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Bad Wildungen schnuppert an Überraschung gegen Wabern

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Von: Dirk Schäfer

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Mit der Picke das 1:2 verhindert: Nach Kopfball von Patrick Herpe (hinten) an den Pfosten rettet Wildungens Johannes Süring auf der Linie, ehe Torwart Mario Wörmann den Ball fängt. Nutzte aber letztlich nichts: Die SG verlor 1:3 gegen den Fast-Meister.
Mit der Picke das 1:2 verhindert: Nach Kopfball von Patrick Herpe (hinten) an den Pfosten rettet Wildungens Johannes Süring auf der Linie, ehe Torwart Mario Wörmann den Ball fängt. Nutzte aber letztlich nichts: Die SG verlor 1:3 gegen den Fast-Meister. © malafo

Meisterfeier in Altwildungen? Danach sah es lange Zeit nicht aus beim Auftritt des Gruppenliga-Primus TSV Wabern bei der SG Bad Wildungen/Friedrichstein:

Die Reiherwälder gewannen am Sonntagnachmittag mit 3:1 (0:1) standesgemäß. Aber nicht so locker, wie das viele gedacht hatten. Denn. Die Wildunger hatten eine gute Einstellung für die Mammutaufgabe mitgebracht, zogen mit Lauf- und Zweikampstärke dem Spitzenreiter lange den Zahn und führten zur Pause sogar, nachdem Florian Bruder (19.) aus dem Chancenplus der ersten Hälfte das 1:0 gemacht hatte.

Die Waberner kamen zunächst überhaupt nicht ins Tempo, fanden keine Einstellung zum selbstbewussten Auftreten der SG, sondern steckten mehr Energie in Wortbeiträge auf dem Feld. Nur eine Chance und eine halbe waren zu notieren: Bei Fabian Korells Schuss aus 16 Metern war Mario Wörmann im SG-Kasten auf dem Posten.

Knackpunkt: Elfer und Gelb-Rot gegen Bad Wildungen

In Durchgang zwei zeigte der Spitzenreiter deutlich mehr Siegeswille, während die Gastgeber Pech hatten mit einem Kann-Elfmeter. Den betrachtete Jan Leimbach als Knackpunkt, denn verbunden damit war die Gelb-Rote Karte gegen SGler Norayr Jalilyan. Der hatte Patrick Herpe mit der Schulter voraus attackiert, ohne an den Ball zu kommen.

Mancher Schiri hätte nicht gepfiffen, Sascha Bauer aus Fritzlar musste quasi seiner kleinlichen Linie folgen und Strafstoß geben. Gelb war allerdings überzogen, sofern es wegen des Fouls war. „Wenn du dann zu zehnt mit dem schmalen Kader weitermachen, wird es schwierig, das durchhalten“, ordnete Wildungens Trainer die Szene in Minute 60 ein.

Beinahe wären die Diskussionen Schall und Rauch gewesen, denn Mario Wörmann parierte den dankbar geschossenen Elfer von Fabian Korell. Doch der TSV-Torjäger köpfelte den Abpraller doch noch in die Maschen – 1:1. Und der Beginn einer Phase, die dann so lief, wie es viele vorher erwartet hatten. Der Favorit zog Angriff um Angriff auf, Kellerkind Wildungen kam nicht mehr so gut hinter den Ball und ließ dem Gegner nun Platz für Abschlüsse.

Die Heimelf betrat erst in der 90. Minute wieder den gegnerischen Strafraum, die Gäste ließen keine Entlastung zu und holten sich trotz starker Wörmann-Paraden den Sieg. Nach einer Ecke drosch Fabian Korell den abgewehrten Ball von der Strafraumlinie in den Winkel (77.). Martin Mühlberger behielt allein vor Wörmann die Übersicht und traf zum 3:1 (90.+4).

Sürings Luftgrätsche und Leimbachs Schmerzen

„Die Meisterschaft ist für uns im Grunde perfekt. Es ist aber für uns eine Sache des Anstands, weiter unsere Leistung bringen, um nicht unfair in den Abstiegskampf einzugreifen“, sagte Waberns mitspielender Coach Patrick Herpe, der beinahe auch getroffen hätte. Doch sein Kopfball hoppelte an den Pfosten, die „Luftgrätsche“ von Johannes Süring verhinderte das Trudeln über die Torlinie, ehe der Ball vom Pfosten in des Keepers Arme sprang (72.)

Auch soviel Glück half den Wildungern letztlich nichts. „Es tut weh, dass du 45 Minuten die bessere Elf bist und nach 90 Minuten mit leeren Händen da stehst“, resümierte SG-Coach Leimbach.

Seine Elf trifft nun am kommenden Sonntag auswärts auf den 1.FC Schwalmstadt. Dem TSV Wabern fehlt, da der Rangzweite Eintracht Baunatal in Altenlotheim 3:0 gewann, noch ein Punkt, um endgültig Meisterschaft und Aufstieg feiern zu können. Der sollte daheim gegen den FC Körle drin sein. (schä)

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