Fußball-Landesliga

Göttingen 05: Nach der Teamvorstellung kam die Polizei

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Die Neuen bei Göttingen 05: Hinten von links Co-Trainer Frank Stietenroth, Torwart-Trainer Eike Will, Trainer Philipp Käschel, Trainer Steffen Witte. Vorne von links Johannes Markwort, Hendrik Teichgräber, Finn Schwarck, Edward Obilici. 

Nur wenige Veränderungen gab es im Gegensatz zu anderen heimischen Fußball-Landesligisten im Kader von Göttingen 05. Nur vier Neuzugängen stehen lediglich zwei Abgänge gegenüber. Das lässt bei den Schwarz-Gelben auf Kontinuität für die kommende Saison schließen.

In der ist jetzt Corona-bedingt vieles anders. Nur neun Teams in der neuen Braunschweiger Staffel „Landesliga Süd“ und nur noch acht Heimspiele statt 15. Viel zu wenig, finden viele bei 05, so auch Präsident Thorsten Richter: „Da fehlt was für die Etatplanung. Aber wir haben ja auch weniger Reisen. Vielleicht kann man über den Bezirkspokal etwas retten, doch auch da haben wir nur zwei Heimspiele.“

Richter weiter zur sportlichen Perspektive: „Wenn wir von Verletzungen verschont bleiben, haben wir gute Chancen, oben mitzuspielen.“ Philipp Käschel, zusammen mit Steffen Witte weiter Trainer, will das 05-Team „weit weg vom Strich“ sehen. Der verläuft zwischen Rang sechs und sieben. Sieben bedeutet für 05 (vergangene Saison Siebter in der 16-er-Staffel) Relegation, acht und neun Abstieg. Erfreut sind Käschel und Witte über „die gute Trainingsbeteiligung“. Die bisherigen Tests seien „ganz gut“ gewesen. „Die Art und Weise stimmt optimistisch“, so Käschel. Kollege Witte: „Wir müssen jetzt erstmal den Rost rausschütteln und die Abläufe reinbekommen. Das Team ist heiß!“

Unter den Neuen ist mit Finn Schwarck ein altbekannter Name. Vater Heiner (jetzt Rechtsanwalt in Nienburg) war einst eisenharter 05-Verteidiger, jetzt versucht sein Sohn (SC Freiburg-Fan), „ansatzweise“ in Vaters Fußstapfen zu treten.

Eine Begebenheit stimmt noch nachdenklich: Nachdem 05 seine kurze Teamvorstellung längst beendet hatte, tauchten die Polizei und das Ordnungsamt jeweils zu zweit im Maschparkstadion auf. „Wir sind anonym angeschwärzt worden“, meinte Dominic Steneberg, Beiratsmitglied bei 05 und Ex-CDU-Ratsherr. Angeblich seien Abstandsregelungen nicht eingehalten worden, was de facto nicht zutraf, weil nicht einmal 30 05-Interessierte bei der unmittelbaren Präsentation dabei waren und sehr wohl Abstand hielten. Richter klärte die Situation im Gespräch mit den Ordnungshütern, die dann wieder von dannen zogen – nach einem unverhältnismäßigen Einsatz. Richter: „Traurig, dass jemand versucht hat, uns ärgern zu wollen.“  gsd/nh

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