Gruppenliga: Röddenauer Festspiele dauern an

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Da gab es einiges zu feiern: Christian Mienik (rechts) hat in Waldgirmes den Röddenauer Siegtreffer erzielt. 

Waldgirmes. Der TSV Röddenau sorgt in der Fußball-Gruppenliga weiterhin für Furore. Am Sonntag gewann der Neuling bei der U 23 des SC Waldgirmes mit 1:0 (0:0) und kletterte auf Tabellenplatz sieben.

„Wenn man mit sieben Punkten aus drei Spielen in die neue Runde startet und dazu noch Aufsteiger ist, dann hat man erst einmal nichts zu meckern“, schmunzelte Thomas Müller nach dem Auswärtscoup seines TSV. Der Fußball-Abteilungsleiter der Röddenauer sah eine Partie, in der die Gäste dem Favoriten von Beginn an die Lust auf das Spielen nahmen: Die Gäste waren aggressiv im Zweikampf, agierten stets eine Spur spritziger als die Platzherren und verteidigten geschickt als ein verschiebendes Kollektiv.

Das Spiel der Waldgirmeser indes wirkte phlegmatisch und ließ den Verdacht aufkommen, dass die Lahnauer den Gast schlicht unterschätzt hatten. Dennoch besaß der SCW die erste Möglichkeit der Begegnung, der Kopfball von Christopher Dietrich verfehlte allerdings sein Ziel (11.). Auch Heim-Spielertrainer Mario Schappert brachte es kurze Zeit darauf nicht fertig, das Leder im langen Eck unterzubringen. „Wir haben heute das, was wir können, überhaupt nicht auf den Platz gebracht. Röddenau hat uns das Leben schwer gemacht“, befand Schappert hinterher.

Nach viel Leerlauf auf beiden Seiten, wobei Röddenau die Mehrzahl an Zweikämpfen für sich entscheiden konnte und die Schwarz-Roten somit vor dem eigenen Gehäuse weghielt, ereignete sich in der 64. Minute die spielentscheidende Szene: Der Waldgirmeser Niels Jung ließ sich den Ball abluchsen, der anschließend vor den Füßen von Christian Mienik landete. Die Nummer 18 der Gäste zögerte nicht lange und schlenzte das Leder unerreichbar für SCW-Keeper Alexander Kammler ins lange Eck.

Röddenau zog sich nun zurück und überließ den Platzherren das Spiel, womit diese jedoch nicht viel anzufangen wussten. Bis auf zwei halbgare Möglichkeiten von Niels Jung (76.) und Anil Kizgin (78.), die jedoch beide von TSV-Torhüter Dennis Mattersberger entschärft werden konnten, gelang der Verbandsliga-Reserve nichts mehr. „Der Schlüssel zu unserem Sieg war heute eine geschlossene Mannschaftsleistung. Dazu kommt, dass wir im richtigen Moment zugeschlagen haben“, bilanzierte Müller nach dem zweiten Gruppenliga-Sieg der Röddenauer Vereingeschichte zufrieden.

Von Nico Hartung

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