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Baunataler Derbysieg trotz Personalsorgen

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Geglückte Rückkehr: Baunatals Sebastian Kraus (links, in weiß) traf im ersten Spiel nach seiner Verletzungspause zweimal für sein Team.
Geglückte Rückkehr: Baunatals Sebastian Kraus (links, in weiß) traf im ersten Spiel nach seiner Verletzungspause zweimal für sein Team. © dieter Schachtschneider

Anfangs ausgeglichen, dann eindeutig: Im Derby der Fußball-Gruppenliga gewann Eintracht Baunatal mit 4:0 gegen die SG Schauenburg. Bei herbstlichen Temperaturen herrschte vor Anpfiff gute Stimmung auf der Langenbergkampfbahn.

Beim Aufwärmen warfen sich die Spieler lockere Sprüche zu, im Publikum wurde über die heutigen Chancen und das Freitagsspiel der Frauenbundesliga diskutiert. Von angespannter Derby-Atmosphäre keine Spur.

Die kam langsam auf, als Baunatal nach anfänglichem Abtasten die Partie übernahm. Oft über die Außenbahnen kommend, erspielte sich das Team um Kapitän Antonio Bravo-Sanchez mehrere Torchancen, konnte diese aber nicht verwerten. Schauenburg ließ seine wenigen Kontermöglichkeiten ebenfalls ungenutzt.

In der 37. Minute schob Sebastian Kraus schließlich zum 1:0 für die Eintracht ein. Kurios: Der aus einer Verletzungspause kommende Großenritter war aufgrund der Baunataler Personalsituation mit nur drei Trainingseinheiten im Gepäck in die Startelf zurückgekehrt.

Nach der Pause stand das Team von Trainer Friedhelm Janusch motivierten Schauenburgern gegenüber, die trotz Rückstand risikobereiter aufspielten. Dennoch war es die Eintracht, die das zweite Tor erzielte: Kraus traf nach einer Ecke zum 2:0 (62.).

Die Gäste antworteten mit Offensivfußball. Doch weder durch einen direkt geschossenen Freistoß noch per kunstvollem Fallrückzieher konnten sie Torhüter Tobias Ebert überwinden. Stattdessen brachten sie den Ball in Person von Luca Krebs erst im eigenen Kasten unter (75.) und kassierten zehn Minuten vor Schluss das 4:0 durch ein Traumtor von Andreas Bürger.

„Das Spiel wirft uns nicht aus der Bahn“, erklärte Schauenburgs Trainer Alan Scott nach Abpfiff. „Ich bin stolz auf die Mannschaft, wir haben mit Kampf und Willen als geschlossenes Team dagegengehalten.“ Die Einstellung stimme, man müsse nun an der Defensivkompaktheit und der Chancenverwertung arbeiten.

Bei Amtskollege Janusch sorgte ein anderes Thema für Unruhe. „Wir gewinnen unsere Spiele über Einzelleistungen, nie über das Team“, sagt er. „Uns fehlen immer Spieler, aus beruflichen oder Verletzungsgründen.“ Oft ständen Spieler im Kader, die nicht vollständig auskuriert seien, wie etwa der nach der Pause verletzungsbedingt ausgewechselte Justin Wieczorek. Selbst der für ihn eingesprungene Abdullah Al-Omari sei nach Rückenproblemen noch nicht wieder fit gewesen. Er ging mit einem Trainingsrückstand von zehn Wochen in die Partie.

Baunatal: Ebert - Behler, Mertsch, Bestmann - Bürger (86. Möller), Leck - Kutzner (86. Reith), Bravo-Sanchez, Wieczorek (46. Al-Omari) - Rinas (69. Koch), Kraus (66. Appel)

Schauenburg: Icke - Wolff, Simon, Waidmer, Krebs - Gunkel, Peter (81. Niklas), Göbel - Bialluch (67. Kues), Siciliano (77. Heitmann), Trailing (72. Zimmermann)

SR: Leon Kanwischer - Z.: 250

Tore: 1:0 Kraus (37.), 2:0 Kraus (62.), 3:0 Luca Krebs (75./Eigentor), 4:0 Bürger (80.)

Von Lucca Günther

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