TuSpo und Altenlotheim wollen die Null beseitigen

Unternehmen Favoritensturz: Waldecker Duo fordert Gruppenliga-Spitze

Szene eines schwarzen Tages: 0:6 unterlag die SG Bad Wildungen im bisher letzten Heimspiel gegen Baunatal im Oktober 2019, dabei traf Hendrik Bestmann (links) dreimal. Das lange Bein gehört Kai Döhring.
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Szene eines schwarzen Tages: 0:6 unterlag die SG Bad Wildungen im bisher letzten Heimspiel gegen Baunatal im Oktober 2019, dabei traf Hendrik Bestmann (links) dreimal. Das lange Bein gehört Kai Döhring.

Zwei Waldecker Gruppenligisten versuchen das Unternehmen Favoritensturz, die beiden anderen wollen die ersten Punkte.

Mengsberg – Goddelsheim/Münden. Jens Fresen legt sich fest: „ Sie sind am Sonntag der haushohe Favorit“, sagt der Trainer der SG über die Gastgeber, mit sechs Punkten und 9:0 Toren aus zwei Spielen aktuell Tabellenführer. „Einfach werden wir es ihnen aber nicht machen“ verspricht Fresen und verweist auf die Doppelbelastung des TSV: „Das könnte ein kleiner Vorteil für uns sein, sodass wir gegebenenfalls etwas frischer sind.“ Zu Gast beim Primus ist heute Neuental/Jesberg.

Schwer zu stoppen ist der Angriff des TSV. Dennis Dorfschäfer hat bereits dreimal getroffen, Jan-Niklas Brandner, einer der drei starken Neuzugänge, zweimal. Die Gäste haben nach dem 3:0 gegen Altenlotheim freilich keinen Grund sich kleinzumachen. „Vier Punkte zum Start sind sicherlich in Ordnung“, sagt Fresen, nur müsse sein Team in Mengsberg und am Sonntag darauf gegen Melsungen wieder „alles raushauen. Daher dürfen wir uns nicht ausruhen.“ Bleibt die Personalfrage: Der Einsatz von Niklas Göbel (Leiste), Tim Fresen (Rücken) und Daniel Butterweck (Knie) steht infrage. Steffen Butterweck (privat verhindert) fällt sicher aus.

Baunatal – Bad Wildungen/Friedrichstein. Die Tabelle markiert die Badestädter als deutlichen Außenseiter. Die Eintracht weist nach zwei Spielen sechs Punkte, 7:0 Tore und einen Torjäger Abdulla Al-Omari mit vier Buden in einer Partie vor. Und dann zählt für Trainer Friedhelm Janusch und die Seinen ja auch nur der Aufstieg. Die Wildunger, die zweimal Remis gespielt haben, tragen sich trotzdem nicht mit der Absicht, die Punkte gedanklich schon abzuschreiben.

Bad Wildungen will dem Druck standhalten

„Baunatal ist Favorit, gut gestartet und wir erwarten eine gute Mannschaft, die uns alles abverlangen wird“, sagt Steffen Pehlke, der Trainer Jörg Schäfer während dessen Urlaub vertritt. „Wir haben aber letzte Saison gesehen, dass wir nicht chancenlos sind.“ In doppelter Unterzahl quittierte die SG erst in letzter Minute das Tor zum 1:1. „An diese Leistung wollen wir mit entsprechender Einstellung anknüpfen“, so Pehlke.

Im Training hat er das Abwehrverhalten als Schwerpunkt ins Programm genommen. Grund: „Wir wollen versuchen, mit dem Gegnerdruck umzugehen und weniger Fehler im Passspiel zu machen.“ Die SG, die wie Baunatal ihr eigentlich heute fälliges drittes Saisonspiel erst Mittwoch austrägt, hat angeschlagene Spieler im Kader. Definitiv fehlen wird Tim Krollpfeiffer, er ist im Urlaub.

Brunslar/Wolfershausen – Mengeringhausen. Rund 42 Stunden nach dem bitteren 0:1 beim SC Edermünde muss der TuSpo erneut ran. Der Doppelpack innerhalb von 48 Stunden behagt Andre Gutmann nicht. Zu punkten werde schwer, selbst wenn die Mannschaft wieder die Leistung abrufen könne, die sie in der ersten Halbzeit beim 2:5 zuletzt gegen Melsungen gezeigt habe.

Speziell für den Auftritt bei der SG ist Gutmann zurückhaltend gestimmt. „Man muss gucken, was die Kräfte dann noch hergeben.“ Die enge Abfolge der Termine lasse kaum Zeit für Regeneration. „Etwas ungünstig“, findet er. Ihm sei schleierhaft, warum der Klassenleiter nicht wie im Vorjahr die Wochentagsspiele auf den Mittwoch, sondern auf den Freitag gelegt habe.

Gegen Brunslar/Wolfershausen spielte der TuSpo im einzigen Kick der Abbruchsaison auf eigenem Platz nach 3:1-Führung nur 3:3 und war schließlich mit dem Punkt gut bedient. „Das darf uns natürlich nicht noch mal passieren“, sagt Gutmann.

Der Kader ist derselbe wie zuletzt; allerdings wird der gegen Melsungen erstmals für knapp 15 Minuten eingewechselte Marcel Löhndorf eventuell nur am Sonntag im Aufgebot stehen, nachdem er das Training am Dienstag abbrechen musste.

Felsberg/Lohre/N’Vorschütz – Altenlotheim. Beide Mannschaften warten noch auf den ersten Saisonsieg, Altenlotheim schon seit drei Spielen. Der Fernvergleich fehlt: In der vergangenen Serie, die der FV unerwartet als Vierter beendete, kam es nicht zum Aufeinandertreffen.

„Ich kenne das Team nicht sehr gut, weiß aber, dass es letztes Jahr eine sehr gute Runde gespielt hat“, sagt Altenlotheims Spielertrainer Robin Wissemann. Der Abgang von Topstürmer Al-Omari nach Baunatal schwäche aber sicherlich die Offensive. „FeLoNi“ befindet sich im Umbruch, Neu-Trainer Christian Leck spricht vom Ziel Klassenerhalt.

Altenlotheim hat das knappe Aus nach großem Kampf am Mittwochabend im Hessenpokal gegen FC Ederbergland zu verdauen. „Dass es in der englischen Woche 120 Minuten werden, war ein bisschen unglücklich. Aber wir sollten das Positive aus dem Spiel mitnehmen“, sagt Wissemann. Personell gibt es wohl keine Änderungen. (bb/mn/dv)

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