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Das lange Warten auf Tor vier: Goddelsheim/ Münden besiegt Besse 6:2

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Von: Dirk Schäfer

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In der wichtigen Phase zur Stelle: SG-Keeper Manuel Mitze verhinderte das dritte Gegentor:.
In der wichtigen Phase zur Stelle: SG-Keeper Manuel Mitze verhinderte das dritte Gegentor:. © bb

„Die haben es sich selbst schwer gemacht.“ Wie oft haben sie das schon gesagt in Münden und Goddelsheim. An diesem Sonntag auch wieder.

Das verdiente 6:2 (3:1) gegen den TSV Besse war ein Klassiker der Kategorie „Im Kopf wohl schon abgehakt“ – nach 20 Minuten stand es 3:0, nach weiteren 60 Minuten 3:2, und am Ende fiel der dritte Saisonsieg der Lichtenfelser SG so hoch aus, wie es schon zu Beginn keinen überrascht hätte. „Wie zuletzt beim 3:1 gegen Schauenburg haben wir es unnötig spannend gemacht. Natürlich hätten wir zu Pause schon mindesten 4:0 oder 5:0 führen müssen und hätten dann eine ruhige zweite Halbzeit gehabt“, sagte SG-Coach Jens Fresen.

Seine Elf erfreute sich in diesem „Kopfspiel“ selbst auf dem engen der Geläuf Orke-Kampfbahn vieler Freiheiten und schlug zunächst eiskalt zu. Florian Mitze schickte Philipp Rothe, der gibt den Ball nach innen, und Jannik Guntermann drückt ihn am langen Pfosten mühelos rein – gut 45 Sekunden waren da erst gespielt.

Goddelsheim/Münden schaltet nach 3:0 innerlich zurück

Und auch beim 2:0 und 3:0 spazierte Goddelsheim/Münden durch die Abwehr, die mehr wie ein Spalier wirkte. Bei einem Steckpass von Mitze blieb Besse stehen, Mirco Grosche lief durch und war allein vor dem Keeper cool (7.). Nach einem erneuten langen Ball waren die Gäste-Innenverteidigung wieder zu langsam, Grosche wieder durch. Diesmal legte er quer auf Guntermann (19.).

Für die bestens gelaunten Zuschauer hieß es nun: Abwarten, wie lange es wohl dauern würde bis die Partie endgültig entschieden ist. Es dauerte. Weil die beiden Torschützen Hundertprozentige liegen ließen (25., 27., 36.), die sie zum Spielbeginn bei voller Konzentration wohl gemacht hätten. Weil der bis dahin neben sich stehende TSV Besse nun auch eine Körpersprache vorwies und auch ohne großartige spielerische Mittel in Strafraumnähe kam – kommen gelassen wurde.

Erlösung durch Foulelfmeter

Nach zweimal Picke (Pass und Abschluss) hieß es plötzlich 1:3 durch Leroy Bawuah (33.). Mit Glück (unter anderem ein Pfostenkopfball) fiel der zweite Gästetreffer nicht. Noch nicht. Erst nach gut einer Stunde fiel er, als der eingewechselte Maurice Abel eine Hereingabe nutzte, die ungehindert nach innen kam. Und zweimal brannte es nach langem Einwurf vor dem guten Manuel Mitze, aus dem Gewühl wollte der Ball aber nicht zum 3:3 ins Tor.

Drei frühe Tore – wohl zu früh für die Gastgeber, die im weiterhin seltsam körperlosen Spiel hüben wie drüben zwar nicht dauern unter Druck standen, aber auch kaum Entlastung schafften. Die Erlösung folgte in Form eines plumpen Fouls von Huy am eingewechselten Niklas Göbel. Mirco Grosche setzte den Elfmeter ins rechte Eck, und das Kopfspiel kippte wieder in die andere Richtung. Nun war die Moral des Aufsteigers im Keller, die Lichtenfelser machten mit zwei Überzahlsituationen durch Göbel und Rothe alles klar. (schä)

Statistik

Goddelsheim/Münden: Manuel Mitze – Stracke, Kevin Vesper, Steffen Butterweck – Rothe, Kuhnhenne, Thomas (85. Marco Vesper), Nils Grosche – Mirco Grosche (79. Fernandes), Florian Mitze (60. Göbel). SR: Uhl (Vellmar) – Zuschauer: 130. Tore: 1:0, 3:0 Jannik Guntermann (1., 19.), 2:0, Mirco Grosche (7.), 3:1 Leroy Bawuah (33.), 3:2 Maurice Abel (59.), 4:2 Mirco Grosche (78./FEM), 5:2 Niklas Göbel (81.), 6:2 Philipp Rothe (88.).

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