Wer hat am besten aus den Fehlern gelernt?

Gruppenliga-Derby: TuSpo Mengeringhausen erwartet SG Bad Wildungen

 Nico Schäfer (Bad Wildungen/Friedrichstein) und der Mengeringhäuser Kevin Jäger (links)
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Mit der Sohle voran: Nico Schäfer (Bad Wildungen/Friedrichstein) macht sich ganz lang, um dem Mengeringhäuser Kevin Jäger den Ball abzujagen. Die Partie im Vorjahr gewannen Jäger und Co. mit 5:1, am heutigen Mittwoch gibt’s die Neuauflage.

Die Gruppenliga-Fußballer stehen bereits in ihrer dritten englischen Woche. Dabei erwartet der TuSpo Mengeringhausen am heutigen Mittwoch (17.45 Uhr) die SG Bad Wildungen/Friedrichstein.

Mengeringhausen –  Bei diesem wichtigen Waldecker Vergleich wirkt dieser Spieltermin bis ins Berufsleben hinein. .„Man bekommt es aber gestemmt“, sagt Oliver Hintschich, einer der beiden TuSpo-Trainer. „Insgesamt vier englische Wochen, das ist im Freizeitbereich aber schon eine Hausnummer, die erst mal bewältigt werden muss.“ Immerhin sind, Stand gestern, alle TuSpo-Spieler, bis auf Luca Lüther dabei, der mit Muskelfaserriss länger ausfallen dürfte.

Aus dem in letzter Sekunde erreichten 4:4 in Waltersbrück wollen Hintschich und sein Kollege Andre Gutmann schöpfen, die positiven Aspekte seien Herangehensweise und Moral gewesen. Wichtig sei aber natürlich, die Fehler abzustellen.

Hintschich erwartet die Badestädter als „kompakte, gestandene Gruppenliga-Mannschaft, die in allen Teilen gut besetzt ist“. Dass die SG seit ihrem Auftaktspiel nur verloren hat, nennt er für die Partie „irrelevant“. „Wir legen unser Augenmerk auf uns, wir müssen unsere Stärken auf den Platz bringen.“ Außerdem bleibt er bei seiner These, dass die Liga sich besonders ausgeglichen zeigt. „Wir hoffen, jetzt wirklich in der Liga angekommen zu sein und den Trend vom Sonntag fortzusetzen“, wünscht sich Hintschich.

Sein Kollege Jörg Schäfer sagt es ganz ähnlich. „Wir haben jetzt dreimal verloren und müssen anfangen zu punkten, Derby hin oder her“, sagt er. Auch er bemängelt besonders die Patzer im Spiel. „Gegen Wabern (0:2) kannst du verlieren, aber gegen die anderen musste das nicht sein“, sagt er und findet: „Wir sind zurzeit so etwas wie eine Wundertüte. Mal klappt es vorne gut, mal hinten, aber wir machen insgesamt zu viele Fehler und die werden bestraft. Wir sind noch in einer Findungsphase.“

„Doppelt wehgetan“ hat Schäfer das jüngste 3:4 in Lohre, weil seine Mannschaft 3:0 habe führen können, es nicht tat, sogar einen Elfmeter verschoss, dann dennoch drei Tore erzielte. „Es reicht am Ende nicht, weil wir individuelle Fehler machen.“

Die frühe Anstoßzeit an der Hagenstraße stört die Badestädter wenig, nur Lukas Wagner steht studienbedingt nicht zur Verfügung. Schäfers Wunsch: „Ich hoffe, dass wir uns endlich belohnen und wir die einfachen Fehler vermeiden.“ Das würden seine TuSpo-Kollegen glatt unterschreiben.  dv/mn

Freienhagen/Sachsenhausen – Felsberg/Lohre/N’Vorschütz. Noch immer wartet die SV auf den ersten Punktgewinn, beim 1:2 gegen den SC Edermünde war sie nahe dran. „In Holzhausen haben wir den Aufwärtstrend bestätigt, es war klar die beste Mannschaftsleistung der Saison. Leider haben uns erneut individuelle Fehler um den Lohn der Auswärtsfahrt gebracht“, spielt Trainer Andreas Josefiak auf den Fehlpass von Norair Jalilyan an, der die erste Führung der Saison seiner Mannschaft zunichte machte.

Was Josefiak freut: Erstmals in dieser Saison habe das Team „strukturierte Angriffsaktionen“ gezeigt und auch in der zweiten Halbzeit noch Chancen zur erneuten Führung besessen. Daran wollen Josefiak und sein Kollege Angelo Micino heute anknüpfen, zumal sie mit den Gästen gute Erinnerungen aus der Vorsaison verbinden. „Mit dem 4:3 gegen Felsberg haben wir uns erfolgreich in die Winterpause verabschiedet“, erinnert Josefiak an die erfolgreiche Aufholjagd nach 1:3-Rückstand.

Der FV verfügt in Enes Sezer (sechs Treffer) und Abdullah Al-Omari (fünf) über zwei Toptorjäger. Letzterer sei nur schwer die ganze Zeit ausschalten, „aber unsere Verteidigung ist inzwischen besser auf diese Herausforderung eingestellt“, so Josefiak, der mit dem erhofften Heimsieg den Aufwärtstrend nun mit Punkten bestätigen will. Neben dem zuletzt wegen einer Zerrung ausgewechselten Fabio Fackiner stehen Marvin Schneider (Urlaub) und Sören Schwechel (Prüfungen) nicht zur Verfügung.

Goddelsheim/Münden – Brunslar/Wolfershausen. Im Derby passte es, die Lichtenfelser haben endlich gewonnen. Bei aller Freude: Jens Fresen will jetzt mehr. „Wir haben gegen Altenlotheim unseren ersten ,Dreier’ geholt, mehr aber auch nicht. Jetzt heißt es weiter Gas geben und nicht nachlassen“, sagt der Trainer der heimischen SG – auch angesichts des strammen Spielplans.

Die Gäste sind ebenfalls nur schwer in die Gänge gekommen, auch sie haben erst einen Sieg erreicht. „Brunslar hat eine gute Mannschaft, die wir sicherlich nicht unterschätzen werden, nur weil sie mal ein paar Spiele nicht positiv gestalten konnten“, sagt Fresen.

Tatsächlich bleibt die Mannschaft von Timo Rudolph mit fünf Zählern und erst vier Toren bislang hinter den Erwartungen zurück. Die waren groß: Bei einer Umfrage im Schwalm-Eder-Kreis nannten gleich sieben Vereine Brunslar/Wolfhagen als Meisterschaftsfavoriten. Nicht zuletzt wegen der Neuzugänge Nils Lange und Mario Kilian, die vom Melsunger FV kamen. Kurios: Rückkehrer Kilian hat alle vier Treffer des Rangzwölften erzielt. Ihr bisher einziges Auswärtsspiel gewannen die Gäste in Hertingshausen 2:0.

Von den bisher fünf Vergleichen mit den Lichtenfelsern gingen drei an Brunslar, zwei endeten unentschieden. Fresen will den Bann brechen. „Wir spielen zu Hause und wollen den ersten Heimsieg“, fordert er sein Team. Die Lage beim Personal bleibt aber angespannt. Die Langzeitverletzten fallen weiter aus, Nils Grosche ist krank, zudem sind Florian Mitze (Fuß), Fabian Thomas (Oberschenkel) und Mirco Grosche (Knie) fraglich. ahi/bb

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