Gerstunger schlagen Winter & Co. im Finale

Er holte sich die Torjägerkanone: SG Wildecks Christian Winter, hier gegen die SG Marksuhl/Förtha am Ball. Im verlorenen Finale blieb Winter dann ein Treffer versagt. Foto: Walger

Obersuhl. Es ist schon fast zur Gewohnheit geworden beim Hallenfußball-Turnier der SG Wildeck: Der Pokal der Gemeinde wandert nach Thüringen.

Bei der 25. Auflage des Turniers trug sich die SG Gerstungen/Vitzeroda zum vierten Mal in die Siegerliste ein. Die Thüringer hinterließen im gesamten Turnierverlauf auch den stärksten Eindruck. Und so behielten sie in der Neuauflage des letztjährigen Endspiels gegen Gastgeber SG Wildeck im Finale am Ende deutlich mit 4:1 die Oberhand.

Konnte Wildecks Keeper Alexander van Giersbergen zunächst gegen Maximilian Golle und Phillip Kutza seinen Kasten noch sauberhalten, so war er nach individuellen Fehlern seiner Vorderleute gegen Florian Krauss und Manuel Stegmann machtlos. Kevin Adler, der nach einem abgewehrten Schuss von Christian Winter zum Anschluss abstaubte, ließ den heimischen Anhang kurz auf eine Wende hoffen.

90 Sekunden vor der Schlusssirene wird Wildecks Keeper, der durch zahlreichen Paraden einen großen Anteil am Finaleinzug hatte, zur tragischen Figur. Zunächst muss er einen Freistoß von Golle, den er nach einem Abwehrversuch außerhalb des Strafraums verursacht hatte, passieren lassen. Dann bekam er wegen Reklamieren auch noch eine Zwei-Minuten-Strafe aufgebrummt. In Unterzahl war der vierte Treffer durch Golle dann nur noch Formsache für die Thüringer.

„Unser Plan ist im Endspiel nicht ganz aufgegangen. Auch wenn wir heute eher ergebnisorientiert und damit nicht unbedingt attraktiv gespielt haben, bin ich zufrieden“, bilanzierte SGW-Coach Sandro Mohr nach dem Turnier. Trostpflaster für sein Team: Die Torjägerkrone blieb dank Christian Winter in den eigenen Reihen. Manfred Radloff, der Trainer der Siegermannschaft, war über den gelungen Jahresstart sehr erfreut. „Ich hoffe, dass dieser Erfolg mein Team für die Feldrunde motiviert. Da wollen wir unbedingt noch besser werden“, so sein Ausblick auf den Rest der Saison.

Dritter wurde der ESV Hönebach, der die SG Marksuhl/Förtha im Neunmeterschießen mit 2:1 bezwang. Im Halbfinale hatten die Eisenbahnsportler im Wildecker Derby mit 1:3 den Kürzeren gezogen. Daniel Jasiulek konnte zwar die Führung von Bastian Roth ausgleichen, doch Winter sorgte mit zwei Treffern fürs Happy End der Gastgeber.

„Diese Niederlage haben wir selbst verschuldet“, trauerte Trainer Frank Hauch den vergebenen Möglichkeiten zu Beginn der Partie nach. Im zweiten Halbfinale war der ehemalige Wildecker Marcus Feustel zwar der Aktivposten, der seine SG Marksuhl/Förtha auch in Führung brachte. Doch Fabian Mirtschink (2) und Routinier Marcel Hub schossen die SG Gerstungen/Vitzeroda noch mit 3:1 ins Endspiel.

Von Thomas Becker

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