1. Spieltag: Altenlotheim in Melsungen

Gruppenliga: Goddelsheim mit Packung im Kopf, Wildungen mit Rückenwind, TuSpo mit Hypothek

Erinnerung an einen Sieg: Dieser Dreikampf mit Kopf zwischen dem edermünder Niklas Trulsen (links) sowie den Lichtenfelsern Philipp Rothe und Kevin Vesper ereignete sich beim 4:0 für die SG im Oktober 2019.
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Erinnerung an einen Sieg: Dieser Dreikampf mit Kopf zwischen dem Edermünder Niklas Trulsen (links) sowie den Lichtenfelsern Philipp Rothe und Kevin Vesper ereignete sich beim 4:0 für die SG im Oktober 2019.

Die SG Goddelsheim/Münden genießt als einziger Waldecker Gruppenligist den Vorzug, die Saison auf eigenem Platz zu eröffnen. Der SC Edermünde kommt am Sonntag vielleicht gerade recht. 

„Wir haben im letzten Jahr sieben Gegentore in Edermünde bekommen, das sollte für mein Team Ansporn genug sein“, sagt Trainer Jens Fresen in Anspielung auf das 2:7 vor elf Monaten. Er sagt auch: „Edermünde ist sicherlich ein guter Gegner, wo wir alles raushauen müssen, um Punkte zu holen.“

Den letzten Test gewann die SG mit 5:1 gegen den TSV Röddenau. „Die Jungs sind heiß anzufangen“, sagt Fresen. Immerhin rund zehn Monate liegt das letzte Punktspiel für seine Mannschaft zurück „Klar hätte man sicherlich nach der langen Pause noch etwas trainieren können, allerdings halte ich es für sinnvoll am Sonntag zu starten“, findet Fresen – schließlich drohen im Herbst wieder die üblichen Absagen wegen schlechten Wetters.

In der Vorbereitung hatte der Übungsleiter nur selten den kompletten Kader beisammen, viele Spieler nutzten die neuen Freiheiten etwa für Urlaub. Dadurch sei ein Leistungsgefälle entstanden: „Einigen fehlt noch etwas die Praxis.“ Verzichten muss Fresen am Sonntag auf Urlauber Robin Pieper, Nils Grosche wird wahrscheinlich ebenfalls ausfallen. Weitere Spieler seien angeschlagen.

Die Gäste haben ihre Vorbereitung mit einem Remis gegen den SVH Kassel beendet, zuvor erreichten sie mit dem 5:2 bei Mandern/Ungedanken das Viertelfinale im Kreispokal. Der SCE ist aber nicht mehr die Mannschaft, die bei Abbruch der Vorsaison Fünfter war. Vor allem die Abgänge von Marvin Diehl (Kirchberg/Lohne) und Torjäger Felix Mertsch (Sand) hinterlassen Lücken uim Kader des neuen Trainers Björn Kördel – Mertsch erzielte bei besagtem 7:2 allein fünf Treffer.

Alle – Spieler, Trainer, Offizielle – treibt vor dem Start die Frage um, ob wenigstens diese Saison ohne Corona-Crash enden wird. Fresen beantwortet sie so: „In Sachen Corona hab ich aufgehört irgendwelche Vermutungen und Hoffnungen anzustellen. Rechnen muss man natürlich damit, aber wir haben ja nur bedingt Einfluss darauf.“

Altenlotheim bangt um Duo

Melsungen – Altenlotheim. Ans Gastspiel in Melsungen in der Abbruchsaison erinnern sich die Altenlotheimer gern, sie gewannen mit 4:2. Ob sie diesen Sieg wiederholen können? „Nur wenn wir unsere Leistung auf den Platz bringen und eine geschlossene Teamleistung zeigen“, sagt Robin Wissemann.

