FC Homberg, Kirchberg/Lohne und 1. FC Schwalmstadt II enttäuschen - TSV im Soll

Bei Absteiger Mengsberg hakt’s

Auf gutem Weg: Waberns Johannes Kördel. Foto: Hahn/nh

Ausgeglichen

Nach dem sechsten Rang im Vorjahr wurde die Zielsetzung beim TSV Wabern mit „oben mitspielen“ optimistisch formuliert. Zu Recht, wie sich herausstellte. Spielertrainer Christian Leck nennt die Gründe für eine gelungene, aber nicht überragende Hinrunde: „Wir haben einen breiteren Kader, und uns mit Kim Sippel, Aykut Seker und Johannes Kördel prima verstärkt. Zudem hatten wir kaum Verletzte zu beklagen, sodass ich immer unter 16 gesunden Spielern auswählen konnte.“ Aus denen sich ein verlässlicher Kern um die treffsicheren Angreifer Fabian Korell (17 Tore), Niklas Müller und Florian Korell (beide 13) herauskristallisierte.

Ungleich schwieriger verlief die Saison für Absteiger TSV Mengsberg. Bei nunmehr neun Erfolgen hatten die Engelhainer zeitweise die Hälfte des Spielerkaders an Verletzten zu beklagen. Wenig verwunderlich daher, dass insgesamt 25 Aktive zum Einsatz kamen. Worunter vor allem das Angriffsspiel des Ex-Verbandsligisten litt: Nur 36 Treffer bilden den schlechtesten Wert der Top-Teams. Dagegen zeigte sich die Abwehr mit Lars Berger, René Dingel und Alexander Wesner bei nur 22 Gegentoren in 16 Spielen zumeist von ihrer Schokoladenseite.

Solche Qualität bot auch der FC Körle - jedenfalls zum Saisonstart. Denn da grüßte der Vorjahresdritte nach vier Siegen und 21:2 Toren vom Platz an der Sonne. „Wir wollen wieder unter die ersten Fünf kommen“, erklärte Spielertrainer Jörg Müller im Sommer. Viel Herzblut und Leidenschaft zeigte seine Elf auf dem Platz. Manchmal wohl etwas zu viel. Anders sind die Platzverweise und folgenden Spielsperren für Thomas Melnarowicz, Jörg Müller, Dennis Alberding und Daniel Fehr nicht zu erklären. Und geben einen Hinweis für den nach gutem Start bescheidenen Verlauf.

Verlierer

Beim FC Homberg stand ein Platz im ersten Tabellendrittel auf der Jahresagenda. Den der Neuntplatzierte nicht bieten kann. Die Gründe liegen auf der Hand: Nach der negativen Wechselbilanz mit dem Verlust von Eugen Deister, Kassem Jammal, Dennis Ciemenga und Mirko Rieck hatte mit Hayri Karahan ein neuer Coach übernommen. Was hoffnungsvoll begann, endete sang- und klanglos mit einer banalen Krankmeldung nach nur drei Monaten. Jetzt liegt es an Nachfolger Horst Brandner die vielen talentierten Eigengewächse um die Brüder Florian und Hannes Seitz voran zu bringen.

Nach fünf Niederlagen in Folge befindet sich die SG Kirchberg/Lohne in ihrem dritten Gruppenliga-Jahr erstmals im Kampf um den Klassenerhalt. Die Probleme sind hausgemacht, denn mit Paul Graf, Dominik Heldmann und Jasar Demir mussten wochenlang drei Leistungsträger der Elf von Trainer Halil Inan wegen einer Spielsperre ersetzt werden. Weitere kamen aufgrund von Verletzungen kaum zum Einsatz, darunter Kapitän Andreas Freund. Damit ist die Zielvorgabe, ein einstelliger Tabellenplatz, in weite Ferne gerückt.

Was auch für den 1. FC Schwalmstadt II gilt. Das Nachwuchsteam um Kapitän Lukas Ide wusste häufig zu gefallen, musste sich jedoch mangels Cleverness und Erfahrung oft noch geschlagen geben. So stehen schon 14 Niederlage zu Buche. 40 Spieler wurden insgesamt eingesetzt, eine Stammelf nicht gefunden. Trainer Jörg Wagner stellte sein Amt nach dem 13. Spieltag zur Verfügung. Bitter zudem: Der 2:1-Erfolg in Mengsberg Ende August wurde, nachdem die zulässige Anzahl an Spielern, die zuvor in der Verbandsliga gespielt hatten, überschritten wurde, per Sportgerichtsurteil in eine 0:3-Niederlage verwandelt. (zkv)

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