, Henrich 9, Arlt 4, Mielenhausen 2, Kilian, Hajrovic, Paul und Patrick Kroker, Sawrin und Willert (alle 1). (mbr)

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