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„Mit Druck umgehen“: Abstiegskampf pur für SG Bad Wildungen in Körle

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Es geht nur mit Geschlossenheit: Bad Wildungens Trainer Jan Leimbach im Kreis seiner Spieler. In Körle steht die SG um Sonntag abermals unter Druck.
Es geht nur mit Geschlossenheit: Bad Wildungens Trainer Jan Leimbach im Kreis seiner Spieler. In Körle steht die SG um Sonntag abermals unter Druck. © malafo

Zwischen Bonus- und Sechs-Punktespielen bewegen sich am Sonntag die drei Waldecker Fußball-Gruppenligisten, die um den Klassenerhalt kämpfen. Höhere Ziele verfolgt der TSV Altenlotheim.

Baunatal – Goddelsheim/Münden (Hinspiel 1:0). Nach den vier Punkten über Ostern sehen die Lichtenfelser mit jetzt 32 Zählern etwas entspannter in die Restrunde. In der Tasche haben sie das Bleiberecht noch nicht. „Der April wird richtungsweisend. Wenn wir noch ein paar Punkte holen, können wir dafür sorgen, dass wir zum Ende der Saison nicht noch in die Situation kommen, unbedingt punkten zu müssen“, sagt Trainer Jens Fresen.

Ob bei der Eintracht was geht? „Gegen Baunatal können wir ganz befreit aufspielen“, sagt Fresen. In Zugzwang sei der Gegner. Stimmt wohl. Der Herbstmeister hat in der Rückrunde seinen Vorsprung mit nur sechs Punkten aus sechs Partien verspielt und liegt nun sieben Zähler hinter Wabern. Mit dem 2:1 in Mengsberg beendete das Team von Friedhelm Janusch aber seine Minusserie, zuhause ist es nach wie vor eine Macht und stellt weiter eine stabile Abwehr mit erst 20 Gegentoren.

„Wir wissen was Baunatal kann, aber auch wozu wir in der Lage sind“, sagt Fresen. Allerdings hakt es beim Personal. „Mit Daniel Butterweck, Max Steger, Tim Fresen, Florian Mitze und Niklas Göbel stehen gleich fünf potentielle Stammspieler nicht zur Verfügung“, berichtet Fresen – und sieht darin eine Chance für die Spieler, die wegen Verletzungen „raus“ gewesen seien. „Die Jungs können sich in einem Spiel, in dem wir nichts zu verlieren haben, empfehlen.“

Jan Leimbach: „Zeigen, dass wir solche Spiele annehmen können“

Körle – Bad Wildungen/Friedrichstein (0:2). Der FC Körle, Schlusslicht mit 19 Punkten, die SG 13. mit 24 – diese Zahlen zeigen, was auf dem Spiel steht. Wildungens Trainer Jan Leimbach sieht sie mit gemischten Gefühlen. „Scheinbar konnten wir mit dem Druck nicht umgehen“, sagt er mit Blick auf die bisherigen „Sechs-Punkte-Spiele“, die stets verloren gingen. „Offenbar müssen wir erst richtig mit dem Rücken zur Wand stehen, um die richtige Energie auf den Platz zu bringen“, vermutet Leimbach.

Allerdings findet er es an der Zeit, den Kurs zu ändern. „Wir müssen zeigen, dass wir mit dem Druck umgehen und dass wir solche Spiele annehmen können“, sagt der Trainer. Das Momentum spricht für den Gast, doch der FCK stemmt sich gegen den Absturz. Nach dem 1:2 in Melsungen lobte Neu-Trainer Günter Klose die taktische Disziplin: „Jeder Spieler hat seine Aufgabe erfüllt und sich vor Eifer geradezu zerrissen.“

Leimbach erwartet ein kampfbetontes Spiel mit vielen langen Bällen. Es gehe nur mit Geschlossenheit, Kompaktheit, Leidenschaft und Teamgeist, sagt er: „Ohne das holen wir nichts.“ Der Kader ist nach dem Stand der Dinge komplett.

Andre Gutmann: „Für die Moral fatal, wenn du untergehst“

Wabern – Mengeringhausen (3:0). Das 0:3 am Montag in Altenlotheim war ernüchternd für den TuSpo, kaum ein Spieler verriet den nötigen Biss für den Abstiegskampf. Mit dieser Einstellung droht beim Primus in Wabern eine Klatsche. „Für die Moral wäre es aber fatal, wenn Du so untergehst wie Goddelsheim (0:6)“, sagt Spielertrainer Andre Gutmann. Sein Ziel: „Wir wollen das Spiel so lange wie möglich eng halten und uns achtbar aus der Affäre ziehen.“

Im Hinspiel gelang das recht ordentlich, aber der TSV scheint noch stärker zu sein als Anfang Oktober. Das 3:0 gegen Homberg am Gründonnerstag bedeutete das 15. Spiel in Serie ohne Niederlage für das Team der Trainer Mario Völker und Patrick Herpe, das wegen der Baunataler Schwäche alle Trümpfe im Aufstiegsrennen hält.

„Kein Aufbaugegner“, sagt Gutmann bündig. Er muss am Reiherwald auf Aman Tesfu (beruflich) verzichten. Fraglich ist, ob Dennis Jakob, Marcel Löhndorf und Simon Schwechel spielen; sie sind angeschlagen und Gutmann will mit Blick auf die nächsten Wochen nichts riskieren. Wieder im Kader sind Marlon Paul und Philipp Schwedes.

Robin Wissemann: „Wollen den dritten Platz halten“

Hertingshausen – Altenlotheim (2:3). Die Saison läuft beim TSV vom Oberbach und diese Tatsache spiegelt sich in gewachsenem Selbstvertrauen wider. „Wir haben mit zwei Spielen weniger als Melsungen gute Chancen den dritten Platz zu halten und das ist auch das Ziel“, sagt Spielertrainer Robin Wissemann. Der Tabellenfünfte Hertingshausen ist mit seinen 35 Punkten, drei weniger als der Gast, ein Rivale bei diesem Unterfangen.

„Sie sind nicht gut in die Rückrunde gestartet, konnten aber zuletzt wieder gegen Edermünde gewinnen. Deshalb wird das Spiel auf jeden Fall ein hartes Stück Arbeit“, sagt Wissemann. Die Baunataler hatten vor Ostern viele Ausfälle im Kader, zeitweise fehlten 15 Spieler der „Ersten“. Bei den Gästen fällt Nils Backhaus aus, der sich im Derby verletzt hat. Dafür stehen Nico Backhaus, Julian Schneider, Florian Green und Fabian Erber laut Wissemann „eventuell wieder zur Verfügung“. (bb/dv/mn)

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