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FC Ederbergland II erzielt das Dutzend Tore in denkwürdigem Spiel

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Dreifacher Torschütze für die Reserve des FC Ederbergland war Robin Bögel. © Foto: Jens Kaliske

Zum Abschluss einer trostlosen Fußballwoche siegte der FC Ederbergland II am Sonntag in der Fußball-Gruppenliga beim Aufsteiger BSF Richtsberg-Marburg mit 12:1 (6:0).

Irgendwie war es ein spezielles Spiel. Normalerweise sind Begegnungen auf dem kleinen Kunstrasen im Sportpark des Georg-Gaßmann-Stadions, der Heimat der Ballsportfreunde aus Richtsberg, intensiv, emotional und öfters auch hitzig. Da können sich die Gäste auch bei einer deutlichen Führung nicht sicher sein, diese nach Hause zu bringen. Weil die Gastgeber eigentlich kein Spiel verloren, sondern bis zum Schlusspfiff Vollgas geben.

Ganz anders war es dagegen an diesem schönen Oktobernachmittag. Nach einen wahren Offensivfeuerwerk lagen die Schützlinge von Trainer Fajko Efendic bereits zur Pause mit 6:0 vorne.

Gegen die nach dem Wiederanpfiff ihre Offensivbemühungen weitgehend einstellenden Hausherren legten sie dann bis zur 67. Minute noch fünfmal nach, um sich dann bis zum Schlusspfiff mit ihrem Gegner mit jeweils einer Ausnahme auf einen Nichtangriffspakt zu verständigen. 

„Das war eine gute Stunde natürlich überragend. Dann haben wir bewusst etwas zurückgeschaltet, zumal der Gegner dann zwei Mann weniger hatte“, bilanzierte Efendic ein außergewöhnliches Spiel. Gegen eine an diesem Tag keinen Gruppenligaansprüchen genügende BSF-Defensive dauert es gerade einmal fünf Minuten, bis Manuel Todt den Torreigen eröffnete. 

Der 30-Jährige durfte auf dem ebenso schmalen wie kurzen Geläuf seine Stärken ausspielen und traf ebenso wie Robin Bögel dreifach. Tobias Lindenborn (24.), Robin Bögel (26.) und Manuel Todt (28.) ließen vorne weitere Hochkaräter aus, hinten sorgte Schlussmann Dominik Gerbracht gegen Muharrem Yildiran (31.), Roberto Pozzi und Florent Raishtaj (37.) dafür, dass für die Heimelf trotz guter Torchancen zur Pause vorne die Null stand.

Nach der Pause kehrte die verletzungsbedingt mit einem Spieler weniger zurück und bemühte sich um Schadensbegrenzung. Dies gelang allerdings mehr schlecht als recht. Als dann auch noch Dennis Lepper mit einer Knöchelverletzung das Spielfeld verließ (72.), waren es nur noch neun Richtsberger. Denen sollte aber wenigstens noch der verdiente Ehrentreffer gelingen. Florent Raishtaj nahm einen langen Ball aus dem eigenen Strafraum sehenswert an und setzte ihn ins lange Eck (85.) Mercan Atakan blieb es vorbehalten, mit einem verwandelten Handelfmeter für den Schlusspunkt eines denkwürdigen Spiels zu sorgen (89.).

Von Frank Losert

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