Waberns Kim Sippel bei Kleinfeld-EM im Einsatz – Jetzt geht es nach Indien

Aus kam im Achtelfinale

Die Enttäuschung war groß: Der Waberner Torwart Kim Sippel schied mit der Nationalmannschaft im Achtelfinale der Kleinfeld-EM aus. Foto: Brecher Visual Communications/nh

Wabern. Der Traum ist geplatzt für Kim Sippel. Der Torwart vom Fußball-Gruppenligisten TSV Wabern schied mit der Deutschen Nationalmannschaft bei der Kleinfeld-Europameisterschaft im Achtelfinale aus. Trotzdem: „Es war eine überragende Erfahrung“, sagt der 26-Jährige.

Im ersten Gruppenspiel musste der Schlussmann noch auf der Bank Platz nehmen, löste dann jedoch seinen Kontrahenten ab, blieb zweimal ohne Gegentor und stand mit der Nationalmannschaft im Achtelfinale gegen Tschechien im kroatischen Vrsar.

Bis zu 2000 Fans waren bei jedem Spiel dabei. Die Stimmung: Bombastisch! „Das war unbeschreiblich. Da konnte kein Spiel im Kasseler Auestadion mithalten. Nach meinem ersten Spiel habe ich über 200 Nachrichten erhalten“, sagt der frühere Spieler vom Regionalligisten KSV Hessen Kassel. Ob er auch die Nationalhymne mitgesungen hat? „Natürlich. Mit vollem Einsatz“, sagt der der gelernte Produktmanager.

„Die Stimmung war bombastisch! Das war unbeschreiblich. Da konnte kein Spiel im Kasseler Auestadion mithalten.“

Kim Sippel

Mit großen Erwartungen war sein Team in das Turnier mit 32 Mannschaften gegangen. Der EM-Titel war das Ziel, mindestens aber die Qualifikation für die WM. Doch trotz Ex-Bundesligaspieler Marius Ebbers kam das Aus bereits im Achtelfinale gegen Tschechien. 1:3 hieß es am Ende. „Wir haben leider einige unnötige Standardsituationen verursacht“, analysiert Sippel. So wurde es nichts mit dem Titel und auch nichts mit der WM-Qualifikation.

Sippel geht dennoch davon aus, auch in Zukunft dem Kader der Nationalmannschaft anzugehören. Dann soll bei der EM im britischen Birmingham ein neuer Anlauf zum Titel unternommen werden. Europameister wurde übrigens - wie bei allen Titelkämpfen zuvor - Rumänien.

Sehr gefreut hat sich der spielende Co-Trainer vom TSV Wabern über die vier Punkte, die während seiner Abwesenheit in der Gruppenliga errungen wurden. Die Mannschaft freut sich auch auf die Rückkehr ihres Torwarts. Allerdings steht Sippel seinem Team nur noch am Sonntag gegen Ense/Nordenbeck zur Verfügung.

Nächste Station: Indien

Dann startet das nächste Abenteuer des Ex-Baunatalers. Der B-Lizenz-Inhaber wird für drei Monate nach Indien gehen, um dort für die TSG Hoffenheim nach Talenten zu scouten. Kurz vor Weihnachten kehrt er zurück. „Dann greifen wir in der Rückrunde nochmal richtig an“, sagt er. Vielleicht klappt es ja Ende Mai mit der Titelfeier. Denn der TSV steht in der Liga derzeit auf dem zweiten Platz.

Von Daniel Schneider

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