Was war denn da los? Eintracht führt 7:0 in Arolsen – Torjäger hofft auf Wertung

Abbruch im Donnergrollen

Hat er 40 oder 43 Tore erzielt? Stürmer Niels Willer von Meister und Aufsteiger Eintracht Baunatal (oben). Foto: Fischer/nh

Bad Arolsen / Baunatal. Die Begegnung der Fußball-Gruppenliga (Gruppe 1) zwischen Absteiger Bad Arolsen und Meister Eintracht Baunatal dauerte exakt 52 Minuten, dann schickte Schiedsrichter Felix Kempa aus Mardorf beide Mannschaften unter Donner und Regen in die Kabinen. Auch wenn keine wirklich gefährlichen Blitze am Himmel über dem Arolser Stadion zuckten, entschied der Unparteiische sich nach der vorgeschriebenen halbstündigen Wartezeit zum Abbruch. Zu diesem Zeitpunkt führte die Eintracht bereits 7:0 nach Treffern von Niels Willer (3), Blazij Antoni Wierzbicki, Andreas Bürger, Jörn Katluhn und Kevin Hofmann.

Als die ersten Spieler vom Duschen zurückkamen, schien schon wieder die Sonne. Beide Mannschaften nutzten dies zu einem gemeinsamen Saisonabschlussbier. Während Bad Arolsens Coach Sergej Schwabauer nicht unglücklich über den Spielabbruch war, hätten Baunatals Trainer Manfred Katluhn und seine Spieler die Begegnung gern fortgesetzt.

Wir fragten: Was war denn da los? Wie wird die Begegnung gewertet und vor allem, welche Konsequenzen hat das auf die Bilanz des besten nordhessischen Torjägers Niels Willer? Hat er nun 40 oder 43 Treffer erzielt?

Klassenleiter Horst Riemenschneider hat die Sachlage derweil an das Regionalsportgericht weitergeleitet mit der Bitte um eine schnelle Entscheidung. Er geht davon aus, dass das Gremium unter Leitung des derzeitigen Stellvertreters Harald Kulle das Urteil auch zeitnah fällt und es bei der üblichen Wertung von drei Punkten – in dem Fall für Eintracht Baunatal – bleibt. Das bedeutet allerdings auch, dass die erzielten Treffer der Partie völlig ohne Belang wären.

Baunatals Torjäger Niels Willer war so gar nicht mit der Entscheidung des Schiedsrichters einverstanden: „Ich habe noch versucht, ihn umzustimmen, leider ohne Erfolg“, sagt der Stürmer des GSV. Und weiter: „Natürlich ist ein Torjäger nie zufrieden, wer weiß, wie viele Treffer ich in der zweiten Halbzeit noch erzielt hätte. Damit wäre möglicherweise ein Rekord für die Ewigkeit fällig gewesen.“ Unabhängig davon zeigte er sich mit seiner Torausbeute in der Rekordsaison seiner Eintracht aber mehr als zufrieden.

Von Gerhard Menkel und Horst Schmidt

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