„Remiskönig“ Wildungen will mehr

Gruppenliga: TuSpo macht den David, Goddelsheim erwartet „enge Kiste“

Mehr Tore schießen als der Gegner – das fällt Bad Wildungen bisher oft schwer. Eugen Ruf und Co. wollen gegen Hertingshausen den Remis-Fluch ablegen. Hier trifft der Neuzugang zum 1:0 gegen Schwalmstadt (mit Keeper Tobias Bechtel und Mirko Riek.
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Mehr Tore schießen als der Gegner – das fällt Bad Wildungen bisher oft schwer. Eugen Ruf und Co. wollen gegen Hertingshausen den Remis-Fluch ablegen. Hier trifft der Neuzugang zum 1:0 gegen Schwalmstadt (mit Keeper Tobias Bechtel und Mirko Riek.

Alle zu Hause: Beim letzten Mal in dieser Konstellation punkteten alle Waldecker Gruppenligisten. Klappt das erneut? Dann wäre zumindest eine Überraschung dabei.

Bad Wildungen/Friedrichstein – Hertingshausen. Erst zweimal verloren in der Gruppenliga – schön und gut. Aber die SG Bad Wildungen/Friedrichstein schlägt sich trotzdem nach sieben Partien punktgleich mit dem Vorletzten in der Abstiegszone herum. Vor dem Heimspiel am Sonntag (15 Uhr) in Altwildungen gegen den TSV Hertingshausen heißt es einmal mehr: Bitte nicht wieder nur unentschieden.

Klar, beim Tabellendritten Wabern am vorigen Sonntag hätten die Kurstädter einen Punkt unterschrieben. Und der war auch drin. Ausgegangen ist das Spiel 0:2. In den Köpfen ist aber eher das Spiel zwei Tage zuvor hängen geblieben, als die Wildunger zu Hause gegen die SG Brunslar über ein 2:2 nicht hinauskamen.

Die Leistung sei in Ordnung gewesen, meint SG-Trainer Jörg Schäfer rückblickend. „Aber punktetechnisch war das zu wenig“, schiebt er hinterher. „In beiden Spiele waren wir auf Augenhöhe, aber Fußball ist halt ein Ergebnissport.“ Das Unentschieden ist bereits das vierte in dieser Saison. Und „bei drei von den vier Remis hätten wir gewinnen müssen“, meint der Coach. „Ich kann den Jungs aber keinen großen Vorwurf machen, aber sie belohnen sich nicht für ihren Aufwand.“

Mengeringhausen hat nichts zu verlieren - oder?

Diese Belohnung fordert Schäfer nun gegen Hertingshausen ein, langsam wird sie auch zur Pflicht. „Gegen Gegner in deiner Umgebung musst du gewinnen“, sagt Schäfer. Nach den guten Spielen müssen wir jetzt auch gute Ergebnisse holen“, so Schäfer mit Blick auf die Gäste, die mit einem Zähler mehr als die SG auf Rang neun stehen. Dementsprechend könnte die Heimelf im Erfolgsfall den Gast überholen.

Ob Tim Krollpfeifer am Sonntag mitwirken kann, steht noch in den Sternen, ansonsten sollte die SG mit dem gleichen Kader auflaufen können wie zuletzt.

Goddelsheim/Münden – Felsberg/Lohre/Niedervorschütz. Zweites Heimspiel in Folge am Sonntag (15 Uhr) für die Lichtenfelser, auf einem starken vierten Platz stehen. Und dort bleiben möchten. „Wir wollen natürlich gewinnen und die Punkte zu Hause behalten“, sagt Trainer Jens Fresen, der den verlorenen Punkten vom vorigen Sonntag gegen die SG Brunslar (2:2) noch ein wenig nachtrauert. „Wir mussten in der ersten Halbzeit einfach ein Tor mehr erzielen“ so der Medebacher.

Nun kommt der FV Felsberg nach Goddelsheim, eine, so Fresen, „ordentliche Truppe, die in der Tabelle nur zwei Zähler hinter uns steht. Wir sollten also gewarnt sein.“ Zudem hat der jüngste Doppelspieltag der Elf von Trainer Christian Leck das Selbstvertrauen gestärkt. Aus dem Derby-Wochenende gegen Edermünde (1:1) und in Körle (2:0) nahm der FV vier Zähler mit.

Eine enge Kiste erwarten die Lichtenfelser auch, weil es personell spannend wird. Tim Fresen, Benni Wendel (privat verhindert) und Michael Kuhnhenne (Zerrung) werden ausfallen. Fresen hofft noch auf Max Steger (Knöchel), Raoul Mitze (Wade) und Niklas Göbel (Leiste).

Heimspiele mit ganz verschiedenen Vorzeichen warten auf Kevin Jäger (Mengeringhausen, links) und Philipp Rothe (Goddelsheim/Münden) und ihre Teams.

Mengeringhausen – Eintr. Baunatal. Das Wort Sieg nimmt André Gutmann erst gar nicht in den Mund. Der Spielertrainer des TuSpo Mengeringhausen weiß, dass er an diesem Samstag (17 Uhr) in Großenritte auf den wohl stärksten Gegner der Liga treffen wird. Sieben Spiele, sieben Siege, 23:3 Tore.

Vielleicht kommt diese noch makellose Eintracht noch ein wenig zu früh für die TuSpo-Elf, die nach dem unglücklichen 4:4 beim FC Homberg noch gut einen weiteren Aufbaugegner hätte gebrauchen können, um sich Selbstvertrauen und wieder mehr Stabilität ins eigene Spiel anzueignen. Dennoch ist die Eintracht in einem Punkt ein passender TuSpo-Gegner: Jeder Spieler weiß, dass viel Defensivarbeit gefragt ist – von allen Mannschaftsteilen. Das lief in den vergangenen Spielen nicht rund, elf Gegentreffer aus den letzten beiden Spielen sind laut Gutmann „definitiv zu viele“.

So lange wie möglich gegen die Tormaschine Baunatal die null zu halten, ist daher eine anspruchsvolle Aufgabe für das Team um Spielertrainer Gutmann. „Wenn wir gut verteidigen und unser Umschaltspiel gut funktioniert, warum sollte dann nicht mindestens ein Punkt in Mengeringhausen bleiben?“, fragt er.

Altenlotheim – Schwalmstadt. Nach der einkalkulierten 2:4 Niederlage beim „Überflieger“ Eintracht Baunatal sind die Gastgeber wieder in die „rote Zone“ gerutscht. Allerdings ist Rang sechs auch nur drei Zähler entfernt. Auch der 1. FC Schwalmstadt, der am Sonntag (15 Uhr) am Oberbach aufläuft, hat wie der TSV erst sieben Zähler, kommt bisher nur schwer in Tritt.

„Für beide Seiten ist das Spiel wichtig, da man tabellarisch die Möglichkeit hat, ins Mittelfeld zu rücken. Es ist zwar früh in der Saison aber es wichtig für den Kopf möglichst schnell unten raus zu kommen“ hofft TSV-Spielertrainer Robin Wissemann auf einen Heimerfolg. Nils Backhaus ist beim TSV nach seiner Sperre wieder dabei. (bb/rsm/dv)

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