Altenlotheim nutzt Fehler - TSV siegt im Derby gegen Ense/Nordenbeck 4:0

Und weg mit dem Leder: Luca Höhl Neumeyer (Ense/Nordenbeck) versucht, den Altenlotheimer Lorenz Leicht zu stoppen. Foto: zmp

Altenlotheim. Auch im 13. Anlauf hat es für die SSG Ense/Nordenbeck nicht zum ersten Saisonsieg gelangt. Das Waldecker Derby in der Fußball-Gruppenliga Kassel ging am Ende mit 0:4 (0:1) deutlich verloren, auch wenn sich der Aufsteiger eine Stunde lang ordentlich verkauft hatte.

Für die Gäste sah es schon vor dem Anpfiff schlecht aus. Trainer Michael Maron standen David Twardzik, Gregor Mainusch, Viktor Treichel, Genadi Weretennikow und Johannes Kaschubin nicht zur Verfügung. Und dann noch das: Es lief die zweite Minute, da passte die SSG-Abwehr bei einem Freistoß von Kai Bremmer nicht auf, Florian Heines Querpass vollstreckte Karsten Trachte - der Favorit führte 1:0.

Doch wer jetzt gedacht hatte, die Gäste würden ob des schlechten Starts auseinander fallen, der irrte. Denn die Gastgeber konnten kaum einen Nutzen aus der frühen Führung ziehen. Altenlotheim spielte in der Folge viel zu zaghaft, zog sich weit zurück, anstatt die Gäste wie beim 1:0 früh zu attackieren. „Wir schießen ein Tor und alle denken, sie können weniger tun“, übte TSV-Trainer Volker Backhaus Kritik. Ense konnte so die Partie recht ausgeglichen gestalten. In der Offensive fehlte den Gästen jedoch jegliche Durchschlagskraft, was Maron auf die vielen Ausfälle schob. „Das können wir einfach nicht kompensieren.“ Einzig ein Schuss von Valerij Walger aus sechs Metern nach einer Ecke sorgte für Gefahr, dieser wurde gerade noch so zur Ecke gelenkt (25.). Auf der anderen Seite wurde ein Tor von Heine wegen Abseits nicht anerkannt (31.).

Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs das gleiche Bild: Altenlotheim fehlte die Aggressivität, Ense die Kreativität. Ein erneuter Abwehrfehler sorgte nach 66 Minuten für die Entscheidung. Heine hob den Ball in den Lauf von Trachte, der vollstreckte zum 2:0. „Wir schlafen wieder, erneut ein individueller Fehler“, befand Maron. „Dann nahm das Unheil seinen Lauf.“

Denn auch dem dritten Treffer ging ein böser Abwehrschnitzer voraus. Valeri Fenske und Kevin Staniek vertändelten den Ball, Pascal Ohm bedankte sich und hob das Leder ohne zu zögern über SSG-Keeper Kevin de Bruyn ins lange Eck. Den Schlusspunkt setzte Kai Bremmer, der einen Freistoß von der rechten Strafraumseite sehenswert an den Innenpfosten hämmerte, von dort ging der Ball ins Tor (81.).

„Das Ergebnis geht in Ordnung, auch wenn wir uns lange schwer getan haben. Wir haben in der Halbzeit angesprochen, dass wir mehr drauf gehen müssen und das hat die Mannschaft gemacht“, sagte Backhaus.

Von Thorsten Spohr

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