Nach Ausschreitungen in der Gruppenliga: Spielabbruch in Korbach

Korbach. Ein unschönes Ende nahm am Samstag das Fußball-Gruppenligaspiel des TSV/FC Korbach gegen die SG Brunslar/Wolfershausen: Das Spiel musste abgebrochen werden.

Beim Stand von 1:2 aus Korbacher Sicht pfiff Schiedsrichter Christoph Heuser wegen Zuschauerausschreitungen die Partie ab. Die Sportgerichtsbarkeit muss nun über die Wertung entscheiden.

Was war passiert: In der 38. Minute musste der Korbacher Marcel Bangert nach einem Foul an Brunslars Torhüter mit Gelb-Rot vom Platz, der Keeper zog sich eine Platzwunde am Kopf zu. Ein Korbacher Anhänger soll während der Behandlungspause Beleidigungen in Richtung des Torhüters gerufen haben, was wiederum den mit einem Fanbus angereisten zahlreichen Anhang der Gäste auf den Plan rief.

Diese sollen den Korbacher Zuschauer tätlich angegriffen haben. In diese Auseinandersetzung wurden auch ein paar Korbacher Spieler mit hereingezogen, die schlichten wollten. Es kam zu einem unschönen Handgemenge - der Schiedsrichter aus Marburg brach die Partie aufgrund der Ausschreitungen schließlich ab.

Für die Korbacher hätte damit der Start in die Restrunde nicht schlimmer laufen können. Neben der Niederlage vor einer Woche bei Schwalmstadt II drohen dem Tabellenführer gegebenenfalls auch sportrechtlich Strafen.

Korbachs Trainer Jörg Büchse war allerdings mit dem Abbruch nicht einverstanden. „Man hätte aus meiner Sicht hätte das Spiel früher zur Pause pfeifen können und die Zeit an die zweite Hälfte anhängen können. Dann hätten alle die Zeit gehabt, runter zu fahren.“

Büchse hofft, dass es für den TSV/FC keine sportrechtlichen Konsequenzen geben wird, die im Titelkampf von Nachteil seien. Das Handgemenge sei nach seiner Meinung von Seiten der Gästeanhänger ausgegangen. „Wir können ja nicht für alle Zuschauer verantwortlich sein. Wir können nicht mehr als Ordner stellen. Wenn wir jetzt bestraft werden muss man aufpassen, dass so was nicht Schule macht.“

Rubriklistenbild: © dpa

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