2:5-Niederlage gegen Wabern

Fällt das 3:3, ist alles drin für Goddelsheim/ Münden

Zweikampf mit Armen und Beinen zwischen zwei Fußballern
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Mit Armen und Beinen: Nils Grosche (Goddelsheim/Münden) versucht Wabern zweifachen Torschützen Martin Mühlberger aufzuhalten.

Debakel, Punktgewinn: Für die SG Goddelsheim/Münden war gegen den TSV Wabern beides drin. Am Ende gewann der Favorit das Gruppenliga-Topspiel mit 5:2 (3:0).

Goddelsheim - Die Gäste waren vom Anpfiff weg gedanklich und körperlich schneller am Ball. In den ersten acht Minuten ließ Fabian Korell zwei Topchancen aus, der Doppelschlag kam kurz darauf. Ein Fehler von Eike Fabian Stracke führte zum 0:1. Nach einer „Kerze“ im eigenen Strafraum, spielte er den Ball besagtem Korell in die Füße, der sich mit seinem dritten Saisontreffer bedankte (10.).

Sechzig Sekunden später erlief sich Martin Mühlberger einen langen Ball, steuerte allein auf das SG-Tor zu und lupfte den Ball zum 0:2 ins Netz. „Wir haben in der ersten halben Stunde überhaupt nicht ins Spiel gefunden und nicht gut gestanden“, gestand SG-Trainer Jens Fresen nach dem Abpfiff ein.

Selbst über ein 0:5 zur Pause hätte die SG nicht klagen dürfen

Die Gäste spielten weiter im Hochbetrieb gegen eine SG-Abwehr, die Fresen wegen Verletzungen erneut hatte umbauen müssen. In der 25. Minute ballerte Florian Korell den Torpfosten an, ehe Mühlberger sein erster Tor kopierte. Wieder war er entwischt, wieder hatte er den herauseilenden Manuel Mitze überlupft (26.). 0:3. Mühlberger hätte erhöhen können, wurde aber im Zentrum in letzter Sekunde abgeblockt (36.).

„Wenn wir zur Pause 0:4 oder 0:5 hinten liegen, hätten wir uns nicht beschweren dürfen. Zu diesem Zeitpunkt sah es nicht gut für uns aus“ fand Jens Fresen.

Nach der Pause plötzlich ein völlig anderes Bild: Die Gastgeber trauten sich was und spielten nach vorn, auch weil Wabern plötzlich in Passivität versank. Nach dem 1:3 durch Florian Mitze (56.), der einen Abpraller aus 18 Metern unhaltbar unter die Latte jagte, waren SG-Spieler und -Zuschauer plötzlich da.

Butterweck hätte das 3:3 machen können

Vier Minuten später fiel der Anschluss, Mirco Grosche nahm einen Kopfball von Philipp Rothe volley und brachte seine Farben zurück ins Spiel. Die Partie hätte in der 67. Minute vollends kippen können. Grosche hatte sich über die linke Angriffsseite schön durchgesetzt, drang in den Strafraum und passte auf den frei stehenden Daniel Butterweck. Dieser bekam den Ball einfach nicht unter Kontrolle und die Gästeabwehr klärte. „Wenn Butterweck hier den Ausgleich macht, wäre alles möglich gewesen“ meinte Fresen.

Es kam anders. Nach 82 Minuten kam Wabern erstmals wieder gefährlich in Strafraumnähe. Der quirlige Fabian Korell wurde unnötig gefoult und zirkelte aus 18 Metern selbst den Ball zum 2:4 ins Netz. Deckel drauf, sagt man da wohl. In der Nachspielzeit erlief der Torjäger eine zu kurze Kopfballrückgabe von Rothe und schob den Ball zum Endstand ein. Trainer: Fresen: „Wir haben heute leider einige individuelle Fehler gemacht, die man sich gegen einen solchen Gegner nicht erlauben darf.“ (bb)

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