Der Spielertrainer hat mit seinem Team alle Spiele in der Vorbereitung gewonnen. „Wir versuchen diesen Schwung mit in die Runde zu nehmen“, sagt Wissemann. Für den spielerischen Teil sehe er aber durchaus noch „Luft nach oben“. Gut für die Mannschaft: Größere Verletzungen gab es nicht. Dennoch ist der Einsatz von Sascha von Drach (Knie) und Nils Backhaus (Zerrung) offen; Tim Backhaus fehlt.

FVM-Trainer Peter Wefringhaus verfolgt mit seinen vier starken Neuzugängen (und ohne Polen-Rückkehrer Wojciech Bijan) ehrgeizige Ziele, er will unter die ersten sechs. Die letzte Standortbestimmung ging freilich daneben, sein Team unterlag im Kreispokal dem Verbandsligisten Gudensberg mit 1:5. Wissemann traut dem FV eine ordentliche Rolle.

Bad Wildungen: Wathling fehlt lange

Felsberg/Lohre/N’Vorschütz – Bad Wildungen/Friedrichstein. „In Summe etwas schwierig“, so fasst Jörg Schäfer die Vorbereitung seiner Mannschaft zusammen und sagt: „Wo man steht, das weiß man nicht so recht.“ Seit Sonntag weiß der Wildunger Trainer aber schon mal mehr. Beim 4:0-Sieg im Testspiel über Hessen Kassel II (Gruppenliga 2) habe er einen guten Eindruck von seinem Team gewonnen. „Es hat vieles gepasst, diesen Aha-Effekt wollen wir mitnehmen zum FV Felsberg.“

Schäfer macht keinen Hehl daraus, dass eine Niederlage am Sonntag für ihn eine Enttäuschung wäre. Dafür müsse hinten die „0“ stehen, sagt er: „Vorne werden wir unsere Möglichkeiten kriegen.“ Überragend im Test war mit drei Treffern Alemedin Zahovic; der Neuzugang vom FV Felsberg wird sich gegen seine Ex-Kollegen bestimmt besonders engagieren.

In Eugen Ruf (Urlaub) fehlt ein weiterer Neuer; dieses Jahr nicht mehr zum Einsatz kommen wird Kevin Wathling, der Ende des Monats am Knie operiert wird. Beim Gegner muss Neu-Trainer Christian Leck einen echten Umbruch hinkriegen. Fraglich, ob Torjäger Al-Omari und Keeper Elgaz ersetzt werden können.

Mengeringhausen kriegt 14 Spieler zusammen

Mengsberg – Mengeringhausen. Der TuSpo geht mit einer gewissen Hypothek ins Samstagsspiel: Die Verletzungsserie will einfach nicht abreißen. „Das zieht sich durch die ganze Vorbereitung“, sagt Spielertrainer Andre Gutmann.. Zuletzt traf es Marcel Löhndorf; nach auskuriertem Bänderriss gerade zurück im Training, zog er sich eine Verstauchung zu. Weitere zwei Wochen Pause. Noch länger könnte Henry Hosse fehlen, der sich beim Trainingsspiel in Freienhagen einen Riss im rechten Sprunggelenk geholt hatte.

Doch es überwiegt die Zuversicht bei den Trainern Gutmann und Olli Hintschich. „Wir werden 14 gesunde und fitte Spieler in Mengsberg aufbieten können“, betont Gutmann. Wer das sein wird, entscheidet sich wie üblich nach dem Abschlusstraining. „Es gibt keinen Grund, dass wir uns dort verstecken“, betont der Trainer. Der letzte Test verlief mit 3:5 in Brilon aber nur teilweise okay. Der Gegner machte es nicht besser: 2:3 gegen Bunstruth/Haina. Na ja.

Mengsberg kam im Vorjahr schwer in die Gänge, das 2:2 gegen die Mengeringhäuser im Auftaktspiel war glücklich für den TSV. Bei Abbruch aber war das Team von Stephan Banf Zweiter. „Diese Platzierung kommt nicht von ungefähr“, sagt Gutmann, Mengsberg – personell kaum verändert – habe seine Qualitäten. Gleichwohl: Einen Punktgewinn traut Gutmann sich und den Seinen zu.

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