Hallenkreismeisterschaft: Fußball-A-Ligist Riede will in der Zwischenrunde die Großen etwas ärgern

Die gelbschwarze Wundertüte

Dirk Ring Foto: zih

Riede. Mit Spannung blickt der SV Riede auf das nächste Wochenende. Etwas überraschend schaffte der SV den Einzug in die Zwischenrunde der Fußball-Hallenkreismeisterschaft. Der A-Ligist bestand vergangenes Wochenende den Vergleich mit den Kreisoberligisten - und bekommt es jetzt mit den Großen des Fußballkreises zu tun: Mit Verbandsligist Dörnberg, mit Gruppenligist Calden/Meimbressen sowie mit dem Spitzenreiter der Kreisoberliga, der TSV Immenhausen, und dem Zweiten der KOL, dem SV Espenau, der zudem in eigener Halle noch das Publikum hinter sich haben wird.

Keine Frage: Riede hat in der Zwischenrunde die schwerste der vier Gruppen erwischt. Zum einen ist es die einzige Fünfer-Gruppe - in den anderen spielen nur vier Vereine - zum anderen ist es die am besten besetzte.

Offensivstes Team

Klar also, dass Vereinsvorsitzender und Fußballchef Dirk Ring seine Truppe mit einem 22-Mann-Kader als krassen Außenseiter sieht. Dennoch fügt er mit einem optimistischen Schmunzeln im Gesicht hinzu, dass Hallenspiele immer eine Wundertüte voller Überraschungen sind. „Das haben wir ja bisher bereits bewiesen.“ Und dies deutlich. Wäre nämlich nach den bisher absolvierten Spieltagen schon der Offensivpreis verliehen worden, Riede hätte ihn mit 35 erzielten Buden in Empfang nehmen können. Fast ein Viertel der Tore geht auf das Konto von Marcus Siemon.

„Unabhängig vom Ausgang ist für uns das Mitmachen bei den Titelkämpfen ein Muss.“

Dirk Ring Vorsitzender SV Riede

Denn an den ersten zwei Spieltagen vor gut einer Woche in Espenau war der zu Beginn der laufenden Feld-Punktspielrunde in die Kreisliga A aufgestiegene SV Riede die Überraschungself. Die Gelb-Schwarzen aus dem kleinen Bad Emstaler Ortsteil, wie die Elf von Trainer Björn Kördel aufgrund ihrer Trikotfarben allgemein nur genannt werden, beendete den ersten Indoor-Spieltag als Tabellenerster der Gruppe zwei. Die Rieder blieben da ungeschlagen, mussten sich ledig gegen den Gruppenfavoriten und Titelträger von 2010, dem SV Ehlen, mit einem Remis (1:1) begnügen.

Sie durften also 24 Stunden später, am zweiten Spieltag, an dem auch die Kreisoberligisten in das Geschehen mit eingriffen, erneut zum Budenzauber in Espenauer Ortsteil Mönchehof antreten. Hier stimmten sie erneut den Erfolgsjubel an. Denn nach einer 1:4-Auftaktniederlage gegen den Ortsrivalen SV Balhorn fegten die Gelb-Schwarzen nicht nur mit 6:2 die SG Ost-heim/Zwergen/Liebenau vom Parkett, sondern sorgten auch beim gastgebenden Hausherrn SV Espenau für ganz lange Gesichter. Sie düpierten sie das Plettenberg-Team mit 5:4. Fazit: Tabellenplatz zwei und damit an gleicher Stelle der Einzug in die Zwischenrunde am kommenden Samstag, in der auch die Verbands- und Gruppenligisten einsteigen

Wenn auch die Feldserie und hier der Klassenerhalt bei den Gelb-Schwarzen absolute Priorität besitzt, so begrüßt Dirk Ring den Budenzauber unterm Hallendach. „Unabhängig vom Ausgang ist für uns das Mitmachen bei den Titelkämpfen ein Muss. Auch da verkaufen wir die Marke Riede, man spricht über und von uns.“ Zum anderen, so sagt er, „lieben die meisten unserer Spieler den Parkett-Kick. Dafür trainieren sie in der Winterpause jeden Sonntagabend von 20 bis 22 Uhr in der Balhorner Schulsporthalle.“ Und wie geht es bei den Indoor-Titelkämpfen weiter? Ring: „Die nächste Runde ist für uns nur ein Zubrot. Wir wollen uns gut verkaufen, dabei etwas die sogenannten Großen ärgern, mit viel Glück vielleicht auch den Hecht im Karpfenteich spielen.“ Denn Hallenfußball sei ja eine Wundertüte: „Man weiß nie, welche Überraschungen sich in ihr verbergen.“ (zih)

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